Auf einem Lehrerpult in einem Schul-Klassenzimmer liegt eine Corona-Maske. Im Hintergrund sind Schüler zu sehen.
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Die StiKo-Entscheidung für Kinder-Impfungen ist gefallen (Symbolbild).

Impf-Empfehlung in Deutschland

Corona-Impfungen für Kinder: StiKo-Entscheidung gefallen - Empfehlung nur für vorerkrankte Kinder

Nachdem die Impfpriorisierung bei Erwachsenen seit dem 7. Juni aufgehoben ist, ist nun die Stiko-Empfehlung für Kinder gefallen. Sie betrifft allerdings nicht alle Kinder und Jugendlichen.

Berlin - Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts am Donnerstag hervorging.

Die Entscheidung der Stiko hatte sich bereits angedeutet, die Experten sprachen zuletzt mehrfach von Wissenslücken bezüglich
der Sicherheit des Impfstoffs in der Altersgruppe: Verwiesen wurde auf die geringe Zahl an geimpften Probanden und eine kurze
Nachbeobachtungszeit. Hinzu kommt: Wenn sich gesunde Kinder mit Sars-CoV-2* infizieren, haben sie laut Fachleuten ein sehr geringes Risiko, schwer zu erkranken. In anderen Worten: Der Nutzen der Impfung wiegt möglicherweise ihr Risiko nicht auf.

Corona in Deutschland: Stiko-Entscheidung für Kinder-Impfungen gefallen

Rund 80 Kinder und Jugendliche wurden in der Pandemie bislang auf Intensivstationen in Deutschland behandelt, davon hatten knapp zwei Drittel Vorerkrankungen. Für Erwachsene mit Covid-19* wurden bislang mehr als 112 000 abgeschlossene Intensiv-Behandlungen erfasst (pro Patient kann wegen Verlegungen mehr als eine Behandlung gezählt sein).

Was die Stiko nach Aufarbeitung wissenschaftlicher Daten empfiehlt, gilt in Deutschland als medizinischer Standard. Formal sei das Impfen auch ohne Stiko-Empfehlung möglich, es widerspreche aber „einer seit jeher etablierten Praxis“, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin kürzlich. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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