Laut der internationalen Nielsen-Studie sind Hamsterkäufe die Reaktion der Verbraucher auf die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.
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Laut der internationalen Nielsen-Studie sind Hamsterkäufe die Reaktion der Verbraucher auf die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

Mehl und Nudeln sind beliebt

Hamsterkäufe während des Coronavirus: Wie die Maßnahmen uns beim Einkaufen beeinflussen

Die Nielsen-Studie hat herausgefunden, dass Hamsterkäufe eine Reaktion auf die Maßnahmen gegen das Coronavirus sind. Und das wurde am meisten gekauft.

  • Das Coronavirus hat besonders in der Hygiene- und Lebensmittelbranche Hamsterkäufe verursacht.
  • Eine Studie zu Verbrauchern hat den Verlauf der Pandemie in sechs Phasen eingeteilt.
  • Brotmischungen, Mehl und Nudeln sind immer noch auf Platz eins der meist eingekauften Lebensmittel.

Dortmund - Das Coronavirus* bestimmt derzeit einen Großteil der Wirtschaft. Und auch Hamsterkäufe tragen ihren Beitrag dazu bei. Die internationale Nielsen-Studie hat das Konsumverhalten während des Coronavirus untersucht und einige Parallelen entdeckt, berichtet Ruhr24.de*.

Hamsterkäufe: Studie zeigt sechs Phasen des Konsumverhaltens während des Coronavirus

Die Nielsen Holdings ist ein Datenanalyse-Unternehmen, welches Daten zu Verbrauchern und Märkten untersucht. In der internationalen Studie konnte das Unternehmen sechs Phasen des Konsum- und Verbraucherverhaltens identifizieren.

Bei der Studie zeigte sich ein ähnliches Bild weltweit. Das Verhalten ähnelt sich in vielen Ländern international. Außerdem scheint es laut der Nielsen-Studie einen Zusammenhang zwischen den Medienberichten sowie Maßnahmen zu Eindämmung des Coronavirus (Live-Ticker NRW)* und dem Konsum- und Verbraucherverhalten zu geben.

Coronavirus: Das kaufen Verbraucher in den einzelnen Phasen besonders

Besonders Hygiene-, Gesundheits- und Pflege-Produkte, sowie haltbare Lebensmittel sind betroffen. Dabei lässt sich das Verhalten der Verbraucher noch genauer beschreiben.

Laut der Studie wurden sechs Phasen auffällig:  

Das Coronavirus hat bei vielen Menschen regelrechte Hamsterkäufe ausgelöst.

1. Phase: Verbraucher kaufen "proaktiv und gesundheitsbezogen" ein. Bedeutet, dass das "Interesse an Produkten, die die allgemeine Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden unterstützen" zunehmen. Im Rahmen des Coronavirus reagieren Verbraucher wie in der ersten Phase, wenn nur wenige und lokale Fälle von Covid-19 bekannt sind. Meist sind die infizierten Personen kürzlich aus dem Ausland eingereist.

Nielsen-Studie zum Coronavirus: Hamsterkäufe sind Reaktion auf Maßnahmen der Regierung

2. Phase: Während es erste lokale Übertragungen und Todesfälle des Coronavirus gibt, greifen Menschen mehr zu Atemmasken und Desinfektionsmitteln. Verbraucher kaufen immer mehr Produkte, die zur Eindämmung des Virus beitragen.

3. Phase: In dieser Phase wird es langsam ernster, denn die Hamsterkäufe werden immer mehr. Sobald es immer mehr Fälle der Krankheit, in diesem Fall Covid-19, gibt, kaufen die Menschen vor allem mehr Lebensmittel. Besonders haltbare Lebensmittel für den Notfall sind von den Hamsterkäufen betroffen.

Steigende Zahl der Infizierten: Coronavirus lässt Online-Handel ansteigen

4. Phase: Die Zahl der Infizierten steigt und Notfallmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden eingeleitet. Das hat zur Folge, dass es immer weniger Einkäufe in örtlichen Läden gibt. Dagegen steigt aber der Online-Handel von Lebensmitteln an. Zudem sind immer häufiger besonders nachgefragte Artikelausverkauft. In Deutschland beispielsweise das Toilettenpapier*.

In Phase vier bildet Deutschland eine Ausnahme zu anderen Fällen. Hier wurden im Vergleich weniger Lebensmittel online eingekauft und die Supermärkte werden ähnlich viel genutzt wie zuvor. Jedoch werden andere Waren online vermehrt eingekauft.

Coronavirus-Studie: Wie sieht es nach der Pandemie aus?

5. Phase: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben sich verstärkt. Einzelne Regionen oder Länder werden unter Quarantäne gestellt. Kurioserweise gehen die Einkäufe immer mehr zurück. Trotzdem steht der Online-Handel unter Druck und hat viel zu tun. Die Bevölkerung macht sich Sorgen um eventuelle Preiserhöhungen und geringe Verfügbarkeiten von Waren.

6. Phase: Diese Phase zeigt den Rückgang zur Normalität an. Ausgangsbeschränkungen werden bis auf stark betroffene Gebiete aufgehoben und Schulen und Kindergärten dürfen wieder öffnen. Nach und nach können die Bürger in den Alltag zurückkehren. Doch weiterhin sind Hygieneprodukte nachgefragt und auch der Online-Handel bleibt auf einem Hoch.

Video: Hamsterkäufe in Deutschland: Das ist noch beliebter als Klopapier

Coronavirus verursacht Hamsterkäufe: Brotmischungen, Mehl und Nudeln sind immer noch sehr beliebt

In den einzelnen Phasen wurden verschiedene Teile der Wirtschaft von der Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst. In einer Mitteilung zu der Studie auf der Webseite schreibt das Unternehmen: "Von der Nachfragespitze haben bis dato sowohl Marken als auch Eigenmarken profitiert. Konsumenten mussten angesichts der breiten Regallücken teilweise auf Produkte ausweichen, die sie unter normalen Umständen nicht kaufen."

Laut der Nielsen-Studie wurden verschiedene Waren sogar schon Ende Januar verstärkt gekauft und angefragt. Das galt besonders für Desinfektionsmittel. Deren Verkauf ist seit der Pandemie fünfmal so hoch. Insgesamt zählen Brotmischungen, Mehl und Nudeln immer noch zu den beliebtesten Produkten derzeit. casi

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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