||Seine Traumimmobilie fand ein deutsches Ehepaar in der Urbanisation Casares del Mar bei Estepona – wie sich herausstellte, war alles ein Bluff. Fotos: A. García/L. Kuder||

Ort süßer Erinnerungen

Mit einem Knarren öffnet sich die Metalltür. Ein modriger Geruch dringt aus dem Inneren des Cine And...

Mit einem Knarren öffnet sich die Metalltür. Ein modriger Geruch dringt aus dem Inneren des Cine Andalucía. Pablo Coca schreitet über Taubenkot und stößt die Flügeltür auf. Mit seinem Handy leuchtet er in einen riesigen, verstaubten Saal. Im Halbkreis sind die über 300 Sitze auf einer Schräge angeordnet. Vor den Sitzreihen steht ein altes Klavier mit vergilbten Tasten, dahinter erstreckt sich die Bühne, auf der einst solche Stars wie Manolo Escobar, Antonio Machín und Juanito Valderrama ihre Lieder zum Besten gaben. „Als ich vor zwei Jahren die Tür des Kinos zum ersten Mal öffnete, waren die Alcalainos sehr neugierig“, sagt der Dokumentarfilmer, der in Alcalá de los Gazules aufgewachsen ist und heute in Gines bei Sevilla lebt. Zwei Jahre lang hat er zur Geschichte des Kinos recherchiert, alte Fotos gesichtet und Zeitzeugen interviewt, um einen Dokumentarfilm zu drehen. Für die Einwohner habe sich erneut ein Schatz voller süßer Erinnerungen geöffnet. Coca deutet auf die oberen, hölzernen Sitzbänke, die billigen Plätze, die zum sogenannte Gallinero gehören. Die vorderen Reihen waren mit bequemeren Sitzen ausgestattet und die teuersten. Dahinter lag das Amphitheater mit den etwas günstigeren Sitzplätzen. In diesem Kinosaal waren alle Gesellschaftsklassen vertreten.

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