Claudia Schröder, Abteilungsleiterin Gesundheit im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, und Heiger Scholz, Leiter des Krisenstabes des Landes Niedersachsen und Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, geben eine Pressekonferenz zur Entwicklung der Coronakrise in Niedersachsen.
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In Niedersachsen informiert der Krisenstab unter Heiger Scholz und Claudia Schröder über die aktuelle Corona-Lage (Archivbild).

Pressekonferenz

Corona in Niedersachsen: Impfungen laufen weiter - Osterurlaub unwahrscheinlich

Der Krisenstab in Niedersachsen spricht über die aktuelle Corona-Lage. Neben möglichen Lockerungen werden auch Schulöffnungen und Impfungen thematisiert.

  • In Niedersachsen informiert der Krisenstab über die aktuellen Corona*-Entwicklungen.
  • Schulöffnungen seien bis zur anstehenden Bund-Länder-Konferenz vorerst kein Thema.
  • Aufgrund der Infektionslage und dem fehlenden Vertrauen in Schnelltests scheint ein Osterurlaub unwahrscheinlich.

Update vom Dienstag, 23.02.2021, 14.25 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Claudia Schröder, stellvertretende Krisenstab-Leiterin betont, dass man in Niedersachsen jeglichen verfügbaren Corona-Impfstoff verimpft. Darunter auch den Impfstoff von AstraZeneca, der zuletzt als „Vakzin zweiter Klasse“ abgestempelt wurde. Bisher wurde kein Impfstoff vernichtet, es gebe keine AstraZeneca-Dosen die „auf Halde“ liegen. 
  • Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen nicht nur mit den Impfstoffen von Moderna und Biontech, sondern auch mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft werden können. Impfzentren können ab sofort dementsprechend planen.
  • Durch den „Aufstieg“ von Lehrern und Beschäftigten in Schulen, Förderschulen und Kindertagesstätten in die zweite Prioritätsgruppe, wird nun geplant, diese Impfungen „schnell und zügig“ abzuwickeln. Man müsse dafür eng mit den Impfzentren zusammenarbeiten, darüber hinaus seien auch mobile Impf-Teams möglich, die in Schulen eingesetzt werden könnten.
  • Die Mutante B.1.1.7 aus den Vereinigten Königreich sei in Niedersachsen angekommen und breite sich aus. Man beobachte die Situation sehr genau, könne eine Ausbreitung der Varianten aber nicht aufhalten. Die südafrikanische Variante spiele bisher keine große Rolle.
  • Vorerst soll es keine Schulöffnungen in Niedersachsen geben, ehe auf der kommenden Bund-Länder-Konferenz am 3. März nichts anderes entschieden wird. Die Notbetreuung läuft jedoch weiter. Weiteres dazu soll erst nach der Bund-Länder-Sitzung bekannt gegeben werden.
  • Da noch kein Konzept für Selbst- und Schnelltests vorliegt, und diese bisher nicht zertifiziert, beziehungsweise ausreichend verlässlich sind, scheint ein Urlaub in den Osterferien unwahrscheinlich - selbst im eigenen Land.
  • Mithilfe mehrerer Arztpraxen möchte man ein sinnvolles Impf-Konzept entwickeln, welches andere Praxen daraufhin übernehmen können.

Corona in Niedersachsen: Der Live-Ticker zur Krisenstab-Pressekonferenz ist beendet

14 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

13.56 Uhr: Die Grünen befürchten, dass es zu Schnelltest-Engpässen kommen könnte, da man sich in Deutschland nach wie vor auf kein Konzept einigen konnte. Claudia Schröder zeigt sich allerdings zuversichtlich und glaubt, dass künftige Vorhaben „schnell abgewickelt“ werden sollten. Schüler sollen hauptsächlich durch Laientests auf Covid-19 getestet werden, da sich diese einfacher und schneller handhaben lassen. Vorerst ginge es aber darum, Beschäftigte und Lehrer in Schulen zu testen.

13.50 Uhr: Im Bereich Lüneburg, Osnabrück und Hannover gebe es bereits Arztpraxen, die sich bereit erklärten, Corona-Impfungen durchzuführen. Interesse besteht auch in den Landkreisen Leer und Wesermarsch. Anhand dieser wenigen Praxen soll ein Konzept erprobt werden, welches daraufhin von anderen Praxen übernommen werden soll.

Live PK: Corona in Niedersachsen - Neues zu Lockerungen und Osterurlaub

13.45 Uhr: Anke Pörksen sagt erneut, dass die derzeitige Lage in Niedersachsen einfach nicht dafür sorge, dass man „enthusiastisch“ die Schulen öffnen könne. Sie betont jedoch, dass Bildung nach wie vor Ländersache sei und man von diesem Kurs nicht abweiche. Zudem habe man die Hoffnung, dass man dank der Impfungen und häufigen Tests in „absehbarer Zeit“ die ersten Lockerungen veranlassen könne. Ungeimpfte Menschen sollen davon ebenfalls profitieren - müssten sich allerdings Tests unterziehen.

13.36 Uhr: Obwohl das angekündigte Schnelltest-Konzept von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verschoben wurde, bereitet sich das Land Niedersachsen weiter darauf vor. Wie den Bürgern ein solches Angebot allerdings bereitgestellt werden kann, muss noch weiter abgestimmt werden. Zumindest sei erfreulich, dass es bald zertifizierte Schnell- und Selbsttests geben soll.

13.33 Uhr: Schnelltest seien laut Pörksen nicht verlässlich genug, um einen Urlaub in den Osterferien zu garantieren - auch nicht auf den ostfriesischen Inseln.

Live PK zu Corona-Lage in Niedersachsen: Schulöffnungen weiter in der Schwebe

+++ 13.32 Uhr: Vorerst wird es keine Schulöffnungen in Niedersachsen geben, ehe auf der kommenden Bund-Länder-Konferenz am 3. März nichts anderes entschieden wird, so Landesregierungssprecherin Anke Pörksen. Die Notbetreuung läuft jedoch weiter. Weiteres dazu soll erst nach der Bund-Länder-Sitzung bekannt gegeben werden.

+++ 13.29 Uhr: Claudia Schröder kündigte zuvor an, dass heute Nachmittag (23.02.2021) etwas passiere. Damit bezog sich die stellvertretende Krisenstab-Leiterin, dass man sich heute Nachmittag noch einmal zusammen setzen würde, wie genau die Impfungen von Beschäftigten in Schulen und Kitas laufen sollen.

+++ 13.25 Uhr: Bei Lockerungen könne man nicht nur auf einzelne Zahlen wie den R-Wert oder den Inzidenzwert schauen. Man müsse „ein Gesamtbild modellieren“.

+++ 13.21 Uhr: Mutationen aus Südafrika spielen in Niedersachsen bisher noch keine große Rolle. Die Mutante B.1.1.7 aus den Vereinigten Königreich seien jedoch angekommen und breiten sich aus. Man beobachte die Situation sehr genau, könne eine Ausbreitung der Varianten aber nicht aufhalten, so Schröder.

Live: Corona in Niedersachsen - Mobile Impf-Teams in Schulen?

+++ 13.18 Uhr: Welchen Starttermin peilt man für die Impfungen von Lehrern und Beschäftigten in Schulen und Kindertagesstätten an? Dies sei von den Lieferungen der Impfstoffe abhängig, außerdem müsse man in engem Austausch mit den Impfzentren arbeiten. Es sei jedoch geplant, alles so schnell wie möglich abzuwickeln. Es wäre zudem möglich, mobile Impf-Teams in Schulen zu schicken.

+++ 13.15 Uhr: Bisher wurde kein Impfstoff vernichtet, auch nicht von AstraZeneca. 72.000 Impfdosen wurden davon bereits ausgeliefert, es gebe keine AstraZeneca-Dosen die „auf Halde“ liegen. Zudem sei das Land Niedersachsen bereits dabei, Arztpraxen für Impfungen vorzubereiten.

+++ 13.13 Uhr: Bezüglich Corona-Impfungen von Lehrern, betont Schröder, dass diese nun ebenfalls Teil der zweiten Prioritätsgruppe sind. Die Beschäftigten sollen „schnell und zügig“ geimpft werden.

Live PK: Corona in Niedersachsen - „Keine dramatischen Entwicklungen“

+++ 13.10 Uhr: Generell käme der Impfprozess in Niedersachsen laut Claudia Schröder immer mehr ins Laufen. Die erste Prioritätsgruppe soll weiterhin mit Biontech und Moderna geimpft werden, unter 65-Jährige hingegen mit AstraZeneca. Allerdings sollen alle Beschäftigten im Gesundheitswesen nun ebenfalls mit AstraZeneca geimpft werden können. Impfzentren können nun ab sofort dementsprechend planen.

+++ 13.05 Uhr: Schröder möchte deutlich machen, dass man sämtliche Impfstoffe verimpfe, die man habe. Darunter auch den Impfstoff AstraZeneca.

+++ 13.04 Uhr: Bei den Corona-Infektionszahlen gebe es in Niedersachsen weder in die eine noch in die andere Richtung „dramatische Entwicklungen“, so die stellvertretende Krisenstab-Leiterin Claudia Schröder. Die 7-Tagesinzidenz lautet 66,5 und ist damit niedriger als noch vor einer Woche.

+++ 13 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

Live: Corona in Niedersachsen - Krisenstab informiert über Pandemie-Lage

Erstmeldung vom Dienstag, 23.02.2021, 12.33 Uhr: Göttingen - Wie entwickelt sich die Pandemie in Niedersachsen? Eine Antwort auf diese Frage soll am heutigen Montag (23.02.2021) eine Pressekonferenz des Krisenstabs geben. Um 13 Uhr teilt Krisenstab-Leiter Heiger Scholz in einer Pressekonferenz die neusten Informationen zur Corona-Krise. Er wird dabei durch seine Stellvertreterin Claudia Schröder unterstützt. Wir sind live dabei.

Die Fallzahlen in Niedersachsen zeigten sich in den letzten Tagen durchwachsen - nachdem es zuvor wochenlang einen Abwärtstrend gegeben hatte. Grund für die negative Entwicklung könnten die verschiedenen Ausbrüche in Betrieben der Region sein: Die Eisfabrik Froneri war zuerst betroffen, danach wurde ein Ausbruch des Coronavirus in einem Fleischereibetrieb gemeldet. Alle Informationen zu Corona in Niedersachsen* finden Sie täglich in unserem News-Ticker.

Krisenstab in Niedersachsen berichtet heute live über Anteil der Corona-Mutanten

Inwieweit die Ausbrüche und die generellen Neuinfektionen in Niedersachsen mit Corona-Mutanten in Verbindung stehen, könnte ebenfalls Thema sein. Dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) zufolge, trete die Mutante B.1.1.7 in Niedersachsen mittlerweile flächendeckend auf. Das erklärte das NLGA gegenüber dem NDR. Diese Mutante des Coronavirus wurde zuerst in Großbritannien festgestellt.

Bei dem Corona-Ausbruch in der Eisfabrik Froneri in Osnabrück gebe es ebenfalls viele Infektionen mit der Mutante B.1.1.7. Über 1000 Menschen mussten nach dem Bekanntwerden der Infektionen in Quarantäne.

Video: Das ist die Corona-Lage in Niedersachsen am Montag (22.02.2021)

Wie geht es mit den Corona-Impfungen in Niedersachsen weiter? Krisenstab informiert heute live

Die Impf-Strategie in Niedersachsen sorgt immer wieder für Diskussionen: Probleme bei der Terminvergabe für die Impfungen, ein Wechsel der Impfreihenfolge in Niedersachsen oder Verzögerungen der Corona-Impfstoff-Lieferungen* in der Region.

In Niedersachsen hatte darüber hinaus ein Impf-Fall für Aufsehen gesorgt: Ein Mann war auf dem Heimweg von seiner Corona-Impfung in Göttingen* kollabiert. Grund war eine unbekannte Vorerkrankung. (Jennifer Greve und Nail Akkoyun) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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