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Wandern in Andalusien: Herrliche Waldlandschaft in den Montes de Málaga

  • vonNicolas Hock
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Die kurze Wanderung zum Alto de Jotrón im Naturpark Montes de Málaga bietet herrliche Aussichten. Der Wald wurde erst in den 1930er Jahren aufgeforstet.

  • Naturpark Montes de Málaga besitzt viele schöne Wanderwege.
  • Eine Wanderung zum Alto de Jotrón bietet herrliche Aussichten.
  • Alte Landstraße ist von zahlreichen Ausflugslokalen gesäumt.

Málaga - Der Naturpark der Montes de Málaga besitzt nicht nur nette Ausflugslokale, die berühmten „Ventas“ entlang der alten Bergstraße nach Colmenar, sondern auch schöne Wanderwege. Einer von ihnen beginnt auf dem Parkplatz vor der „Aula de la Naturaleza Los Contadores“, eine Art Schullandheim, das vom andalusischen Umweltministerium betrieben wird, und endet auf dem 864 Meter hohen Berg Alto de Jotrón. Die „Aula de la Naturaleza Los Contadores“ ist vom Ausflugslokal „Fuente de la Reina“ neben dem gleichnamigen Brunnen an der Landstraße zwischen Málaga und Colmenar aus ausgeschildert und über eine 2,3 Kilometer lange geteerte Straße zu erreichen.

Vom Parkplatz bis zum Zielpunkt der Tour benötigt bei zügigem Tempo nicht einmal eine Stunde, doch die Wanderung hat ihren Reiz durch die schöne Aussicht auf die Küste und das Hinterland. Und durch den Umstand, dass man mitten im ansonsten so kargen Südspanien durch einen grünen Wald laufen kann.

Schon zu Beginn der Wanderung sieht man den 864 Meter hohen Berg Alto de Jotrón.

Gesamter Wald ist durch Wiederaufforstungen entstanden

Das Kuriose an diesem Wald ist, dass er durch umfangreiche Wiederaufforstungen entstanden ist. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde damit begonnen, auf den Hügeln Steineichen, Korkeichen, Johannisbeerbrotbäume, Zypressen und Kastanien anzupflanzen mit dem Ziel, die Stadt Málaga vor Hochwasser zu schützen. Seit der Rückeroberung Andalusiens durch die Christen wurde der ursprüngliche Wald nämlich nach und nach abgeholzt und die einstige Vegetation durch Weinreben, Oliven- und Mandelbäume ersetzt, so dass zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts die gesamten Berge um Málaga herum keine Wälder mehr hatten.

Nachdem man das Auto auf dem erwähnten Parkplatz abgestellt hat, nimmt man den Weg, der der Herkunftsrichtung genau gegenüber liegt und der laut dem Wegweiser in der Mitte des Parkplatzes zum „Mirador de Pocopán“ führt. Wenn sich der Weg nach etwa fünfzig Metern gabelt, folgt man dem nicht geteerten Forstweg nach rechts.

Es geht nun rund zwei Kilometer diesen Weg entlang, der bald aus dem Wald herausführt und eine schöne Aussicht auf die Stadt Málaga und die davor liegenden Wälder bietet. Dann sieht man rechts ein Schild, welches zum Aussichtspunkt „Mirador de Pocopán“ weist. Es lohnt sich, den rund 300 Meter hohen steilen Hang bis zu dem kleinen Steinhaus an seiner höchsten Stelle hinaufzuklettern, denn von dort oben hat man einen guten Ausblick auf die Umgebung.

Durch eine Feuerschneise zum Gipfel

Wieder auf dem Forstweg, geht es weiter bis zu einer Kreuzung, von wo aus man der Beschilderung in Richtung „Jotrón“ folgt. Nach kurzer Zeit gelangt man an den Fuß einer großen Feuerschneise. Hier hat man die Möglichkeit, die Wanderung etwas auszudehnen, indem man einen links abführenden Weg nimmt, der um den „Alto de Jotrón“ herum und von der westlichen Seite auf den Gipfel führt. Kürzer allerdings ist der Weg über die Feuerschneise, welche ihre Fortsetzung in einem schmalen und steilen Schotterweg hat, der direkt zum Gipfel führt.

Oben angekommen, bietet sich eine wirklich atemberaubende Aussicht. Im Südwesten sieht man die Stadt Málaga und den davor liegenden Stausee „El Limonero“. Richtung Westen liegt die nach Antequera liegende Schnellstraße zu Füßen und etwas weiter weg kann man das Dorf Almogía und fast sämtliche Ortschaften des Guadalhorce-Tals erkennen. Im Osten erblickt man nur Wälder und den darüber herausschauenden Bergriesen Maroma. Richtung Norden wiederum sieht man das kleine Dorf Villanueva de Cauche und die zerklüftete Bergkette vor Alfarnatejo und Alfarnate.

Vom Gipfel des Alto de Jotrón bietet sich eine herrliche Aussicht.

Von der Umgehungsstraße von Málaga nimmt man die Ausfahrt Fuente Olletas oder Limonar, um auf die auf der Plaza Fuente Olletas beginnende alte Landstraße zwischen Málaga und Colmenar zu gelangen. Auf dieser Straße fährt man knapp 30 Kilometer bergan bis zu dem Ausflugslokal „Fuente de la Reina“ neben dem gleichnamigen Brunnen. Von dort aus weist ein Schild nach links zum Parkplatz von „Las Contadores“.

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