Sachsen, Meißen: „Achtung Covid-19“ steht auf einem Sarg mit einem Verstorbenen, der an oder mit dem Coronavirus gestorben ist, welcher im Krematorium in der Kühlung steht geschrieben.
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Corona in Deutschland: Wegen fehlender Lagerflächen müssen die Särge von Corona-Toten in Wuppertal in Zelten aufbewahrt werden (Symbolfoto).

Völlig überlastet

Coronavirus in Deutschland: Särge stapeln sich vor Krematorium in NRW

Es ist erschreckend: Ein Krematorium in Wuppertal (NRW) ist völlig überlastet. Platz für die Särge von Corona-Todesopfern fehlt. Die Stadt greift jetzt zu drastischen Mitteln.

  • Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) hat aufgrund der Corona*-Todesopfer ein gravierendes Problem.
  • Der Platz für das Aufbewahren von Särgen fehlt. In einer Stellungnahme gibt die Stadt nun eine Zwischenlösung bekannt.
  • Infos und Entwicklungen zu Corona in Deutschland finden Sie unserem News-Ticker.

Wuppertal - Das Bergische Krematorium in Wuppertal (NRW) ist am Limit. Die Fläche zum Aufbewahren von Särgen bis zur Verbrennung ist belegt. Neu ankommende Särge von Verstorbenen stapeln sich jetzt in einem Zelt vor dem Gebäude.

Corona: Särge stapeln sich vor Krematorium in NRW

„Um zusätzliche Flächen zu schaffen, hat die Stadt das Technische Hilfswerk gebeten, auf dem Gelände des Krematoriums ein Zelt aufzustellen, um dort die Särge abstellen zu können“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Wuppertal. Bedingt durch die Feiertage und die hohe Zahl der Toten in den Städten der Umgebung sei das private Krematorium auf diese Zwischenlösung angewiesen.

Seit dem Heiligen Abend sind nach offiziellen Angaben zwölf Menschen in Wuppertal an Corona verstorben. Seit Beginn der Corona-Pandemie starben bisher 218 Menschen, so die Stadt.

Corona-Tote in Deutschland - Dramatische Lage auch in anderen Städten

Wegen der dramatisch hohen Todeszahlen in Zittau (Sachsen) müssen Leichen außerhalb des Krematoriums zwischengelagert werden. Die Stadt hat sich aufgrund der angespannten Situation entschlossen die Toten „im Bereich des Hochwasserstützpunkts“ zu lagern und „bei Freigabe zur Einäscherung“ ins Krematorium zu fahren. In einer Stellungnahme der Stadt erklärt der Oberbürgermeister: „Die Kolleginnen in unserem Standesamt haben inzwischen Sonderschichten übernommen, um die anfallenden Sterbefälle ordnungsgemäß zu beurkunden. Wir sind organisatorisch an unseren Leistungsgrenzen angekommen und bitten alle Betroffenen um Verständnis.“

Auch Nürnberg (Bayern) hat seit Wochen hohe Corona-Zahlen, zahlreiche Menschen sterben. Der Bestattungsdienst ist mittlerweile so ausgelastet, dass er nicht alle Aufträge annehmen kann, berichtet Merkur.de*.(ml) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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