Eine Frau schnaubt sich die Nase vor einem Zwei mit Blüten.
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Studie an Uni Málaga: Pollen erhöhen das Risiko an Covid-19 zu erkranken.

Corona und Pollen

Studie der Uni Málaga: Corona-Risiko steigt bei Pollenflug

  • Sandra Gyurasits
    vonSandra Gyurasits
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Wissenschaftler der Uni Málaga untersuchen den Zusammenhang zwischen Pollen und Corona und kommen zu dem Schluss: Je mehr Pollen, um so größer die Gefahr, an Covid-19 zu erkranken.

Málaga – Wissenschaftler der Universität von Málaga UMA haben an einer internationalen Studie über den Zusammenhang zwischen Pollenflug und Infektionen mit dem Coronavirus mitgearbeitet. Das Ergebnis ist kürzlich in dem Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences of the Unite States of America“ veröffentlicht worden: Je mehr Pollen durch die Luft fliegen, um so höher ist das Risiko einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Virus.

CoronavirusSars-CoV-2
Einstufung durch die WHOPandemie (11. März 2020)
potenzielle ErkrankungCovid-19 (Atemwegserkrankung)
ÜbertragungswegeTröpfcheninfektion oder Aerosole
möglicher übertragunswegSchmierinfektion
ErstentdeckungProvinz Wuhan (China), 2019

In der Studie wurden neben der Konzentration an Pollen und der Zahl der Coronainfektionen auch Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bevölkerungsdichte und Lockdown-Maßnahmen berücksichtigt. Die Wissenschaftler analysierten dabei Daten von 130 Pollen-Messstationen in Andalusien und Spanien sowie 30 anderen Ländern auf fünf Kontinenten. Die Universität Málaga steuerte die Werte der biologischen Messstation auf dem Campus Teatinos bei, die seit 1991 ununterbrochen die Pollenbelastung misst, auch während des strengen ersten Lockdowns.

Studie Uni Málaga: Pollen schwächen das Immunsystem und erhöhen das Corona-Risiko

Den Experten zufolge stieg die Infektionsrate ohne Corona-Einschränkungen im Durchschnitt um vier Prozent, wenn sich die Anzahl der Pollen pro Kubikmeter Luft um 100 erhöhte. Allgemein gelte, dass eine hohe Pollenkonzentration das Immunsystem schwäche, erklärte die Professorin für Botanik und Physiologie an der Universität von Málaga María del Mar Trigo.

Wenn ein Virus in den Körper gelangt, produziert die infizierte Zelle einen Botenstoff, der die Zellen in der Umgebung anweist, ihre Abwehr zu mobilisieren, um die Eindringlinge in Schach zu halten. Der Körper löst eine heilsame Entzündungsreaktion aus, um das Virus zu bekämpfen. Doch nun kommen die Pollen ins Spiel. Sie verändern die Immunabwehr, so dass weniger der gegen Viren gerichteten Abwehr-Botenstoffe produziert werden.

Studie Uni Málaga: Masken bieten auch bei Pollenalarm Schutz

An Tagen mit hoher Pollenkonzentration steigen deshalb die Atemwegserkrankungen, einschließlich Covid-19. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand eine Pollenallergie hat oder nicht. Die gute Nachricht: Masken bieten einen Schutz.

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