„Musik ist meine Schule“

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„Der Mensch ist von Natur aus sehr klein“: Mara Aranda mit den Musikern Jota Martínez (li.) und Abel García. Fotos: privat

Bettina Hauser – Altea/Valencia. Das Mittelalter Spaniens ist die Geschichte der Christen, Mauren und Juden. Sie alle lebten auf gleichem Boden, zunächst in Frieden, dann bekriegt und der Vertreibung ausgesetzt. Welche Spuren die drei Kulturen im Liedgut jener Zeit hinterlassen haben, weiß Mara Aranda. Seit mehr als 25 Jahren bringt die Sängerin aus Valencia die musikalische Tradition ihres Landes auf die Bühne. Und nicht nur das: Auch anderen Regionen wie der Türkei oder Griechenland öffnet Aranda Tor und Tür. Am Samstag, 16. April, tritt die Stimme des Mittelmeers, wie die 47-Jährige genannt wird, im Palau Altea auf. Und zeigt einmal mehr, dass Folklore durchaus in unsere heutige Welt passt. Die CBN hat mit Aranda gesprochen.

CBN: Frau Aranda, wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?
Aranda: Ich widme mich seit jeher der mediterranen Tradition. Das Mittelmeer ist ein sehr vielfältiger Raum mit vielen Völkern. Neben dem Warenaustausch hat es stets auch kulturelle Begegnungen gegeben. Meine Musik ist das Spiegelbild von Ideen und Philosophien, die im Mittelmeerraum ihre Heimat haben, und zwar schon seit frühen Tagen. Ich habe kein zeitgenössisches Repertoire im mathematischen Sinne, ich versuche vielmehr, aus dem Liedgut Themen zu filtern, die nicht aus der Mode gekommen sind. Jene, die im 12. oder 13. Jahrhundert die Menschen ebenso berührt haben wie sie es heute tun.

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