Waldbrand in der Provinz Málaga
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Bei einem Waldbrand nördlich von Estepona wurde über 350 Hektar Wald vernichtet.

13 Familien mussten ihre Häuser verlassen

Waldbrand bei Estepona: 400 Hektar Berggebiet an Costa del Sol abgebrannt

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Ein weit sichtbarer Waldbrand nördlich von Estepona hat 400 Hektar Waldgebiet vernichtet. 13 Familien mussten nachts ihre Häuser verlassen.

Málaga – Wegen eines Brands in der Provinz Málaga haben 13 Familien - einige mit Kindern - ihre Häuser in einem Waldgebiet nördlich des Ferienorts Estepona an der Costa del Sol räumen müssen. Der Waldbrand brach in den frühen Morgenstunden des Freitag im Gemeindegebiet Jubrique an der Landstraße MA-8301 aus unbekannten Gründen aus und breitete sich dem als Peña Blanca bekannten Landstrich in den Bergregionen von El Estercal und La Monarda aus, in den es verstreute Landhäuser gibt.

Waldbrand an Costa del Sol: 400 Hektar Waldgebiet nördlich von Estepona abgebrannt

Personen kamen nicht zu Schaden. Die 20 betroffenen Anwohner mussten die Nacht in einem Hotel in Jubrique oder in Häusern im Ort verbringen. Schätzungen zufolge vernichteten die weit sichtbaren Flammen ein Waldgebiet in der Größe von 350 bis 400 Hektar, darunter auch einige Kastaniengebiete, die für viele Familie dieses Gebietes von Andalusien eine Existenzgrundlage sind.

Rund 50 Feuerwehrkräfte bekämpften noch in der Nacht das Feuer, das durch die trockenen Winde mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern angefacht und der Berglage erst schwer eingegrenzt werden konnte. Die Guardia Civil warnte sogar die knapp 600 Bewohner Jubrique vor einer möglichen Evakuierung der Ortschaft. Soweit kam es nicht. Die Flammen kamen etwa fünf Kilometer an den Ort heran. Sämtliche Straßen in dem Waldgebiet blieben den Freitag über gesperrt, auch die Landstraße nach Estepona.

Ab Tagesanbruch kamen Löschflugzeuge – drei Helikopter und zehn Flugzeuge - den inzwischen auf 120 Personen aufgestockten Rettungskräften am Boden zu Hilfe. Das Feuer konnte zwischen zwei Tälern eingegrenzt und stabilisiert werden, auch die Windböen ließen spürbar nach. Aufgrund der meteorologischen Verhältnisse - extrem hohe Temperaturen, starke Winde und Trockenheit - hätte es schlimmer kommen können.

Die Brandursache ist bisher noch nicht geklärt, Sachschäden an den Landhäusern könnten aber entstanden sein. Von verbrannten Fahrzeugen und toten Tieren war in einigen Videos in den Sozialen Netzwerken die Rede. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass die Installationen einer Marihuana-Plantage den Waldbrand verursacht haben könnte.

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