Maestro der alten Schule

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„Die Poesie bemächtigt sich deiner“: Francisco Brines zählt zu den bedeutendsten Stimmen der Gegenwartslyrik in Spanien. Foto: EFE

Bettina Hauser – Oliva. Es gibt eine Gruppe von Literaten, die seit jeher schwer in Worte zu fassen ist. Wie auch sollte man das Werk dessen aufs Papier bringen, der mit seiner Poesie ins Innerste der menschlichen Seele greift? Francisco Brines ist so einer. Der 84-Jährige aus Oliva gehört zu den ganz Großen der spanischen Gegenwartslyrik. Vom Rampenlicht hält er sich dennoch bewusst fern.
Und dabei hätte Brines seinen Zeitgenossen so einiges zu sagen. Vom Menschsein, der Natur, der Liebe, dem Altern, kurzum, von all den Emotionen, die unser Dasein aufs Wesentliche reduzieren. In seiner Lyrik finden wir diese Gedanken, mal in leisen Tönen, mal mit berauschendem Jubel. „Das Geheimnis der Poesie ist, dass du sie zwar schreibst, aber nicht wählst. Sie bemächtigt sich deiner. Du weißt nicht, was du sagen wirst, und dennoch bringst du etwas aufs Papier oder streichst es durch. Es ist etwas sehr Seltsames.“ So antwortete Brines einst einer Journalistin der Zeitung „El País“, als die ihn nach der Essenz seines Schaffens fragte.

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