Zeugnis eines Abwesenden

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„Es gibt keine Sieger, nur Verlierer:“ Rafael (Daniel Grao, links) und Sebastián (Nacho Sánchez) in „La piedra oscura“. Foto: marcosGpunto

Bettina Hauser – Alicante. Wenn es neben Cervantes noch einen spanischen Literaten gibt, dessen Biographie bis heute Rätsel aufgibt, dann ist es Federico García Lorca. Noch immer suchen Experten nach dem Grab des 1936 von Schergen Francos ermordeten Poeten, noch immer ranken sich Mysterien um seinen Tod. Das Teatro Principal in Alicante nähert sich dem Nationaldichter am Wochenende mit dem Stück „La piedra oscura“ von Alberto Conejero. Bemerkenswert daran: Lorca selbst taucht auf der Bühne gar nicht auf. Und bleibt dennoch zentrale Figur des Geschehens.
Gerade mal zwei Personen sind es, mit denen Conejero es gelingt, das Schicksal einer gesamten Generation zu skizzieren – nämlich die des Spanischen Bürgerkriegs, in denen ein gesamtes Land in Hass, Leid und Mord zerfiel. Rafael, Leutnant der Republikaner und mit Verletzungen von der Front, wartet in einem Militärkrankenhaus der Franco-Truppen in Santander auf sein Todesurteil. Bewacht wird er von Sebastián, einem jungen und unerfahrenen Soldaten, der seiner Aufgabe kaum gewachsen zu sein scheint.

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