Mitarbeiter des Handelskonzern Würth gehen zur ersten Betriebsversammlung.
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Um den Einsatz in der Corona-Krise zu würdigen, zahlt der Handelskonzern Würth den Mitarbeitern eine Prämie von 700 Euro - zudem werden die Tarife erhöht.

Sonderzahlung und Tariferhöhung

Würth zahlt 7.400 Mitarbeitern eine Corona-Prämie

Die Corona-Krise bedeutet für viele Arbeitnehmer eine höhere Belastung. Um die Mitarbeiter für ihre Leistungen zu belohnen, zahlt die Würth-Gruppe aus Baden-Württemberg 7.400 Angestellten eine Corona-Prämie.

Stuttgart/Künzelsau - Das Coronavirus in Baden-Württemberg* hatte und hat fatale Folgen für die Wirtschaft*. Nicht nur die Unternehmen hatten stellenweise mit massiven Problemen zu kämpfen, auch für die Angestellten bedeutete die ungewöhnliche Situation oftmals eine höhere Arbeitsbelastung. Mehrere Unternehmen in der Landeshauptstadt Stuttgart* zahlten ihren Mitarbeitern eine Corona-Prämie, um sie für die höhere Belastung zu entschädigen.

Die Daimler AG* zahlte den Mitarbeitern im Dezember eine Corona-Prämie von 1.000 Euro (BW24* berichtete), während der harte Sparkurs Tausende Stellen vernichtete. Im März erhielten 135.000 Daimler-Mitarbeiter erneut eine 500-Euro-Prämie*. Auch der Mischkonzern Bosch belohnte seine Angestellten für ihren Einsatz in der Corona-Krise. Bosch machte trotz Corona Gewinn und ließ 400.000 Mitarbeiter teilhaben*. Die Unternehmensgruppe Würth mit Hauptsitz im baden-württembergischen Künzelsau (Hohenlohekreis) dankt den Mitarbeitern nun ebenfalls mit einer Corona-Sonderzahlung und einer Tariferhöhung, heißt es in einer Pressemitteilung der Gruppe.

Würth: Unternehmen zahlt zum zweiten Mal Corona-Prämie an die Mitarbeiter

Die Corona-Krise hält Deutschland nun bereits seit weit über einem Jahr in Atem. Seitdem hat sich auch die Arbeitswelt deutlich verändert und viele Angestellten mussten sich immer wieder neu anpassen. Die Firma Würth, die vor allem im Großhandel mit Produkten der Befestigungs- und Montagetechnik aktiv ist, zahlte den Mitarbeitern bereits im November 2020 eine Corona-Prämie von 400 Euro netto aus. Nun beschlossen die Geschäftsleitung und der Betriebsrat eine erneute Sonderzahlung und zugleich eine Tariferhöhung für die bundesweit über 7.400 Mitarbeiter.

Zum Dank für ihre Leistungen in der Corona-Krise werden die Tarife der Würth-Mitarbeiter zum 1. Juli um 2,3 Prozent erhöht, heißt es in der Mitteilung. Das betrifft sowohl die Grundgehälter als auch die Ausbildungsvergütungen. Zudem erhalten alle Mitarbeiter inklusive der Auszubildenden und Werkstudenten eine erneute Corona-Sonderzahlung über 700 Euro. Damit gehe die Würth-Gruppe deutlich über „den Abschluss der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg hinaus, an dem sie sich seither orientiert hat.“

Kunden konnten sich auch in der Pandemie auf Würth verlassen - das will das Unternehmen belohnen

In der Corona-Krise mussten viele Arbeitnehmer vorübergehend in Kurzarbeit und hatten dadurch gezwungenermaßen mehr Zeit für eigene Projekte. Einige nutzten diese zum Beispiel, um am eigenen Haus Renovierungen durchzuführen. Die Würth-Gruppe stellt unter anderem Schrauben her, die deshalb besonders gefragt waren. „Unsere Kunden wussten zu jeder Zeit: Auf den Würth kann ich mich verlassen, auch in der Pandemie“, sagte Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Das will das Unternehmen mit der Corona-Prämie und der Tariferhöhung belohnen. „Ohne [den] unermüdlichen Einsatz der Beschäftigten wäre uns das niemals so gut gelungen. Dafür möchten wir uns bedanken und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“

Das Unternehmen Würth will gerade in der herausfordernden Corona-Zeit seiner Rolle als verantwortungsbewusster Arbeitgeber gerecht werden, heißt es in der Pressemitteilung. „Mit der dauerhaften tariflichen Erhöhung schaffen wir mehr Sicherheit und damit Verbindlichkeit für die Kolleginnen und Kollegen“, ergänzt Thomas Wagner, Betriebsratsvorsitzender der Adolf Würth GmbH & Co. KG. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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