Die Skulptur „Meniterránea“ im Sporthafen La Marina in Dénia sowie ein Mädchen, das sich von einer Frau fotografieren lässt.
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Die „Meniterránea“ von Amparo Mata ist ein beliebtes Fotomotiv.

Kunst im Jachthafen

Costa Blanca: Skulpturen am Meeresrand im Sporthafen in Dénia

  • Andrea Beckmann
    VonAndrea Beckmann
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In Dénias Sporthafen La Marina stellen bis Mitte Oktober 24 Künstler aus ganz Spanien ihre Skulpturen aus. Eine Ausstellung unter freiem Himmel am Meer, die sich lohnt und kostenlos besucht werden kann.

Dénia – Amparo Mata ist begeistert. Die Bildhauerin aus Dénia hatte sich dieses Jahr erstmals für die Open-Air-Ausstellung „Esculturas frente al mar“ („Skulpturen am Meer“) beworben und landete prompt einen Treffer. Unter einer Flut an Bewerbungen, die aus ganz Spanien eingegangen waren, wurde ihre Skulptur „Meniterránea“ zur Veranstaltung zugelassen. 24 Künstler aus ganz Spanien nehmen an der Schau teil, die bis 11. Oktober im Sporthafen La Marina an der Costa Blanca besucht werden kann.

Dénia Spanien
Autonome GemeinschaftValencia
ProvinzAlicante
Landkreis Marina Alta
Fläche 60,18 km2
Einwohner 42.166 (2019)

„Ich bin überglücklich“, sagt die Künstlerin, die bei Dénias Nationalpolizei arbeitet. „An dieser Ausstellung nehmen herausragende Künstler teil. Dass ich die Chance habe, dabei zu sein, ist einfach phantastisch.“

Costa Blanca: Bildhauerin und Teilnehmerin der Skultpuren-Ausstellung Amparo Mata sagt, es war Liebe auf den ersten Blick, als sie Diego Velázque‘ Meninas zum ersten Mal sah

Mata hat sich den Las Meninas („Die Hoffräulein“) von Diego Velázquez verschrieben. „Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich das Gemälde von Velázquez zum ersten Mal im Prado in Madrid sah“, erinnert sich die Künstlerin. Da sei sie neun oder zehn Jahre alt gewesen. „Ich weiß noch, wie ich völlig fasziniert vor den Meninas stand. Von diesem Augenblick an ließen sie mich nicht mehr los.“

Die „Meniterránea“ aus Glasfaser, die mit Sand gefüllt ist, um auch Sturmböen zu trotzen, ist mit 1,60 Meter genau so groß wie ihre Erschafferin. „Dass ich sie überhaupt fertigen konnte, verdanke ich Rafa Cheli“, erzählt sie. „Der Fallas-Künstler hat mich in seiner Werkstatt in Dénia arbeiten lassen.“ Sie habe nicht die Infrastruktur dafür. „Ohne Rafa hätte ich das alles gar nicht geschafft, ich bin ihm unendlich dankbar für seine Hilfe.“ Cheli sei es auch gewesen, der für sie die Gussformen der Figur angefertigt habe.

Die Ausstellung „Esculturas frente al mar“ dauert bis Mitte Oktober.

Costa Blanca: Künstlerin Amparo Mata stellt zusammen mit bedeutenden Bildhauern aus ganz Spanien aus

Es sei schon etwas riskant gewesen, mit einer Menina, die wenig mit dem Meer zu tun habe, bei dem Wettbewerb anzutreten. Sie sei sehr gespannt auf das Urteil der Jury-Mitglieder, die die Ausstellungsexponate in den kommenden Tagen begutachten werden. „Es sind einige sehr bedeutende Künstler vertreten“, sinniert Mata. Da sei es fraglich, ob sie überhaupt Chancen habe, einen der drei Preise zu ergattern. Doch Bedenken wirft die Künstlerin schnell wieder über Bord. „Ich habe in den wenigen Tagen, die mein Kunstwerk im Sporthafen steht, schon unendlich viel Zuspruch bekommen. Viele Leute haben sich bereits mit meiner „Meniterránea“ fotografieren lassen und mir Fotos geschickt“, freut sie sich. „Ich hoffe, dem Beispiel werden sehr viele Besucher folgen.“ Sie wünsche sich, dass die Ausstellung auf diesem Weg in die ganze Welt hinaus getragen werde.

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