Sein letzter Dienst fürs Land

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König Juan Carlos tritt nach Francos Tod sein Amt an. Foto: Archiv

Madrid – dpa/sk. Ex-König Juan Carlos sagt „Adiós“, und er tut das auf seine unverkennbare Art: Der 81-Jährige nimmt in einer Stierkampfarena Abschied vom öffentlichen Leben. Fünf Jahre nach seiner Abdankung, ging der emeritierte Monarch am Sonntag endgültig in den Ruhestand und übernimmt seitdem – angeblich auf eigenen Wunsch – keine repräsentativen Aufgaben mehr für das Königshaus. Zur Feier des Tages ging der Bourbone einer seiner großen Passionen nach und besuchte in Aranjuez bei Madrid als Ehrenvorsitzender die traditionsreiche „Corrida de San Fernando“.
Der Abgang hat durchaus Symbolkraft. Denn Juan Carlos einte früher, aber spaltet heute. Die jüngeren Generationen sehen in ihm oft nur einen abgehalfterten Skandalkönig mit einem von Kortison aufgeblähten Gesicht, der 2012 in Botsuana mit dem Jagdgewehr vor einem erlegten Elefanten posierte, sich auf Steuerkosten auf Segelregatten und Corridas herumtreibt, High-Society-Schönheiten hinterhersteigt und nun – bevor weitere pikante Details ans Licht der Öffentlichkeit gelangen – in den Ruhestand befördert wird, um Krone, Monarchie und den eigenen Sohn und Nachfolger vor weiterem Schaden zu bewahren.

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