Die Berglandschaft bei Estepona ist verbrannt.
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Feuer in der Sierra Bermeja: In den Urbanisationen Forest Hill und Abejeras mussten 500 Personen in Sicherheit gebracht werden.

Feuer bei Estepona

Waldbrand bei Estepona: 600 Menschen in Sicherheit gebracht – Feuerwehrmann stirbt bei Löscharbeiten

  • Lena Kuder
    VonLena Kuder
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Mittwochnacht ist in der Sierra Bermeja nahe den Orten Jubrique, Genalguacil und Estepona ein Feuer ausgebrochen. In den Urbanisationen Forest Hill und Abejeras mussten 600 Personen ihre Häuser verlassen. Zurzeit sind 200 Infoca-Mitarbeiter im Einsatz. 

Update, 11. September: 5.000 Hektar verbrannt, 1.000 Menschen evakuiert. Entwicklungen zum Waldbrand bei Estepona, Málaga.

Update, 10. September: Der extrem komplizierte Brand in der Sierra Bermeja an der Costa del Sol nimmt tragische Ausmaße an. Am Donnerstag ist ein 44-jähriger Feuerwehrmann aus Almería im Einsatz tödlich verunglückt. Der Brand hat binnen 24 Stunden bereits 2.200 Hektar Waldfläche in der Provinz Málaga zwischen Genalguacil im Westen und Benahavis im Osten zerstört. Über 900 Menschen mussten wegen Brandgefahr ihre Häuser verlassen, von den Evakuierungen sind Landhäuser und Urbanisationen vor allem im Stadtgebiet von Estepona und auch von Benahavis betroffen, wo viele europäische Ausländer leben. Bisher sollen mindestens zwei Häuser von Flammen erfasst worden seien. Hitze, Trockenheit, starke Winde und das steile Gelände erschweren die Brandbekämpfung ungemein, an der 26 Löschflugzeuge und mehr als 400 Feuerwehrleute teilnehmen. Die Einsatzkräfte berichten von Flammen und Feuer, wie sie es seit langem nicht mehr gesehen haben. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, da es aber zu Beginn mehrere Brandherde gab, schließen die Einsatzkräfte Brandstiftung nicht aus. Derweil haben Ministerpräsident Pedro Sánchez und zahlreiche Politiker der Regierungen von Madrid und Andalusien die Arbeit der Feuerwehrleute gewürdigt und der Familie des verstorbenen Feuerwehrmanns ihr Beileid bekundet.

Erstmeldung, 9. September: Estepona - 29 Löschflugzeuge sind derzeit im Einsatz, um das Feuer in der Sierra Bermeja in der Provinz Málaga nahe den Orten Jubrique, Genalguacil und Estepona unter Kontrolle zu bringen. Der warme Wind Terral, der mit einer Stärke von bis zu 30 km/h weht und ständig seine Richtung ändert, erschwert die Löscharbeiten. Hinzu kommt die Luftfeuchtigkeit zwischen 76 und 86 Prozent. Das betroffene Gebiet im Süden Andalusiens ist für die Löschfahrzeuge schwer zugänglich, weshalb die Infoca-Mitarbeiter den Flammen maßgeblich aus der Luft Herr werden müssen. Die Infoca-Mitarbeiter teilten um 15.30 Uhr mit, dass die verbrannte Fläche am Mittag bereits über 2.000 Hektar betrug.

In den Urbanisationen Forest Hill und Abejeras mussten 600 Personen in Sicherheit gebracht werden. Die Guardia Civil hat darüber informiert, dass die MA-8302 zwischen Jubrique und Estepona gesperrt werden musste. Auch die AP-7 wurde in den frühen Morgenstunden zwischen den Kilometern 151 und 171 in beide Richtungen gesperrt.

Feuer bei Estepona: Stufe 1 des Infoca-Notfallplans wurde ausgerufen

Um 3.34 Uhr hatte die Delegierte der andalusischen Landesregierung in Málaga, Patricia Navarro, aufgrund des Ausmaßes des Feuers die Stufe 1 des Infoca-Notfallplans ausgerufen. Sobald Personen und Wohngegenden in Gefahr sind, wird die Stufe 1 deklariert. Bei Sonnenaufgang ist heute Vormittag das Infoca-Löschflugzeug ACO-8 von der Basis in Sevilla gestartet. Dieses überfliegt das Brandgebiet, um dem Rest der Flotte mit zwei Amphibienflugzeugen und sieben Helikoptern die Route vorzugeben.

Feuer bei Estepona: Größe der verbrannten Fläche ist noch nicht bekannt

Das Flugzeug zur Koordination dient dazu, das Ausmaß des Feuers zu erfassen. Bis dato liegen keine Daten dazu vor, wie groß die von den Flammen zerstörte Fläche ist. Nach Aussagen der Brandbekämpfer handelt es sich um eine riesige Fläche. Im Vergleich zu dem Waldbrand, der im Juli bei Jubrique 400 Hektar zerstörte, sei der jetzige nach Meinung der Feuerwehrmänner weitaus gewaltiger. Zurzeit sind über 200 Infoca-Mitarbeiter und Feuerwehrmänner des Konsortiums der Feuerwehr der Provinz Málaga mit sieben Löschfahrzeugen im Einsatz.

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