Urlaub trotz Coronavirus-Pandemie

Corona-Reisewarnung: Bundesregierung rät von Nordsee-Hotspot ab - ansonsten droht Quarantäne

Urlaub trotz Corona: Deutschland hat die Reisewarnung für die Türkei in Teilen aufgehoben - und warnt dafür vor Reisen in eine Stadt an der Nordsee. Alle Infos im News-Ticker.

  • Sommerurlaub in der Corona-Pandemie*: Viele Bürger fahren trotzdem nach Italien und Kroatien.
  • Reisewarnung: Bundesregierung warnt vor Reisen ins belgische Antwerpen (siehe Update vom 5. August, 22 Uhr).
  • Statt Ballermann auf Mallorca: Deutsche Party-Touristen strömen nach Amsterdam (siehe Update vom 4. August, 16.45 Uhr).
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem bieten wir Ihnen die aktuellen Fallzahlen.

Update vom 5. August, 22 Uhr: Nächste Reisewarnung der Bundesregierung in der Coronavirus-Pandemie*: Und zwar für die belgische Provinz Antwerpen. Wegen des jüngsten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen werde „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen“ gewarnt, teilte das Auswärtige Amt am Mittwochabend mit.

Vor allem in Antwerpen selbst würde die Zahl der Covid-19-Erkrankungen und Corona-Todesfälle seit Ende Juli erneut ansteigen, hieß es in der Begründung weiter.

Dort überschreitet die Zahl der Neuinfektionen derzeit 50 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärte diese Gebiete daher zu Risikogebieten. Das bedeutet, dass Einreisende aus Antwerpen in Quarantäne gehen müssen - es sei denn, sie können einen negativen Covid-19-Test vorweisen.

Antwerpen mündet über die Schelde in die bei Touristen beliebte Nordsee. Zudem ist der Hafen der Stadt einer der größten der Welt, außerdem liegt die Großstadt mit mehr als 500.000 Einwohnern auf der Hauptverkehrsachse zwischen dem niederländischen Amsterdam und dem französischen Paris, weswegen viele Reisende hier durchkommen.

Urlaub trotz Corona: Lockerungen für Reisen in die Türkei

Update vom 5. August, 21.45 Uhr: Die Corona-Krise setzt Ryanair schwer zu, jetzt droht der Fluggesellschaft wegen angeblicher Missachtung von Covid-19-Schutzmaßnahmen eine drakonische Strafe durch Italien. Viele Flüge aus Deutschland sind gefährdet.

Update vom 4. August, 21:38 Uhr: Lockerungen in puncto Türkei-Urlaub. Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für die vier türkischen Küstenprovinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla mit sofortiger Wirkung auf. Das teilte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer am Dienstag in Berlin mit. Grundlage ist demnach eine Vereinbarung mit der türkischen Regierung über sicheren Reiseverkehr in der Corona-Pandemie, die allerdings auch Auflagen enthält, darunter Pflicht-Tests für Reisende vor der Rückkehr.

Die Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Sevim Dagdelen (Linke), kritisierte diese Entscheidung scharf. Dieser Schritt komme „einer Verbeugung vor Erdogan gleich“, sagte Dagdelen der Welt. „Offenbar müssen hier nur oft genug türkische Minister auf den Tisch hauen und schon springt die Bundesregierung“, fügte sie hinzu.

Sevim Dagdelen ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Türkei-Öffnung für deutsche Touristen kann die Politikerin nicht nachvollziehen.

Dagdelen wandte sich allerdings auch unabhängig von der Corona-Pandemie gegen Türkei-Reisen. „Es hätte schon lange vor Corona eine Reisewarnung für die Türkei geben müssen, allein schon wegen der willkürlichen Inhaftierung Andersdenkender und Geiselnahme von Deutschen“, sagte sie mit Blick auf die Verfolgung von Kritikern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die türkische Regierung hatte wochenlang auf die Aufhebung der Reisewarnung gedrungen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu war Anfang Juli eigens nach Berlin gereist, um dafür zu werben - zunächst vergeblich. Er warf der Europäischen Union vor, Reisebeschränkungen für die Türkei aus „politischen Motiven“ aufrechtzuerhalten. „In Sachen Gesundheit sind Deutschland und die
Türkei zwei der besten Länder auf der Welt“, sagte er. Nun geht Deutschland in Sachen Türkei seinen eigenen Weg - unabhängig
von der EU.

Urlaub trotz Corona: Deutsche Party-Touristen strömen in europäische Metropole - deren Maßnahmen scheitern

Update vom 4. August, 16.45 Uhr: Deutsche Party-Touristen haben in der Corona-Pandemie offenbar ein neues Ziel ausgemacht: Amsterdam in den Niederlanden.

Wie die Morgenpost berichtet, strömen deutsche Party- und Feier-Urlauber ins berüchtigte Rotlichtviertel der holländischen Metropole und sorgen für mächtig Ärger bei den Anwohnern. Und wie das Nachrichtenportal ntv.de schreibt, hat Amsterdam nun Touristen dazu aufgerufen, freiwillig auf Besuche am Wochenende zu verzichten. Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle sei allgegenwärtig.

Mehr noch: Dem Bericht zufolge sind die Straßen in der Innenstadt so voll, dass Touristen und Einheimische gleichermaßen die geltenden Abstandsregeln von 1,5 Metern zwangsläufig nicht mehr einhalten könnten. In der Stadt gilt seit Kurzem eine strenge Maskenpflicht. Im Rotlichtviertel darf zudem kein Alkohol ausgeschenkt werden - ausgenommen in Kneipen.

Neben deutschen Touristen würden vor allem Feierwütige aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden selbst nach Amsterdam reisen, heißt es weiter.

Oft farbenfroh: Party in Amsterdam (Symbolbild).

Urlaub trotz Corona-Pandemie: Maskenpflicht jetzt auch in Nizza in Südfrankreich

Update vom 4. August, 16.20 Uhr: Die Corona-Pandemie breitet sich in Kroatien immer stärker aus. Lokale Covid-19-Ausbrüche gibt es in Istrien und Dalmatien - beliebte Urlaubsziele der Deutschen.

Update vom 3. August, 15.58 Uhr: Mit Nizza hat jetzt einer der beliebtesten französischen Urlaubsorte eine Maskenpflicht auch in der Öffentlichkeit eingeführt.

Bis spätestens Mittwoch müssen alle Menschen im Stadtgebiet zwischen 10 und 1 Uhr einen Mund-Nase-Schutz tragen, das teilte Bürgermeister Christian Estrosi am Montag mit. Die neue Reglung werde so lange Bestand haben, bis eine Herdenimmunität von 50 Prozent erreicht oder ein Impfstoff verfügbar sei, so der Rathauschef. Wer gegen die Auflage verstoße, müsse derzeit 35 Euro Strafe zahlen. Der Betrag soll aber auf 135 Euro angehoben werden.

Polizisten sollen dann ab Mittwoch das Einhalten der Maskenpflicht überprüfen. Zusätzlich gibt es an den beliebten Touristenhotspots, wie der Promenade des Anglais am Strand, Lautsprecher, die auf Maßnahmen hinweisen. Dutzende weitere sollen aber noch folgen, so der Estrosi. Auch Premierminister Jean Castrex rief die Bevölkerung auf, umsichtig zu sein, um einen neuen Lockdown zu verhindern. „Das Virus ist nicht im Urlaub.“

Flughafen-Corona-Test: Hohe Positiv-Quote bei Rückkehrern aus Risikogebieten

Update vom 3. August, 15.20 Uhr: Es ist nicht nur, aber gerade in der Corona-Krise eine beliebte Reise-Destination deutscher Urlauber: die Ostsee.

Der Gründer der Kette „Lila Bäcker“ ist nun hier bei Usedom bei einem Absturz mit einem Kampfflugzeug ums Leben gekommen.

Update vom 3. August, 13.30 Uhr: Bei den Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten an den Flughäfen in NRW werden knapp 2.,5 Prozent der Urlauber positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet, wie bild.de berichtet. Karl-Josef Laumann (CDU), der Gesundheitsminister von NRW, sprach von einer „relativ hohen" Trefferquote. Etwa 40 bis 50 Prozent der Reisenden machten von dem Angebot gebrauch und ließen sich kostenlos auf das Coronavirus testen.

„Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, der muss ja wenigstens, finde ich, so viel Solidarität gegenüber den Menschen hier haben, dass er ausschließt, wenn er wiederkommt, dass er andere Menschen ansteckt", so Laumann. Der CDU-Politiker appelliert darüber hinaus auch an das Verantwortungsbewusstsein der Urlauber, die mit dem Auto in Risikogebiete reisen. Auch diese sollten sich auf jeden Fall bei der Rückkehr testen lassen oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Update vom 3. August, 11 Uhr: Aus dem City Skyliner auf die Stadt schauen, in den Rotondes flanieren, im Musée Dräi Eechelen in die Geschichte eintauchen - Luxemburg ist jetzt vielleicht nicht das Tourismusziel Nummer eins, hat dennoch für Reisende einiges zu bieten.

Sommerurlaub trotz Coronavirus-Pandemie: Balkan als Corona-Hotspot

Doch Vorsicht: Das kleine Großherzogtum mit seinen knapp über 620.000 Einwohnern ist mitten in Zentraleuropa ein echter Corona-Hotspot - direkt an der Grenze zu Deutschland. So gehört das Nachbarland, das an Rheinland-Pfalz grenzt, zu elf Ländern, für die die Bundesregierung eine amtliche Reisewarnung ausgegeben hat.

Hautpstadt des gleichnamigen Landes: Luxemburg, vorne das mittelalterliche Viertel Grund.

Noch am Donnerstag (30. Juli) lag der 7-Tage-Inzidenz demnach bei 108,2. Zur Einordnung: Liegt der Wert in der Coronavirus-Pandemie über 50, wird es kritisch und in Deutschland wären die Behörden angehalten, Lockdown-Maßnahmen und neue Covid-19-Beschränkungen anzugehen. An den Grenzen zum Großherzogtum gibt es keine Kontrollen und keine Einreisebeschränkungen.

Nur in einem einzigen Land lag demnach der Inzidenz zum selben Zeitpunkt höher: In Montenegro lag der Wert bei 130,5. Ohnehin gilt aktuell für sechs Länder auf dem Balkan eine Reisewarnung: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien und den Kosovo.

Auch im bei deutschen Urlaubern beliebten Kroatien waren die Corona-Zahlen zuletzt sprunghaft gestiegen, eine Reisewarnung gilt für dieses Adria-Land aber - Stand 3. August, 11 Uhr - nicht.

Sommerurlaub trotz Corona-Pandemie: Markus Söder will Covid-19-Risikogebiete neu bewerten

Update vom 2. August, 17.45 Uhr: Vorschlag von Markus Söder: Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen durch Urlauber sollte die Bundesregierung nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten sogenannte Risikogebiete immer wieder neu bewerten.

„Die Flexibilität im Agieren, was ist ein Risikogebiet, sollte man auch täglich überprüfen“, sagte der CSU-Chef im ARD-Sommerinterview in Berlin. Reiserückkehrer aus Corona-Hotspots, also Gebieten mit einem besonders hohen Ansteckungsrisiko wegen hoher Fallzahlen, müssen sich in Deutschland verpflichtend auf das heimtückische Coronavirus testen lassen.

Update vom 2. August, 11.23 Uhr: Weil eine Freigabe durch den Flaggenstaat Italien fehlt, muss die Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises ihren Neustart nach der Corona-Pause verschieben: Mehrere für Anfang August geplante Mini-Kreuzfahrten ab Hamburg müssen abgesagt werden. Für den Neustart waren 750 Besatzungsmitglieder aus Asien eingeflogen worden - unter ihnen mussten elf wegen nachgewiesener Coronavirus-Infektionen isoliert werden. Momentan geht das Unternehmen davon aus, dass Kreuzfahrten ab 16. August wie geplant starten können. Wie die Zeit berichtete, registrieren viele deutsche Reedereien ihre Schiffe nicht in Deutschland, sondern unter der Flagge anderer Staaten - vor allem, um Steuern zu sparen.

Die WHO schätzt nach einem Treffen des Notfallkomitees, dass die Pandemie noch „sehr lange“ dauern kann.

Corona-Neuinfektionen in Kroatien steigen an - Urlaubsküste Split-Dalmatien betroffen

Update vom 1. August, 20.58 Uhr: Nachdem die Zahlen der täglichen Corona-Neuinfektionen in Kroatien im Mai und Juni stark zurückgegangen waren, zeichnen sich im Juli und Anfang August wieder höhere Fallzahlen ab. Am 1. August verzeichnet Kroatien 86 neue Fälle, wie das Land auf seiner offiziellen Corona-Website bekannt gibt.

Urlaub trotz Corona in Kroatien? Tägliche Neuinfektionen nehmen zu

Somit ist die Zahl der absoluten Corona-Fälle in Kroatien auf 5.224 gestiegen. Indem 4.341 Infizierte als genesen gelten und 145 starben, ergibt sich, dass 738 Menschen aktiv infiziert sind. Besonders betroffen sind drei Regionen: Vukovar-Srijem im Osten des Landes mit 160 aktiven Fällen, die Hauptstadt Zagreb mit 148 aktuell Infizierten und Split-Dalmatien an der südlichen Küste mit 120 Fällen.

Beliebt bei Kroatien-Urlaubern: die Insel Korcula.

Anders als viele andere Länder ist Kroatien noch nicht offiziell als Corona-Risikogebiet ausgezeichnet. Dennoch informiert das Auswärtige Amt auf seiner Website über den Anstieg der Neuinfektionszahlen: „Das COVID-19-Infektionsaufkommen war in Kroatien über mehrere Wochen niedrig, nimmt zuletzt allerdings stark zu und hat Werte erreicht, die im Durchschnitt über denen des Frühjahrs liegen.“

Coronavirus: Einreise nach Kroatien weiterhin ohne Einschränkungen erlaubt

Weiter erklärt das Amt, dass für Einreisende aus den EU-Mitgliedstaaten derzeit keine 14-tägige häusliche Quarantäne gilt. Touristen müssen an der Grenze lediglich ihre Kontaktdaten und die Dauer ihres Aufenthalts angeben. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt das kroatische Innenministerium sich online zu registrieren.

Update vom 1. August 2020, 11.45 Uhr: Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren, können sich ab dem heutigen Samstag kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die Tests sind für alle Reiserückkehrer auch ohne Krankheitsanzeichen innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland möglich - zum Beispiel an Teststellen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen.

Bezahlt werden die Corona-Tests zunächst von den gesetzlichen Krankenversicherungen. Der Bund will die Kosten dann mit einem schon beschlossenen höheren Zuschuss an die Kassen übernehmen. Übrigens: Auch ein Wiederholungstest pro Person ist gratis. Das Testergebnis soll in der Regel nach etwa 24 bis 48 Stunden vorliegen. In Deutschland gab es derweil fast 1000 Neuinfektionen an nur einem Tag.

Coronavirus/Urlaub: Kostenlose Tests für Reiserückkehrer

Update vom 31. Juli 2020, 18.20 Uhr: Wer sich nicht für den Urlaub im eigenen Land entscheidet, läuft bei der sich aktuell ständig wandelnden Situation Gefahr, bei der Rückkehr im Quarantäne zu müssen. Ab Samstag gilt jedoch: Alle Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren, können sich kostenlos testen lassen. Wie das Gesundheitsministerium bekannt gab, sollen die Kosten dafür zunächst von den Krankenkassen getragen werden, später aber durch einen Zuschuss vom Bund ausgeglichen werden.

Innerhalb von 24 bis 48 Stunden soll das Testergebnis vorliegen - auch für einen Wiederholungstest pro Rückkehrer werden die Kosten übernommen. Teststationen soll es an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Reiseknotenpunkten, in Gesundheitsämtern oder Praxen geben - sie können über die 116 117 erfragt werden. Erst am Freitag wurde eine Reisewarnung für drei spanische Regionen ausgesprochen.

Urlaub in Corona-Zeiten: Tourismusforscher erwartet Zunahme von „Overtourism“

Erstmeldung vom 31. Juli 2020, 16.45 Uhr: München - Die Corona-Pandemie wird von vielen Menschen dazu genutzt, Urlaub im eigenen Land zu machen. In Deutschland sind die Strände an der Nord- und Ostsee teilweise überfüllt. Auch die Alpen und weitere Orte in Oberbayern sind beliebte Ausflugsziele. Dort gibt es bereits Proteste gegen den Ansturm der Touristen. Eine Herausforderung, die es laut Tourismusforscher Harald Pechlaner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt künftig zu bewältigen gilt. Denn er sagt: „Overtourism ist durch Corona nicht vorbei - im Gegenteil.“

Urlaub trotz Corona: Experte erwartet zunehmende Konflikte zwischen Einheimischen und Urlaubern

Als Overtourism werden Konflikte zwischen Einheimischen und Urlaubern an stark besuchten Reisezielen bezeichnet. In einem Interview mit der SZ äußerte sich der Professor für Tourismus zu den aktuellen Entwicklungen. In der Zeit, in der es durch Corona praktisch keinen Tourismus gab, haben die Leute, die von den Besuchern leben, diesen zwar herbeigesehnt, die Leute, die nicht unmittelbar damit zu tun haben jedoch nicht. „Viele in der Bevölkerung wollen nicht zu den Vor-Corona-Zeiten zurück“, sagt Pechlaner.

Die Aufgabe sei daher, einen funktionierenden Lebensraum zur Voraussetzung von touristischer Entwicklung machen. „Zuerst muss der Ort für die Menschen passen, die dort wohnen, arbeiten, einkaufen, ihre Freizeit verbringen. Wenn deren Lebensqualität stimmt, dann ist das die Grundlage für die Erlebnisqualität der Gäste und nicht umgekehrt“, bekräftigt der Tourismusexperte.

Urlaub trotz Corona: Pechlaner erwartet Trend zu bewussterem Reisen

Einige Urlauber, wie zuletzt bei der Schließung des Ballermanns deutlich wurde, scheinen wenig Rücksicht auf die Einheimischen zu nehmen. Pechlaner erwartet allerdings, dass sich künftig ein Trend zu bewussterem Reisen entwickeln wird. „Der Umstand, dass viele Urlauber in diesem Jahr neue Regionen im eigenen Land kennengelernt haben, führt dazu, dass man diese auch künftig als Alternative bei der Reiseplanung berücksichtigt“, glaubt der Professor für Tourismus. (ph) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Eric Lalmand/dpa

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