Mit der Kamera im KZ

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Mario Casas spielt den Fotografen Francesc Boix, der sein Leben riskierte, um das Fotomaterial von Mauthausen zu retten. Fotos: Quim Vives

Anne Thesing. Zwölf Kilo nahm Mario Casas in drei Monaten für seine neue Rolle ab, seine Nägel kaute er aufs Minimum herunter. „Abgekaute Nägel zeigen Spannung und Angst. Wer diese Person zum ersten Mal sieht, soll sich direkt in ein KZ versetzen. Ich wollte wissen, was in diesem dunklen Loch passiert ist, wollte mich diesem Gefühl nähern“, sagt der Schauspieler in einem von „El Español“ veröffentlichten Video zu seiner Vorbereitung auf die Hauptrolle des Francesc Boix in „El fotógrafo de Mauthausen“. „Du musst zumindest minimal selbst leiden, um verstehen zu können, wie die Häftlinge das alles erlebt haben. Um ihre Geschichte so gut wie möglich erzählen zu können“, ergänzt er in einem Interview mit „Europa FM“. Am 26. Oktober kommt der Film in die spanischen Kinos.
Eine auf realen Fakten basierende Geschichte so authentisch wie möglich zu erzählen und so ein Stück dazu beizutragen, dass sich Vergangenes nicht wiederholt – dieser Wille scheint es gewesen zu sein, der alle Mitarbeiter am Set, vom Hauptdarsteller über die Regisseurin Mar Targarona bis hin zu Kostümdesignern und Gestaltern, vereint hat. „Der Dreh war hart und schwierig, aber mit viel Enthusiasmus und der Lust, alles gut zu machen, damit diese Geschichte nicht vergessen wird. Es ist ein Film, der sich für das Leben ausspricht“, sagt Mar Targarona im „Making-Off“-Clip.

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