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Reaktivierung des Tourismus in Almería: Vier Gemeinden profitieren von EU-Fonds

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Von: José Antonio Nieto

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Zwei Urlauber lassen sich in einem Touristeninformationsbüo beraten.
Die EU fördert die Reaktivierung des Tourismus in Almería nach Corona. Vier Gemeinden bekommen zusammen 10,5 Millionen Euro aus Brüssel überwiesen. © Rathaus Almería

Der Tourismus in Almería soll mit 10,5 Millionen Euro beflügelt werden. Die Gelder stammen aus Brüssel, über die Verteilung aber hatte die spanische Regierung zu entscheiden. Und diese hat die Anträge von vier Gemeinden für förderwürdig erhalten.

Almería - Aus den Mitteln, die die EU aus ihren neuen Fonds Next Generation zur Reaktivierung des Tourismus nach Corona bereitstellt, ist die Provinz Almería mit insgesamt 10,5 Millionen Euro bedacht worden. Die Zentralregierung, die über die Vergabe der Spanien zustehenden Gelder zu entscheiden hatte, erachtete die von vier Gemeinden eingereichten Projektvorschläge für förderwürdig. Roquetas, Vera und Cuevas del Almanzora erhalten jeweils 2,5 Millionen Euro, während die Provinzhauptstadt Almería drei Millionen bekommt.

Wobei mit den EU-Subventionen in den vier Gemeinden nicht eine einzige Maßnahme, sondern jeweils mehrere Vorhaben finanziert werden sollen. Entsprechend den EU-Vorgaben zielen sie darauf ab, die Nachhaltigkeit des Tourismus zu verbessern, die Digitalisierung des Sektors voranzutreiben, neue Angebote für Aktivurlauber zu schaffen oder auch das kulturhistorische Erbe zu bewahren und stärker in Wert zu setzen. Und umzusetzen sind die Projekte im Zeitraum der Jahre 2023 bis 2025.

Reaktvierung des Tourismus: Almería will lahmende Urbanisation wieder auf die Beine bringen

Das Rathaus in Almería will die EU-Gelder vor allem in die Urbanisation El Toyo stecken, die als „olympisches Dorf“ für die Mittelmeerspiele 2005 errichtet, deren Weiterentwicklung mit dem Absturz des Immo-Sektors drei Jahre später jedoch ausgebremst wurde. In besagter Urbanisation sollen unter anderem die Sporthalle ausgebessert, öffentliche Gebäude mit Solarpanelen ausgestattet und ein Clubhaus für den städtischen Golfplatz errichtet werden.

Außerdem ist ein Radweg geplant, der von der Urbanisation Costacabana am Flughafen über El Toyo bis San Miguel de Cabo de Gata führen soll. Dort wiederum will man schließlich auch noch den am Strand befindlichen Torreón de San Miguel, einen im 18. Jahrhundert errichteten Wachturm, restaurieren, der trotz Denkmalschutz zu verfallen droht.

Mehrere Personen steigen eine Steintreppe an einem alten Wachturm hinab.
Almería sind drei Millionen aus den EU-Töpfen zugewiesen worden. Mit dem Geld soll unter anderem ein alter Wachturm am Cabo de Gata restauriert werden. © Juan Sanchez/Rathaus Almeria

Reaktivierung des Tourismus: Nachbargemeinden Cuevas und Vera bekommen jeweils 2,5 Millionen

In Cuevas del Almanzora wiederum sind 16 verschiedene Initiativen ins Auge gefasst worden. Mit den Millionen aus Brüssel will man zum Beispiel die archäologische Stätte Fuente Alamo in Wert setzen, das Umfeld des Castillo del Marqués de los Vélez sowie des Wachturms an der Küste von Villaricos attraktiver gestalten.

In Vera hat man bei der Ausarbeitung des Subventionsantrags ebenfalls das historische Erbe vorrangig im Sinn gehabt. So soll ein Großteil der EU-Mittel in die Ausgrabungsstätte Bayra gesteckt werden, das mittelalterliche Vera, das zurzeit von Experten der Uni Granada erforscht und bereits als Ziel touristischer Führungen genutzt wird. Darüber hinaus will die Gemeinde die Ausstattung und Zugänglichkeit der Strände ihrer Küstenurbanisationen verbessern.

Reaktivierung des Tourismus: Roquetas wird von der EU und dem Land Andalusien gefördert

In Roquetas schließlich sind eine Fülle an Initiativen ins Visier genommen worden. Ein elektrisch betriebener Pendelbus soll bereitgestellt werden, der die Strände von Aguadulce bis Playa Serena verbindet, die Playa de la Bajadilla soll mit einem Picknick-Platz versehen werden und als Attraktion für Taucher soll vor der Küste ein Boot versenkt werden, um nur einige der Maßnahmen zu nennen.

Roquetas werden für die Stärkung des Tourismussektors in den nächsten Jahren indes nicht nur die 2,5 Millionen Euro aus Brüssel zur Verfügung stehen. Erst Mitte November war nämlich ein Förderplan der andalusischen Regierung für die Gemeinde beschlossen worden. Dieser ist sogar mit zehn Millionen dotiert, wobei die Landesregierung aber nur die Hälfte der Summe übernimmt und das Rathaus den Rest aufbringen muss.

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