Ansicht des Strandes der Urbanisation Playa Serena in Roquetas de Mar.
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Fahnen im Wind: mit 30 Qualitätszertifikaten für die Strände ist Roquetas de Mar wieder einmal seiner Vorreiterrolle an der Costa de Almería gerecht geworden.

30 Gütesiegel und ein Schmähpreis

Urlaub in Spanien: Strände in Roquetas de Mar für den Sommer gerüstet

  • José Antonio Nieto
    VonJosé Antonio Nieto
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Die gehegten und gepflegten Strände sind das Aushängeschild von Roquetas de Mar. Der Start in die Badesaison verlief in diesem Sommer allerdings etwas holprig.

Roquetas de Mar - „Wer uns besucht, soll auch wiederkommen“, lautet die Parole des Bürgermeisters von Roquetas de Mar, Gabriel Amat. Und diese hat er jüngst auch dem Aufgebot mitgegeben, das in diesem Sommer die Sicherheit und die Sauberkeit an den örtlichen Stränden sicherstellen soll - den Strandwächtern, den Rettungssanitätern, dem Reinigungspersonal und den Strandpatrouillen der Ortspolizei. Die von der Stadt stets gehegten und gepflegten Strände mit ihrer sehr guten Infrastruktur und ihrem breiten Dienstleistungsangebot sind schon immer das Aushängeschild des Urlaubsortes in Andalusien gewesen.

Nicht von ungefähr heimsen sie alle Jahre wieder emsig die einschlägigen Qualitätszertifikate ein. In diesem Sommer haben die sechs urbanen Strände wieder ihre blauen Fahnen behaupten können und erneut auch das vom Tourismusministerium von Spanien vergebene Gütesiegel Q erhalten. Mit weiteren Auszeichnungen wie dem Covid-Zertifikat Safe Tourism, dem ISO 9001 oder den Ecoplaya-Fahnen vereinen alle Strände in diesem Jahr insgesamt 30 Qualitätsabzeichen auf sich, so viele wie keine andere Küstengemeinde der Provinz Almería.

Badesaison in Roquetas de Mar: Rettungsschwimmer traten Dienst erst verspätet an

Der Start in die offizielle Badesaison, die in diesem Jahr in Roquetas de Mar wieder bis Mitte September dauern wird, verlief allerdings holprig, denn nicht alle Serviceleistungen standen zum Beginn des Sommers schon bereit. In der Planung haperte es zum Beispiel bei der Verpflichtung der Rettungsschwimmer. Eigentlich sollte für diesen Sommer ein privater Dienstleister mit der Aufgabe betraut werden, das Rathaus schaffte es aber nicht, den Auftrag rechtzeitig zu vergeben. Und musste schließlich wieder auf die in den letzten Jahren genutzte Jobbörse zurückgreifen, um das erforderliche Personal zu rekrutieren.

Mittlerweile sind die Rettungsschwimmer, die vom örtlichen Zivilschutz koordiniert werden, auf ihren Posten. Im Einsatz sind sie täglich in der Zeit von 11.30 bis 19.30 Uhr. Entlang der 17 Kilometer langen Küste von Roquetas de Mar wachen insgesamt 47 Rettungsschwimmer über das Wohlergehen der Badegäste. Zumindest bis Ende August, denn im September, wenn sich die Strände zu leeren beginnen, wird ihre Zahl auf 27 reduziert. Nicht bewacht wird die Playa de Cerrillos des Naturschutzgebietes Punta Entinas Sabinar, die allerdings auch relativ wenig frequentiert wird. Das Gleiche gilt aber auch für die Playa de los Bajos am Feuchtgebiet Ribera de la Algaida zwischen Las Salinas und Aguadulce, die schon recht viele Besucher anlockt.

Badesaison in Roquetas de Mar: Polizeibeamte patrouillieren mit Fahrrädern und Quads

An den Promenaden patrouillieren in diesem Sommer auch wieder Polizisten auf Fahrrädern, wofür die Ortspolizei drei Beamte abgestellt hat. Ebenfalls drei Beamte sind für den Dienst direkt an den Stränden abgestellt worden, wofür ihnen Quads als Dienstfahrzeuge zur Verfügung stehen. Die Polizisten sollen nicht zuletzt die Einhaltung der Coronavirus-Auflagen für den Strandbesuch kontrollieren. Das eingangs erwähnte Aufgebot komplettieren an die 20 freiwillige Helfer des Zivilschutzes zur Betreuung behinderter oder in ihrer Mobilität eingeschränkter Badegäste sowie das Personal zur Reinhaltung der Strände und zur Instandhaltung der Installationen. Um die Reinigung und Desinfizierung der Duschen und Toiletten zu verstärken, sind sechs zusätzliche Mitarbeiter eingestellt worden.

Eine negative Publicity bescherte die Umweltschutzvereinigung Ecologistas en Acción Roquetas de Mar zum Auftakt der Urlaubssaison. Die Umweltorganisation vergibt jedes Jahr symbolische schwarze Fahnen für Strände, die unter einer Kontamination leiden oder an denen das Umweltmanagement im Argen liegt. Mit dem Schmähpreis ist in diesem Sommer der acht Kilometer lange Küstenabschnitt von der Playa de la Romanilla bis zur Playa de la Ventilla bedacht worden, da es in der Zone hin und wieder zur Ableitung ungeklärter Abwässer ins Meer kommen soll. Was die Kommunalregierung stets mit Vehemenz bestritten hat. Wegen Rufschädigung, erklärte der Bürgermeister Gabriel Amat, erwäge die Stadt sogar eine Anzeige gegen Ecologistas en Acción zu erheben.

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