Waffen und Bargeld auf einem Tisch.
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Die Nationalpolizei hat Waffen, Haschisch und Bargeld beschlagnahmt.

Polizeiaktion „Spider“

Illegaler Waffenhandel in Nachtclub in Vélez-Málaga - Clubbesitzer und Kunde festgenommen

  • vonNicolas Hock
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Die Nationalpolizei hat in einem Nachtclub in Vélez-Málaga einen Umschlagplatz für Waffen ausgehoben. Zwei Personen, der Betreiber des Clubs und ein Kunde, wurden festgenommen.

Vélez-Málaga - Die Nationalpolizei hat in einem Nachtclub in Vélez-Málaga einen Umschlagplatz für Waffen ausgehoben. Zwei Personen, der Betreiber des Clubs und ein Kunde, wurden festgenommen wegen Verdachts auf illegalen Waffen- und Drogenhandel. Im Rahmen der auf den Namen “Spider” (Spinne) getauften Polizeiaktion wurden Hausdurchsuchungen in dem Club und in den Wohnungen der beiden Männer durchgeführt, bei denen fünf Feuerwaffen – vier Pistolen und ein Gewehr -, Munition, ein Auto der Luxusklasse, 6.700 Euro in bar und 390 Gramm Haschisch sichergestellt wurden.

Stadt Vélez-Málaga
Fläche 156,36 Quadratkilometer
Bevölkerung81.643 (Stand 1. Januar 2019)
ProvinzMálaga

Betreiber des Nachtclubs soll mit Waffen- und Drogenhändlerclan in Verbindung stehen

Die Razzien wurden von Beamten des Kommissariats der Nationalpolizei von Fuengirola vorgenommen, die davon informiert worden waren, dass in einem Nachtclub in Vélez-Málaga möglicherweise illegaler Waffenhandel betrieben wurde. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Lokalisierung des Clubs sowie auf die Identifizierung des Hauptverantwortlichen, den 61-jährigen Betreiber des Lokals, der laut der Polizei mit einem Waffen- und Drogenhändlerclan in Verbindung steht.

Beide Männer wurden in dem Club festgenommen, einer von ihnen führte gefälschte Polizeiplaketten mit sich. Die Polizei vermutet, dass der Kunde kurz vor Beginn der Razzia Waffen gekauft hatte. Es handelt sich um einen 53-jährigen Unternehmer, der mehrere Hosteleriebetriebe in der Provinz Málaga besitzt.

Nachtclubs sind in Spanien weit verbreitet. Die Landstraßen sind voller Clubs und noch die kleinsten Dörfer nennen ein Bordell ihr eigen. Einer Studie der Hilfsorganisation für Prostituierte APRAM aus Madrid zufolge frönen 39 Prozent der Spanier dem käuflichen Sex. Prostitution ist in Spanien weder legal, noch ist sie illegal. Im Gesetz kommt sie ganz einfach nicht vor.

Fünf Regionen haben wegen Covid-19 Nachtclubs geschlossen

Zahlreiche Nachtclubs sind auch nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie noch geöffnet. Die spanische Ministerin für Gleichstellung Irene Montero hatte Ende August die einzelnen autonomen Regionen darum gebeten, ihre Nachtclubs zu schließen, doch lediglich Katalonien, Castilla-La Mancha, Murcia und das Baskenland haben entsprechende Dekrete erlassen.

Die andalusische Landesregierung wollte ihre Entscheidung Anfang September treffen, hat sich aber bislang noch nicht dazu geäußert.

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