Vom Karpaltunnelsyndrom sind häufiger Frauen zwischen vierzig und sechzig Jahren betroffen

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  • Es tritt oft als Taubheitsgefühl und Kribbeln in der Hand- und Fingerinnenfläche auf

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Arbeitnehmern, die Aufgaben im Zusammenhang mit manueller Belastung und sich wiederholenden Bewegungsabläufen der oberen Extremitäten ausführen. 3 % der Bevölkerung sind davon betroffen, hauptsächlich Frauen im Alter zwischen vierzig und sechzig Jahren. „Diese Neuropathie“, so Dr. Vicente Carratalá, Leiter der Abteilung für Hände und Obere Extremitäten des Krankenhauses Quirónsalud Valencia, „manifestiert sich, wenn der Mediannerv vom Unterarm bis zur Hand auf der Höhe des Handgelenks unter Druck steht. Diese Erkrankung tritt sehr häufig bei Menschen auf, die eine Aktivität ausüben, welche eine wiederholte Beugung und Streckung hauptsächlich des Handgelenks erfordern, wie z.B. Arbeiten im Haushalt, am Fließband, beim Tischlern, Malern oder bei längerem Einsatz der Computermaus.“

Unter den Symptomen des Karpaltunnelsyndroms hebt Dr. Luís Sánchez Navas, Leiter der Abteilung für Hände und Obere Extremitäten des Krankenhauses Quirónsalud Alicante, „das Taubheitsgefühl und Kribbeln in der Handinnenfläche und im Daumen, Zeige- und Mittelfinger hervor, welches sich sehr oft nachts verschlimmert und den Patienten dazu veranlasst, die Hand aus dem Bett herauszuziehen und zu schütteln, um Abhilfe zu schaffen. Mit der Verschlimmerung der Kompression des Mediannervs verstärken sich diese Symptome und beim Ausführen von Zangengesten entsteht ein Gefühl von Unbeholfenheit und Kraftmangel, bedingt durch die Atrophie der von diesem Nerv abhängigen Muskeln.“

Eine der Besonderheiten dieser Pathologie ist die Verzögerung bei der Diagnose, da, wie uns Dr. Sánchez Navas erklärt, „die Patienten dazu neigen, ihre Symptome zu akzeptieren, die Durchführung der elektromyografischen Untersuchung in der Regel lange dauert und deren Ergebnisse nicht immer in einem guten Verhältnis zur Intensität der klinischen Symptome stehen. Aus diesem Grund gehen die Patienten erst bereits bei schwerwiegenden Beeinträchtigungen zum Facharzt. Das führt dazu, dass langsamere und weniger zufriedenstellende Operationsergebnisse erzielt werden, da sich der Nerv erst von einer starken und anhaltenden Kompression erholen muss.“

Einer der großen Fortschritte bei der Behandlung dieser Neuropathie war der Behandlungsansatz mit minimalinvasiven Techniken, einschließlich der endoskopischen. Diese ermöglichen es, den Nerv auf seinem gesamten Weg im Handgelenk mit einem Schnitt von nur knapp einem Zentimeter und einer minimalen Beeinträchtigung der Weichteile freizulegen, was eine weniger lästige postoperative und schmerzarme Phase und fast sofortige Mobilität ermöglicht. Wie uns Dr. Vicente Carratalá erklärt, „stellt diese neue Technik einen großen Fortschritt bei operativen Eingriffen dieser Art von Pathologie im Vergleich zur traditionellen Chirurgie dar, deren Verfahren einen größeren Schnitt in der Handinnenfläche mit einer stärkeren Beeinträchtigung der Weichteile und einer längeren Erholungszeit aufgrund der bei diesem Zugang verursachten Schmerzen erforderte.“

Referenzgrößen bei der Behandlung von Verletzungen an Händen und oberen Extremitäten

Die Abteilungen für Hände und obere Extremitäten von Quirónsalud Alicante und Valencia können auf Experten für minimalinvasive Techniken zur Behandlung von Gelenkverletzungen zählen, also beispielsweise für Arthroskopien (sowohl bei Handgelenken und Händen, einschließlich bei Rhizarthrose oder Arthrose der Daumen-, Ellenbogen- und Schulterbasis), was eine optimale und präzise Behandlung von auftretenden Band- und Sehnenverletzungen ermöglicht. Sie sind auch spezialisiert auf regenerative Therapien wie das ultraschallgesteuerte Einspritzen von thrombozytären Wachstumsfaktoren bei Sehnen- und Muskelverletzungen.

Die Arthroskopie ist eine Technik, die es ermöglicht, Gelenksverletzungen mit Hilfe einer Kamera und kleinsten Einschnitten zu behandeln. Dies hat den großen Vorteil, dass man das gesamte Gelenk untersuchen kann, ohne auf das eingeschränkte Feld der konventionellen offenen Operationstechnik angewiesen zu sein. So kann man mit Vergrößerungstechniken arbeiten und über hochmoderne Materialien und Implantate verfügen, die die Verletzung sehr präzise behandeln können, ohne dass aggressive Operationen oder große Schnitte erforderlich sind. Dies ist sehr förderlich für die spätere Genesung des Patienten. Darüber hinaus ist die Tatsache, dass Orthopäden, Reha-Ärzte und Physiotherapeuten koordiniert zusammenarbeiten – unabhängig davon, ob die Verletzung eine Operation notwendig werden lässt oder nicht – ein großer Vorteil bei der frühzeitigen Heilung von Verletzungen.

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