Wandern in Andalusien

Torremolinos aktiv: Weite Aussicht vom Berg mit der Wolfsstatue

  • vonNicolas Hock
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Von der Cañada del Lobo hinter Torremolinos hat man eine herrliche Aussicht in nächster Nähe zum Meer. Bis zu der in 665 Metern Höhe gelegenen Aussichtsplattform mit der Wolfsstatue benötigt man bei zügigem Lauftempo nur eine bis eineinhalb Stunden.

  • Wanderung zur Cañada del Lobo bei Torremolinos bietet weite Aussicht.
  • Tour besteht aus etwas drei gleichlangen Teilen.
  • Wanderung kann in einer bis eineinhalb Stunden bewältigt werden.

Eine gute Aussicht auf Torremolinos und die umliegenden Küstenorte hat man von der in 665 Metern Höhe gelegenen Aussichtsplattform Cañada del Lobo. Auch der Aufstieg hat einen besonderen Reiz, wenn man ab und zu zurückschaut und sieht, wie die Touristenstadt an der Küste immer kleiner wird. Wer so weit es geht mit dem Auto fahren will, stellt dieses am besten in der letzten Links-Kurve vor den Steinbrüchen von Torremolinos ab. Der kürzeste Weg, über den die Cañada del Lobo schon nach einer bis eineinhalb Stunden erreicht wird, führt erst hinter der Kurve links von der Straße ab, doch heute wird ein anderer genommen, der genau im Scheitelpunkt der Kurve beginnt.

Die Aussichtsplattform Cañada del Lobo wird von einer steinernen Statue eines Wolfes (span.: lobo) geschmückt.

Rundweg von zehn Kilometern Länge

Die Wanderung ist etwa zehn Kilometer lang und besteht aus drei etwa gleichlangen Teilen: Zunächst geht es bergauf zu einem Berggrat, dann diesen entlang zur Cañada del Lobo und anschließend auf dem direkten Weg wieder zurück. Das Schöne an dieser Variante ist, das Hin- und Rückweg nicht identisch sind und dass man vom Berggrat aus nicht nur die Küste, sondern auch etliche Ortschaften des Guadalhorce-Tals auf der anderen Seite der sogenannten Montes de Torremolinos überblicken kann.

Zu Beginn führt der Weg an einem stillgelegten Steinbruch vorbei, vor dem Bauschutt verstreut liegt. Nach etwa 500 Metern gelangt man an eine Gabelung, an der der linke Weg genommen wird. Dieser verengt sich bald zu einem schmalen Pfad, der mit farbigen Markierungen auf Felsen und aufgeschichteten Steinhaufen markiert ist und parallel zu einem Tal verläuft, durch das das trockene Flussbett des Arroyo de la Cueva de la Higuera führt. Der Weg ist relativ steil, so dass in kurzer Zeit viele Höhenmeter überwunden werden, und von grünen Büschen und Sträuchern gesäumt. Bei einem Blick zurück fällt es schwer zu glauben, dass man erst vor kurzem die Betonwüste an der Küste verlassen hat.

Wegweiser zeigen den Weg zum Ziel

Nach einer Stunde und zwanzig Minuten ist der Berggrat erklommen und ein Wegweiser erreicht, laut dem es zur Cañada del Lobo nach links geht. Von hier aus und später noch einige Male auf dem Weg zum Ziel bietet sich eine gute Aussicht auf die im Norden des Bergmassivs gelegene Landschaft. Direkt zu Füßen sieht man Alhaurín de la Torre und etwas weiter weg kann man Coín, Campanillas, Cártama und Pizarra erkennen.

Wenn man auf dem ersten Abschnitt zurückblickt, rückt die Touristenhochburg Torremolinos in immer weitere Ferne.

Der Weg auf dem Berggrat führt streckenweise durch Pinienwälder und hat keine nennenswerten neuen Steigungen. Nach einer guten Stunde, seitdem man den Wegweiser hinter sich gelassen hat, kommt man an einem verschlossenen Gebäude und wenig später an einer Berghütte mit Gästezimmern vorbei, der sogenannten Albergue Forestal Cañada del Lobo. Jetzt sind es nur noch einige Minuten, bis man über einen breiteren Schotterweg zur Aussichtsplattform gelangt.

Gute Aussicht auf die umliegenden Küstenorte

Die Aussicht von der Plattform, die passend zum Namen von der Statue eines Wolfes (span.: lobo) geschmückt wird, ist wirklich schön. Hinter den Steinbrüchen von Torremolinos überblickt man die gesamte Stadt. Auch sämtliche Nachbarorte sind zu sehen bis zum Stadtteil El Palo in der Nachbarstadt Málaga im Osten und Benalmádenas Ortsteil Torrequebrada im Westen.

Nach einer Pause geht es den direkten Weg zurück zum Auto. Etwa 150 Meter vor der Aussichtsplattform führt vom Schotterweg ein schmaler Pfad ab, der durch einen unscheinbaren Wegweiser markiert ist. Diesem stets folgend, ist nach knapp eineinhalb Stunden wieder die eingangs erwähnte Straße und kurz darauf der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.

Zum Ausgangspunkt der Wanderung gelangt man, wenn man von der N-340 in Torremolinos am großen Kreisverkehr auf der Höhe des Parque de la Batería in Richtung Norden abfährt. An zwei weiteren Verkehrskreiseln geradeaus fahrend, kommt man nach rund 1,5 Kilometern an die große Kurve vor den Steinbrüchen. Wer gemütlich läuft, sollte in etwa 4,5 Stunden für die gesamte Wanderung einplanen.

Rubriklistenbild: © Nicolas Hock

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