Radfahrer im Sprint bei der Zielankunft eines Rennens.
+
Die zehnte Etappe der Vuelta führt am 24. August von Roquetas de Mar an der östlichen Costa del Sol entlang bis nach Rincón de la Victoria.

Von Roquetas nach Rincón

Spanien-Rundfahrt kommt nach Andalusien: Eine Etappe an der Costa del Sol

  • José Antonio Nieto
    VonJosé Antonio Nieto
    schließen

Bei der Spanien-Rundfahrt sind in diesem Jahr über 3.400 Kilometer zurückzulegen. Fünf der 21 Etappen führen die Radprofis durch Andalusien. Darunter die längste und eine der schwersten Etappen.

Málaga – Am vergangenen Samstag startete die bereits 76. Ausgabe der Spanien-Rundfahrt an der Kathedrale von Burgos. Ebenfalls an einer Kathedrale, an jener von Santiago de Compostela, wird sie am fünften September enden. Burgos ist zwar weniger als 500 Kilometer von Santiago de Compostela entfernt. Von Kathedrale zu Kathedrale haben die Radprofis indes 3.417 Kilometer zurückzulegen. Das Streckenprofil führt sie in diesem Jahr vor allem durch den Nordwesten, das Zentrum und den Süden von Spanien. Fünf der insgesamt 21 Etappen werden komplett oder zum Teil in Andalusien ausgetragen. Und eine, die zehnte Etappe, führt an der östlichen Costa del Sol entlang. 

Vuelta in Andalusien: Flache Etappe mit Start in Roquetas de Mar und Ziel in Rincón de la Victoria

Diese steht am Dienstag, 24. August an. Der Startschuss wird um 12.15 Uhr in der Urbanisation Playa Serena Sur in Roquetas de Mar gegeben. Von dort geht es für das Peloton westwärts über El Ejido, Adra, Motril, Salobreña und Almuñecar, um bei Nerja in die Provinz Málaga zu gelangen. Im weiteren Verlauf kommen die Radfahrer dann noch in Torrox-Costa, Algarrobo-Costa, Torre del Mar und Vélez Málaga vorbei, ehe kurz vor der Ankunft mit dem Puerto de Almachar der einzige etwas anspruchsvollere Anstieg der ansonsten weitgehend flachen Etappe ansteht. Dieser könnte den Sprintern eine Massenankunft vermiesen und Ausreißern eine Chance auf einen Etappensieg eröffnen.

Nach der Bewältigung des Bergpasses der zweiten Kategorie geht es nur noch bergab, um das Ziel in Rincón de la Victoría anzusteuern, wo die Radfahrer gegen 17.30 Uhr erwartet werden. Enden wird die Etappe nach 189 Kilometern schließlich an der Avenida Mediterráneo. Das Podium wird wiederum auf der anliegenden Plaza José Dominguez - unter Einheimischen besser bekannt als Plaza Pepe el Boticario - aufgebaut sein.

Am Paseo Real in Antequera wiederum startet am Tag darauf der elfte Tagesabschnitt der diesjährigen Spanien-Rundfahrt. Diese führt auf hügeligem Gelände aus der Provinz Málaga hinaus in die Provinz Córdoba und im weiteren Verlauf noch in die Provinz Jáen hinein. Zielort der mit 133,6 Kilometer relativ kurzen Etappe ist Valdepeñas de Jaén. Die zwölfte Etappe am 26. August führt dann über 175 Kilometer von der Provinzhauptstadt Jaén in die Provinzhauptstadt Córdoba, während die 13. Etappe am Tag darauf das Peloton von Bélmez in der Provinz Cordoba aus Andalusien hinausführt. Die mit 203,7 Kilometern längste Etappe der Vuelta endet in Villaneuva de la Serena in der Extremadura.

Vuelta in Andalusien: Schwere Bergetappe in Almería mit vier Anstiegen und Ziel in 1.800 Metern Höhe

Nach Andalusien kommt der Tross der Vuelta schon am kommenden Sonntag, 22. August, im Verlauf der neunten Etappe. Eine Etappe, die es wahrlich in sich hat und die von Puerto Lumbreras in der Region Murcia zum Alto de Velefique führt, einem Bergpass im Norden der Provinz Almería. Der in 1.800 Meter Höhe in der Sierra de Filabres endende Tagesabschnitt wird die erste richtig schwere Bergetappe der Rundfahrt sein. Sie steht zwar noch zu früh an, um für eine Vorentscheidung zu sorgen, allerdings dürfte sie die Spreu vom Weizen trennen. Nach der Ankunft wird man sicherlich noch nicht wissen, wer bei der Rundfahrt am Ende triumphieren wird, die Zahl der Favoriten auf den Gesamtsieg aber dürfte sich verringern.

Die Härte der unter anderem durch Huércal Overa, Almanzora, Líjar, Olula del Río, Tíjola, Castro de Filabres und Velefique führenden Etappe liegt weniger in ihrer Länge von 188 Kilometern, sondern vielmehr in den Anstiegen, die unterwegs zu bewältigen sind. Mit dem Alto de Castro de Filabres der dritten, dem Alto de Cuatro Vientos der zweiten und dem Alto Collado Venta Luisa der ersten Kategorie geht es für die Radfahrer schon vor dem Schlussanstieg der Sonderkategorie zum Alto de Velefique immer wieder auf und ab. Dafür werden sie am Tag darauf mit einem Ruhetag entschädigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare