Dich krieg’ ich auch noch!

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Madrid – sk. Was soll das denn: Laut der Enthüllungsplattform Football-Leaks kam es bei der Wahl des Weltfußballers 2013 zu Unregelmäßigkeiten. Demnach sollen der frühere Trainer des FC Barcelona, Pep Guardiola, und sein damaliger Widersacher bei Real Madrid, José Mourinho, bei einer Partie Kicker ausgespielt haben, wer zum Weltfußballer gewählt werden soll. Nach einem Kantersieg Guardiolas soll die Wahl überraschenderweise auf Real-Stürmer Cristiano Ronaldo und nicht auf Lionel Messi gefallen sein. Wie bitte? An der Nachricht stimmt doch was nicht. Aber es ist ohnehin zu spät. Die Schlagzeile könnte jeden Moment im Internet ein Twitter-Gewitter auslösen, zum trending topic wie der Mauerbau zwischen Mexiko und den USA werden, tausendfach Anhänger in den sozialen Netzwerken und so viel Beachtung finden wie die unverfrorene Behauptung einer rechtsradikalen  Partei, die Widerstandskämpferin Sophie Scholl würde heute AfD wählen.
Willkommen im postfaktischen Zeitalter, in der Ära der Populisten. Am Freitag, 20. Januar, wird Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und der erste Populist an der Spitze einer Weltmacht. Tage bevor er das Weiße Haus betrat, erklärte der Magnat bereits die Nato für obsolet und die EU für brüchig. Nach Großbritannien mit dem Brexit geben in zwei der ältesten und stabilsten Demokratien Populisten den Ton an. Endlich zählt Spanien mal zu den Ländern, in denen es normal zugeht.

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