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Wetter in Deutschland: Hitze-Sommer geht weiter! Experte mit konkreter Prognose

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Von: Victoria Krumbeck

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Der Sommer bringt hohe Temperaturen und trockene Böden. Wer jetzt auf Niederschlag hofft, wird leider bitter enttäuscht. Das trockene Wetter wird noch ein wenig andauern.

München/Wiesbaden - Wer jetzt draußen unterwegs ist, schwitzt. Man bemerkt aber auch die trockenen Rasenflächen, Sträucher und Blumen. Aktuell ist der Sommer 2022 offenbar sogar der trockenste Sommer seit 1881, wie der Wetterexperte Dominik Jung sagt. Wer in den nächsten Tagen auf Niederschlag hofft, wird enttäuscht. Bis mindestens Montag bleiben die Temperaturen hoch und der Regen aus.

Dürre und Hitze in Deutschland: Kein Regen zu erwarten

Über Deutschland liegt das HochdruckgebietOscar, das uns eine Weile noch begleiten wird. Bis Montag sollen die Temperaturen hoch bleiben, Regen wird keiner erwartet. Die nächsten Tage wird es immer heißer. Es bleibt sonnig und die Temperaturen klettern deutlich über die 30 Grad Marke. Bis zum Wochenende bewegen sich die Temperaturen zwischen 25 und 34 Grad. Ab Freitag wird es noch mal wärmer, bei Höchsttemperaturen von 37 Grad am Samstag und 36 Grad am Sonntag.

Das Wetter bleibt in dieser Woche heiß und trocken. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von bis zu 38 Grad. Es wird kein Niederschlag erwartet.
In den nächsten Tagen bleibt es trocken und heiß. Die Temperaturen erreichen am Wochenende bis zu 38 Grad (Symbolbild). © Christian Ohde/IMAGO

Ab Montag sinken die Höchstwerte, dennoch können die 34 Grad erreicht werden. Es bleibt weiterhin sonnig und trocken. Erst ab Dienstag sind einzelne Schauer und Gewitter möglich. „Das Höhentief am Freitag wurde abgesagt, stattdessen könnte es frühestens ab Montag oder Dienstag in der nächsten Woche etwas Regen geben. Aber auch das ist wie immer beim Niederschlag so weit im Voraus als unsicher anzusehen“, erklärte Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Waldbrandgefahr durch extreme Dürre - Keine Entwarnung

Die Dürre betrifft mittlerweile ganz Deutschland. Nur der äußerste Norden ist noch von der Trockenheit verschont geblieben. In weiten Teilen des Landes, vor allem im Osten, aber auch im Süden, ist es dramatisch trocken. Unterdessen erreicht die Waldbrandgefahr in vielen Teilen die zweithöchste Warnstufe oder sogar die höchste. So auch in NRW, wo immer mehr Regionen eine höhere Warnstufe zugeteilt bekommen. „Die aktuellen Prognosen des europäischen Wettermodells sagen sogar einen eher recht trockenen September vorher“, so Jung. Dabei ist der Regen dringen nötig. Verglichen mit dem Sommer 2021 haben wir bis jetzt gerade mal ein Drittel des Niederschlags erreicht.

Die Waldbrandgefahr steigt unterdessen weiter. Vorsicht ist gefragt, denn Gefahrenquellen wie Zigaretten sind ein extrem hohes Risiko. Offene Feuer sind sowieso zu unterlassen. Erst am Dienstag musste die Feuerwehr in einem Vorort von Potsdam anrücken. Ein Lagerfeuer wurde nicht richtig gelöscht und breitete sich aus.

„Wie es nächste Woche weitergeht, ist aktuell nicht klar. Das US-Wettermodell rechnet im Verlauf der nächsten Wetterwoche im Osten und Süden mit reichlich Regen. Doch dahinter machen wir erst mal ein Fragezeichen, denn die Sache ist weiterhin sehr unsicher“, so Wetterexperte Jung. Um das Regendefizit wenigstens etwas abzubauen, bräuchte es rund 300 bis 400 Liter Regen. In diesem Sommer sind deutschlandweit gerade mal 100 Liter Regen pro Quadratmeter heruntergekommen. Die Lage bleibt weiterhin angespannt. (vk)

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