Endlich ein Baby!

0
343
Foto Ángel Garcia

Spanien – ab. Daniela García war 30 Jahre alt, als sie und ihr Mann Miguel mit der Familienplanung begannen. „Ein Jahr lang versuchte ich, schwanger zu werden“, erinnert sich die Spanierin. Doch es wollte einfach nicht klappen. Die Enttäuschung sei Monat für Monat größer geworden. Die sehnlichst erwünschte Schwangerschaft stellte sich partout nicht ein.
Obwohl ein Fruchtbarkeitstest positiv ausfiel, riet man dem Paar zu einer Inseminationbehandlung. „Ich war skeptisch, ob das klappen würde“, erzählt die Spanierin. Zwei Versuche schlugen dann auch fehl, doch beim dritten Anlauf wurde sie schwanger. Aber das Paar wurde auf eine harte Probe gestellt: „In der 13. Woche setzten Blutungen ein, in der 16. Woche platzte die Fruchtblase, und in der 20. Woche verlor ich unser Kind, einen Jungen“, erinnert sich die junge Frau, während sie gegen aufsteigende Tränen ankämpft.
Das Paar wollte sich nicht geschlagen geben. Nach einer empfohlenen Ruhezeit von drei Monaten ließ die Spanierin drei weitere Inseminationbehandlungen über sich ergehen, denen jeweils Hormonstimulationen vorausgingen. „Alle drei Versuche waren negativ“, berichtet die Spanierin. Sie habe unter all den Fehlschlägen sehr gelitten.

Nur noch ein Nervenbündel
Eine weitere Untersuchung ergab: Daniela García hat das Antiphospholipid-Syndrom. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die neben Herzinfarkt und Schlaganfall auch zu Thrombosen und nicht selten zu spontanen Fehlgeburten führt.
Nach dieser Diagnose rieten die Ärzte zu einer In-vitro-Behandlung. „Im öffentlichen Gesundheitswesen hätten wir uns mindestens auf eine sechsmonatige Wartezeit einstellen müssen“, sagt die junge Frau. „Diese Geduld hatte ich aber nicht mehr. Deshalb suchten wir eine private Fruchtbarkeitsklinik auf.“
Zwei IVF, die Abkürzung steht für In-vitro-Fertilisation, schlugen fehl. Daniela García war mittlerweile nur noch ein Nervenbündel. „Ich war maßlos enttäuscht“, erinnert sie sich an diese schwere Zeit.
Nach einer selbst auferlegten Auszeit nahm das Paar das Thema Schwangerschaft einige Monate später aber erneut in Angriff. Zu groß war der Wunsch nach einem Kind. Und endlich gab es eine gute Nachricht: Die hormonelle Stimulation ließ acht Eizellen heranreifen, die sich für die künstliche Befruchtung im Reagenzglas eigneten. „Die Befruchtung war erfolgreich“, erzählt die Spanierin. „Es gingen fünf Embryone daraus hervor, von denen mir der stärkste eingepflanzt wurde. Die anderen vier wurden eingefroren.“

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.