Der Freizeitpark „Wunderland“ in Kalkar, NRW bei Nacht (Archivbild)
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Weihnachtsmarkt trotz Coronavirus: Das „Wunderland“ in Kalkar, NRW hat sich eine kreative Lösung überlegt. (Archivbild)

Einmal Weihnachten zum Mitnehmen, bitte!

Trotz Corona: Weihnachtsmarkt soll mit spektakulärem Konzept öffnen

Coronavirus und Stille Nächte in Deutschland? Ein Freizeitpark in NRW lässt sich davon nicht die Weihnachts-Laune verderben und startet ein kreatives Konzept.

Kalkar - Das Jahr 2020 ist ein schwieriges Jahr. Auch für alle Glühwein-Euphoriker und Wurstbuden-Freunde scheint das Coronavirus* eher schlechte Nachrichten im Gepäck zu haben. Zwar ist der Glühwein to go in einigen Innenstädten schon zum Trend geworden, auf klassische Weihnachtsmärkte, wie wir sie kennen, wird Deutschland in Coronavirus-Zeiten aber verzichten müssen. Zu hoch ist das Risiko weiter ansteigender Fallzahlen. Große Märkte, wie der Christkindlesmarkt in Nürnberg sind bereits abgesagt. Es besteht zwar kein festes generelles Verbot, bei einem hohen Inzidenzwert wird aber unumgänglich abgesagt. Mehr lässt sich erst nach dem „Lockdown light“ der Bundesregierung im November sagen.

Doch während es aus allen Bundesländern Weihnachtsmarkt-Absagen regnet, hat sich ein Freizeitpark in Nordhein-Westfalen eine kreative Corona-Alternative einfallen lassen. Die Not macht eben erfinderisch, und so wird es in Kalkar, an der niederländischen Grenze, diesen Winter vermutlich einen „Drive-In-Weihnachtsmarkt“ geben. Am Mittwoch kündigte eine Sprecherin laut dpa eine rund 2,5 Kilometer lange Strecke über das Gelände und durch drei Hallen des Parks an. Hier sollen Besucher - immer in ihren Autos sitzend - durch ein Welt aus Kunstschnee, Musik und Buden fahren, Eintopf oder Glühwein genießen und eine Krippe mit Zirkus-Kamelen bewundern können.

Der „Drive-In-Weihnachtsmarkt“ in Kalkar: Festlich leuchtet der Reaktor

Die Stadt werde die Genehmigung der Veranstaltung „sehr wohlwollend prüfen“, sagte Stadtsprecher Harald Münzner. Einige Details seien aber noch zu klären. Nach der bisherigen Planung soll am 10. Dezember der ungewöhnliche Weihnachtsmarkt eröffnet werden und bis Ende Dezember gegen ein Eintrittsgeld von Mittwoch bis Sonntag durchfahrbar sein. Unter dem Motto „The Show Must Go On“ soll Weihnachts-Stimmung aufkommen, trotz Coronavirus*. Buden und Dekoration werden bereits aufgebaut.

Dass eine Kreative Nutzungslösung ausgerechnet aus Kalkar kommt, überrascht nicht, wenn man sich den Vergnügungspark etwas genauer ansieht. Denn in der Mitte von „Kernie’s Familienpark“ steht ein großer, umfunktionierter Reaktor. Das Freizeitzentrum ist nämlich auf dem Gelände des niemals in Betrieb genommenen „schnellen Brüters“ erbaut, einem Kernkraftwerk. Neben Achterbahnen und Karussells, stehen hier inzwischen aber Hotels und Tagungsräume. Und eben bald ein „Drive-In-Weihnachtsmarkt“. Wie es mit privaten Weihnachtsfeiern aussehen wird*, das entscheidet sich allerdings erst Ende November. (vs) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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