Sammeln für die Ärmsten

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Foto Ángel García

Alicante – sw/mar/ms. Reis, Nudeln oder Milch – für Tausende von Familien in der Region reicht das Geld nicht einmal für Grundnahrungsmittel. Am Freitag, 30. November, und Samstag, 1. Dezember, sammeln deshalb Freiwillige des Spanischen Verbands der Lebensmittelbanken (Fesbal) an spanienweit 11.000 Annahmestellen das Nötigste für Bedürftige. 22.000 Tonnen unverderbliche Lebensmittel sollen zusammenkommen. Hunderte Firmen, Supermärkte und Hilfsorganisationen beteiligen sich in der Provinz Alicante an der Gran Recogida de Alimentos.

La Nucía
130 Familien suchen in la Nucía regelmäßig die Lebensmittelbank, die Banco de Alimentos, auf. „Immer mittwochs geben wir Grundnahrungsmittel aus“, erklärt die Stadträtin für Soziales, Beatriz Pérez Hickman, „in erster Linie an spanische, marokkanische und senegalesische Familien.“
Knapp 70 Freiwillige werden am Freitag und Samstag vor den Supermärkten Dialprix in der Urbanisation Puerta Azul, Lidl, Aldi und dem Mercadona an der Plaza del Sol stehen und unverderbliche Lebensmittel entgegennehmen. Ziel ist es, die Spenden vom letzten Jahr zu übertrumpfen: 2017 kamen in La Nucía gut 7.000 Kilo Lebensmittel zusammen.

Alicante
Eine „wilde“ Sammelaktion findet in Alicantes Südviertel San Gabriel statt. Das lässt zumindest die Fassade des alten Fabrikgebäudes vermuten, in dem die Tafel La Prosperidad (Der Wohlstand) untergebracht ist. Farbenfroh sind dort von Krokodil über Elch bis Dromedar die verschiedensten Tiere dabei, in Tüten und Körben Brot, Gemüse oder Eier herbeizuschaffen – auf Graffiti wohlgemerkt.
Tatsächlich finden im Inneren des Gebäudes Hilfen auf verschiedenen Ebenen statt. Zwei Türen führen von der Straße hinein. Durch die eine, mit „Dispensario“ markierte gelangt man in die Fabrikhalle, in der die Lebensmittel eintreffen, gelagert werden und vorn am Eingang an Menschen ausgeteilt werden, die sich den Einkauf nicht erlauben können. Durch die Tür „Comedor“ geht es in die Kantine, in der vor allem Obdachlose und Senioren mit geringer Rente montags bis freitags zu Mittag und zu Abend essen.

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