Alles Wertvolle ist wehrlos

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Das Zentrum von Luceberts Arbeiten ist der Mensch mit all seinen Facetten. Er wollte, dass der Betrachter die ungeschminkte Realität in seinen Werken sieht. Foto: Ivam

Jávea – se. Ein bunter Hase balanciert auf dem Kopf eines dicken Komödianten, ein lächelnder Mann überreicht einem böse dreinblickenden Diktator eine Blume, ein Paar sitzt am Strand – sie mit Hängebusen, er mit Fettwülsten um den Bauch, nur das im Sand spielende Kind ist ein kleiner Adonis: Die Welt des Lucebert ist eine verrückte Irrfahrt durch die Realität in ihrer Alptraumversion – und das in einem Stil zwischen Kinderzeichnung und Karikatur. Die Ausstellung „Alles Wertvolle ist wehrlos“ zeigt in Jávea in drei Sälen das Lebenswerk des Künstlers, darunter auch Werke mit Motiven aus Jávea. Denn er lebte und arbeitete in den 70er Jahren in der Partida Lluca.

Lucebert, der als Dichter, bildender Künstler und Mitglied der Pariser Künstlergruppe Cobra bekannt wurde, kommt 1924 in Amsterdam als Lubertus Jacobus Swaanswijk zur Welt. Er beginnt eine Kunstausbildung, bricht sie aber enttäuscht ab und wird dann 1943 und 1944 von der Gestapo interniert. Nach seiner Befreiung wählt der Niederländer 1945 den Künstlernamen Lucebert, Lichtbringer, und schließt sich 1949 der kurz zuvor von Asger Jorn, Constant, Corneille, Karel Appel, Christian Dotremont und Joseph Noiret in Paris gegründeten Künstlergruppe Cobra an.

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