Die Provinz Alicante bietet weit mehr als Sonne und Strand

Die Provinzverwaltung Alicante stellt ihre Arbeit vor und gibt Anregungen

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Der Sonnen- und Strandtourismus hat der Costa Blanca zu Ruhm und internationalem Prestige verholfen, aber die Provinz hat auch unzählige kulturelle Angebote vorzuweisen, die dem Besucher sehr interessante Erfahrungen ermöglichen. Die intensive Arbeit und das große Engagement der Provinzverwaltung von Alicante zielen darauf ab, das reiche Erbe, die architektonischen und kulturellen Schätze Alicantes zu fördern, zu erhalten und bekannt zu machen. In den schönen Gebieten der Marina Baixa und der Marina Alta laden nicht nur Landschaft und Klima dazu ein, die spektakulären archäologischen Fundorte und Denkmäler an einzigartigen Plätzen, sowohl entlang der Küste als auch im Hinterland, zu entdecken. Hier gibt es auch viele Alternativen wie Museen und Ausstellungen, Konzerte, Filme, Theater oder auch die Teilnahme an interessanten Tagungen oder Konferenzen rund um die Natur- und Geisteswissenschaften.

Alicante ist hinsichtlich Kultur, Geschichte und Eigenheiten eine Region, die eng mit Musik und nationalen Referenzen bezüglich Musikkapellen und Gemeinschaften verbunden ist. Instrumente wie die Dolçaina und das Tabalet sind Teil der musikalischen Ideologie Alicantes und eine tief verwurzelte Tradition, die schon immer die Feierlichkeiten in der Provinz begleitet haben. Aber zweifellos ist der beste Weg, zu ergründen, was Alicante ausmacht, der Besuch der Volksfeste: Das Fest der Mauren und Christen in Calpe oder Villajoyosa, der maurische Mittelaltermarkt in Moraira, die Les Fogueres (Johannistag) von Xàbia oder irgendeine andere der vielen Feiern zu Ehren der Schutzpatrone der verschiedenen Gemeinden, wie die Prozession der Seeleute zu Ehren der Virgen del Carmen. Hier bekommt man den besten Eindruck, was den mediterranen Charakter Alicantes ausmacht, einer vielschichtigen, fröhlichen, offenen und warmherzigen Provinz.

Im Bewusstsein dieses wichtigen musikalischen Erbes fördert die Provinzverwaltung Alicante verschiedene Programme, Aktionen und Starterpakete, um diese Liebe zur Musik noch zu steigern, für die schon viele junge Menschen ihre Leidenschaft entdeckt und sie auch zu ihrem Beruf gemacht haben. Veranstaltungen wie der „Landeswettbewerb für Musikkapellen“, Kampagnen wie „Unterstützung zur Verbreitung von Musik und Theater“ oder „Musik für die Dörfer“ (Música als pobles) ebenso wie Festivals, Konzerte und Auftritte sind weitere der vielen Maßnahmen, die der Bezirksrat zur Verbreitung dieses Erbes vorantreibt. Und all dies vermischt sich zu wunderbaren Klängen, Noten und Akkorden, die die Konzertsäle wie das Auditorio Julio Iglesias in Benidorm, das La Mediterránea in La Nucia oder das Auditori Teulada-Moraira durchströmen.

Im Rahmen der siebten Kunst, dem Film, ist in der nationalen Szene der am heißesten ersehnte Termin zweifellos das Filmfestival L’Alfas del Pi, welches jedes Jahr durch eine enge Zusammenarbeit mit der Provinzverwaltung die herausragensten Filmfachleute der ganzen Welt in dieser liebenswerten Ecke der Marina Baixa versammelt.

Der Bezirksrat von Alicante kann hauptsächlich auf den Gebieten Kultur und Architektur durch die Unterstützung des Archäologischen Museums Alicante und der MARQ-Stiftung einen wichtigen Zugang schaffen und technische Hilfe anbieten, damit die verschiedenen Gemeinden der Provinz Alicante ihr reiches Erbe bewahren und auch der Öffentlichkeit zeigen können.

EL SANTUARIO DE PLA DE PETRACOS: Das Santuario del Pla de Petracos, ein altes maurisches Dorf, befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Castell de Castells. Es gilt als eines der markantesten Beispiele in Europa für Makroschematische Kunst, wurde zum Kulturgut von öffentlichem Interesse erklärt und zählt zum Weltkulturerbe. Die Bedeutung dieser Fundstätte veranlasste die Provinzverwaltung, sie der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen, indem die Zugänge verbessert wurden.

LA COVA DEL RANDERO: Diese außergewöhnliche Höhle ist seit Jahren bekannt. Sie dient dem Archäologischen Museum von Alicante als Forschungsobjekt, da sie als einzigartige und unverzichtbare Fundstätte zur Erforschung der Jungsteinzeit in der Marina Alta gilt. Die Arbeiten in der Höhle werden unter Einsatz modernster photogrammetischer Techniken durchgeführt. Herausragende Funde der jüngsten Grabungen sind ein kompletter Schädel und ein Tongefäß in perfektem Zustand, deren Alter auf mehr als 5.000 Jahre datiert wird.

LA POBLA MEDIEVAL DE IFACH: In den Ausläufern des Peñón de Ifach gelegen, ist das Mittelalter-Dorf in Calpe eine große Fundstätte und einzigartig im Land Valencia. Dank der fortlaufenden Ausgrabungen, Jahr für Jahr durchgeführt durch das MARQ, liefern sie umfassende Informationen über das Leben in diesen befestigten Höhendörfern aus der Zeit der „Reconquista“, den Rückeroberungen. Das Dorf ist ein großer ummauerter Bereich, versehen mit einem komplexen System aus Zugängen, Plätzen, Lagern, Häusern und einer stattlichen Kirche, die der „Nuestra Señora de los Ángeles“ geweiht ist, und an deren Fuß sich eine mittelalterliche Begräbnisstätte befindet.

LOS BAÑOS DE LA REINA: Die Provinzverwaltung Alicante arbeitet an einem Masterplan, um die Bedeutung der archäologischen Fundstätte der „Bäder der Königin”, welche sich auf dem Gemeindegebiet Calpes befindet, hervorzuheben. Das Hauptmotiv dieser Initiative, welche von MARQ unterstützt wird, ist die Enklave als kulturelle und touristische Referenz für das Mittelmeer zu konsilidieren und bekannt zu machen. Die Baños de la Reina sind ein römischer „Vicus“, d.h. eine große Ansammlung römischer Luxusvillen (2.-3. Jahrhundert), die der Ruhe, dem Wohnen und dem Müßiggang am Meer dienten.

ARTE RUPESTRE EN ABRIC I DE CABEÇÓ D’OR: Die Höhlenmalerei wurde in Relleu entdeckt und enthält eine interessante Reihe von Motiven, die sich mit der Schematischen Kunst verbinden. Die Dokumentation erfolgte 2005 im Rahmen des normalen Ausgrabungsplans des MARQ, wobei aktuell an der Vervollständigung dieser Studien und Dokumentationen gearbeitet wird.

Neben all diesen Bemühungen, und durch Alicantes Juan Gil-Albert-Institut für Kultur, unterstützt die Provinzverwaltung alle Wissenschaftsmagazine, die regelmäßig kulturelle Forschungsergebnisse für die lokal ansässigen Forschungszentren publizieren. Diese Initiative, die vom „Espai Cultural Enric Valor“ gelenkt wird, strebt den Austausch von Vorschlägen, Projekten und Aktivitäten zwischen den verschiedenen Einrichtungen an. Dazu zählen die Projekte „Aguaits“ und „L’Aiguadolç” des örtlichen L’Institut d’Estudis Comarcals der Marina Alta genauso, wie das Projekt „Sarrià“ der Studienvereinigung L’Associació d’Estudis der Marina Baixa. Darüber hinaus umfasst das Netzwerk in der Region weitere Gruppen wie das Centre d’Estudis de la Repoblació Mallorquina – mit Sitz in Tárbena -, die L’Associació Amics de Teulada und das L’Institut d’Estudis Calpin.

Schließlich sollte auch betont werden, dass die Diputación zusammen mit der UNED (Landesuniversität für Fernstudium) in der Provinz das Netzwerk erweitert hat, um den Universitätszugang aus den verschiedenen Ortschaften zu vereinfachen. Die Einrichtung gewährt insbesondere seit Jahren den angeschlossenen Zentren Dénia und Benidorm institutionelle und wirtschaftliche Unterstützung, um den alicantiner Fernstudenten Studium und verschiedene Abschlüsse zu ermöglichen.

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