Im Fluss des Flamenco

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Rosalía: Flamenco bis in die Fingernagelspitzen... Fotos: Sony Spain

sw. „Rosalía, guapa, Schöne, ich bin’s, Pedro“, ruft der grauhaarige Mann vom Balkon. Unberührt zieht unten die rotgewandete Frau weiter, schwebend wie eine Figur der Semana Santa. Nur ist es nicht die Virgen, die den Mann links liegen lässt, sondern eine lebende Frau. Kaum ein Handyvideo ist in Spanien so viral gegangen wie das, und es liegt an den Beteiligten: Pedro Almodóvar, Majestät des spanischen Films, und Rosalía, die 25-jährige, die in den USA gerade zwei Latin-Grammys erhalten hat.
Die Sängerin bekam den Doppel-Preis für nur einen Song, „Malamente“ – das schaffte bisher kein Spanier. Im neuen Album „El Mal Querer“ („Das schlechte Lieben“) schildert Rosalía Vila Tobella, wie die Katalanin wirklich heißt, eine toxische Liebe: Nach der Hochzeit sperrt der eifersüchtige Mann die Frau ein, was sie zu einem befreienden Akt bewegt. Rechtzeitig zum Tag gegen Häusliche Gewalt am 25. November. Man mag meinen: perfektes Marketing.

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