Auf Kunstwerken liegen

Van Gogh Alive in Alicante – Neues Ausstellungskonzept verursacht gemischte Gefühle

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Großformatige Projektionen der Selbstbildnisse von Vincent van Gogh. Fotos: Grande Exhibitions

Jonas Zein/Alicante. Auf großen Wänden erstrahlen Selbstportraits Van Goghs. Dazu dramatische Ausschnitte aus Vivaldis „Sommer“. Die Besucher haben es geschafft: Durch die enge Eingangstür konnten sie sich in eine andere Welt hineinquetschen.
„Unerreicht von irgendeiner anderen Ausstellungserfahrung“, lobt sich das Unternehmen Grande Exhibitions selbst. Mit der neuen Sensory-4-Technology soll in Alicante „eines der bedeutensten kulturellen Events einziehen“, wie Bürgermeister Luis Barcala sagt. In der Lonja del Pescado hat Grande Exhibitions die „Van Gogh Alive“-Ausstellung eingerichtet.
Mit dramatischer Musik
Das sind 36 große Wände, die von über 40 Highdefinition-Projektoren bestrahlt die zehn künstlerisch aktivsten Jahre Vincent van Goghs, also von 1880 bis zu seinem Tod 1890, näher bringen sollen. Dramatische Musik soll den Besuchern helfen, die Gefühle hinter Van Goghs Gemälden zu verstehen. „Musik ist ein großer Protagonist“, betont das Unternehmen auf seiner Internetseite.
Van Gogh lebendig machen. Das wird den Besuchern der Ausstellung gleich nach Eintritt in die ehemalige Fischversteigerungshalle geboten. Van Goghs Gemälde seines Schlafzimmers in Arles haben Kunststudenten dreidimensional nachgebildet. In einem Vorraum werden auf Tafeln Informationen auf Spanisch und Englisch zu Van Goghs Leben und seinen bekanntesten Werken gegeben. Vorbei am Museumsshop geht es zu der Präsentation, ein Klingelton markiert den Anfang.
Die Ausstellung ist nämlich eine Show, die etwa 40 Minuten lang in drei Räumen abläuft. Selbstportraits leiten zur Biographie über. Danach kurze Orientierungslosigkeit, wo geht die Ausstellung weiter? Die Flagge der Niederlande erleuchtet am Anfang des zweiten Raumes. Eine kurze Texteinblendung über Van Goghs Zeit in den Niederlanden erklärt das Wesentliche, dazu erscheinen Werke aus dieser jungen Schaffensphase.

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