Wenn Musik auf Lyrik trifft

0
627
Inspiriert durch die griechische Mythologie und diverse Asienbesuche veröffentlichte der Belgier bis heute über 90 Publikationen seiner Lyrik. Fotos: Ángel García

Altea – jk. Nach langen Reisen, Abenteuern und heroischen Taten, kehrte Odysseus in sein Königreich, Ithaka, zurück. Wie der Held der griechischen Mythologie, war auch der belgische Lyriker Germain Droogenbroodt viel unterwegs, veröffentlichte Gedichte und Reiseberichte in der ganzen Welt und kam auf den langen Fahrten auch immer wieder in Länder, in denen er zu seiner eigenen Sicherheit unter einem Pseudonym schreiben musste: Odysseus. Kein Wunder also, dass er sein Königreich, die große Finca in Altea, ebenfalls Ithaca nannte, als er hier vor 29 Jahren ankam.
Das Haus diente daraufhin auch als Namensgeber seiner Stiftung, der „Fundación Ithaca“, mit der er seit 2008, einmal im Jahr eine Reihe poetischer Abendkonzerte in seinem Garten veranstaltet. Mehrere Interpreten klassischer Musik spielen an fünf Sonntagabenden im Sommer Werke bekannter Komponisten. Statt Pausen gibt es Poesie. Zwischen den Musikstücken liest Germain Droogenbroodt selbst einige seiner Gedichte. Diese trägt er nacheinander in fünf bis sechs Sprachen vor: Flämisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und auf Italienisch, falls italienische Gäste anwesend sind.
„Die Leute sollen schließlich alles verstehen und sich freuen, ihre Sprache zu hören. Außerdem ist der Klang in jeder Sprache anders. Es gibt zum Beispiel Gedichte, die hören sich auf Spanisch schöner an als auf Deutsch oder Flämisch“, erklärt Droogenbroodt die Mehrsprachigkeit.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.