Renovierter Palast Casa de la Marquesa Valero de Palma in Dénia.
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Geschichtsinteressierte sollten in Dénia einen Besuch in dem Palast vormerken.

Kultur an der Costa Blanca

Neue Sehenswürdigkeit in Dénia: Palast aus der Rosinen-Blütezeit empfängt Besucher

  • Andrea Beckmann
    VonAndrea Beckmann
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Im 19. Jahrhundert erlebte Dénia durch die Produktion von Rosinen einen außerordentlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Zahlreiche Paläste erinnern noch an diese Zeit. So auch die Casa de la Marquesa Valero de Palma in der Altstadt, die zeitweise von einem Grafen bewohnt wurde.

Dénia - Dénia ist um eine Sehenswürdigkeit reicher. Bei einem Aufenthalt in dem Küstenort sollte man sich unbedingt einen Besuch in der Casa de la Marquesa Valero de Palma in der Altstadt vormerken. Der frisch restaurierte Palast in der Calle Cavallers 3 ist ein Paradebeispiel für neoklassizistische Bauweise.an der Costa Blanca. Gebaut wurde der Palast in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und damit zu einer Zeit, in der sich die Hafenstadt in Spanien aufgrund der florierenden Rosinen-Exporte eines enormen wirtschaftlichen Aufschwungs erfreute.

Dénia Stadt in Spanien
Höhe22m
Fläche66,2 km²
Bevölkerung41.733 (2018)
ProvinzAlicante

Dénia neue Sehenswürdigkeit: Palast in der Altstadt war früher ein Krankenhaus

Renoviert werden konnte das herrschaftliche Gebäude in der Altstadt, das in den 1950er Jahren eine Geburtsklinik des Mediziners Patricio Mut und in den 1980er Jahren das Musikkonservatorium von Dénia beherbergte, dank der Finanzierung der Generaldirektion für Kulturerbe, die eine halbe Million Euro dafür bereitstellte. Ein Jahr lang zogen sich die Renovierungsarbeiten an dem Palast hin. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Palast aus der Rosinen-Zeit erstrahlt jetzt in der Altstadt von Dénia in neuem Glanz. Neben seiner majestätisch erscheinenden Hausfassade mit Balkonen aus Tosca-Gestein aus Jávea, die zu den best erhaltenen aus jener Zeitepoche zählt, haben es verschiedene Elemente im Inneren bis in die Gegenwart geschafft und sind jetzt Teil der neuen Sehenswürdigkeit an der Costa Blanca. Dazu zählen ein Kamin mit Elementen, die kriegerische Szenen darstellen, Stuckarbeiten an den Decken, Bodenbeläge sowie die Bodega im Untergeschoss.

Einflussreiche Bewohner: In dem Palast in Dénias Altstadt wohnte einst ein Graf

Bewohnt wurde der Palast in Dénias Altstadt nur hin und wieder von der Familie Valero. Álvaro Valero de Palma stammte aus Paris, wo er 1870 geboren wurde. Seinen Grafentitel gewährte ihm Papst León XIII. am 19. September 1902. Valero de Palma machte politisch Karriere am Hof. 1899 wurde er zum Abgeordneten des Denianer Distrikts gewählt. Von 1914 bis 1926 war er als Senator tätig. Der Palast ist seiner Gemahlin, der Marquesa Valero de Palma, mit bürgerlichem Namen Maria Morand, gewidmet.

Die Familie Morand stammte aus der Nähe von Bordeaux und kam Ende des 18. Jahrhunderts nach Dénia. Nicht überliefert ist, welchem Broterwerb sich die Morands in der Anfangszeit widmeten. Sie gehörten aber bald zu den einflussreichsten Bewohnern der Region im Norden der Costa Blanca. In ihrem Besitz befanden sich große Ländereien. In der zweiten Generation häuften sie großen Reichtum mit dem Rosinenhandel an.

Dénias neue Sehenswürdigkeit in der Altstadt schließt bald wieder - Palast wird Museum

Wer Dénias neue Sehenswürdigkeit in der Altstadt besichtigen möchte, sollte sich beeilen. Am 30. Januar schließen die Pforten des Palastes wieder. Dann beginnt die Einrichtung des Gebäudes als Geschichtskundemuseum. Ein Datum für die Museumseröffnung hat Dénias Stadtverwaltung bislang aber noch nicht bekannt gegeben.

Besucher, die der Casa de la Marquesa Valero de Palma einen Besuch abstatten, können sich im ersten Stock all die Projektentwürfe ansehen, die zu einem Ideenwettbewerb der Stadt eingereicht wurden. Dieser Wettbewerb war für die Gestaltung des Grundstücks in der Calle Marqués de Campo 52 ausgeschrieben worden, das schon bald zu einem mediterranen Garten in Dénia umgestaltet werden soll - quasi als zweite Sehenswürdigkeit in Dénia. Diese Ausstellung läuft noch bis 30. Januar in dem Palast.

Öffnungszeiten

Dienstags bis samstags: 10.30 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr

Sonntags: 10.30 bis 13 Uhr

Montags: geschlossen

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