Deutschland besiegt Ungarn in Stuttgart: Fans feiern Einzug ins Achtelfinale
Deutschland hat Ungarn in Stuttgart mit 2:0 geschlagen und zieht damit frühzeitig ins Achtelfinale der EM ein. Unser Ticker ist damit beendet und wird nicht weiter aktualisiert.
- Hinweise zur Abreise aus Stuttgart: S-Bahnen fahren auf Gleis 1 zum Hauptbahnhof
- Teilnehmer des deutschen Fanwalks beschädigen Tunnel: Strecke inzwischen wieder freigegeben
- Fanwalks enden unentschieden: Jeweils 4.000 bis 5.000 Teilnehmer auf beiden Seiten
- Fanwalks bei Deutschland gegen Ungarn: Anhänger laufen jeweils gemeinsam zum Stadion
- Dieser Newsticker zu den Geschehnissen rund um die Partie Deutschland gegen Ungarn wird fortlaufend aktualisiert.
Deutschland-Sieg im zweiten EM-Spiel: Stuttgart feiert, es bleibt aber moderat
Update, 20:52 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in der Stuttgart Arena (die normalerweise MHPArena heißt) mit 2:0 gegen die Auswahl aus Ungarn durchgesetzt. In der Host-City wird der Sieg und der Einzug in das Achtelfinale der EM 2024 in Deutschland zwar ausgiebig, aber dennoch moderat gefeiert. Auf dem Schlossplatz versammelten sich einige Fans um einen bekannten Saxophonisten, auf der Theodor-Heuss-Straße gab es einen Autokorso, der aber zu großen Teilen auch von Albanien-Fans geprägt wurde. Mit diesem Update endet unser Ticker für die Partie Deutschland gegen Ungarn.

Deutschland gegen Ungarn: Besondere Hinweise für die Abreise aus dem Stuttgarter Stadion
Update, 19:48 Uhr: Das Spiel Deutschland gegen Ungarn (2:0) neigt sich dem Ende zu und die Polizei gibt über X erste Hinweise für die Abreise aus Bad Cannstatt. Demnach werden von 20:00 Uhr bis 23:01 Uhr die Züge der Linien S1 und S11 stadteinwärts (Richtung Hauptbahnhof Stuttgart) über Gleis 1 gefahren und halten dort nur zum Ausstieg.
Deutschland gegen Ungarn: Schlossplatz in Stuttgart voll belegt – kein Einlass mehr
Update, 18:40 Uhr: Wie unter anderem die Stadt Stuttgart auf X (ehemals Twitter) schreibt, ist die Kapazität beim Public Viewing auf dem Schlossplatz in Stuttgart erreicht und der Platz damit voll belegt. Aktuell gibt es deshalb keinen Einlass auf das Gelände mehr.
Ungarn-Anhänger stimmen bei Fanwalk in Stuttgart „L‘Amour toujours“ an
Update, 18:20 Uhr: Beim Fanwalk der Ungarn-Fans vor dem aktuell laufenden Spiel gegen Deutschland ins Stuttgart (0:0) haben ein paar Teilnehmer für Aufsehen gesorgt. Ein Anhänger hielt ein „Free Gigi“-Plakat hoch und es wurde immer wieder lautstark „L‘Amour toujours“ angestimmt, wie unser Reporter vor Ort mitbekam. Die Melodie des Liedes von Gigi D’Agostino geriet zuletzt in Verruf, da es für rassistische Parolen missbraucht wurde. So wurde unter anderem beschlossen, dass der Song nicht auf dem Oktoberfest in München gespielt werden soll.
Schwanenplatztunnel nach Beschädigung wieder freigegeben
Update, 18:02 Uhr: Wie die Polizei Stuttgart auf X (ehemals Twitter) erklärt, konnten die mutmaßlich von Mitgliedern des Deutschen Fanwalks verursachten Schäden am Schwanenplatztunnel zwischen Stuttgart-Ost und Bad-Cannstatt schnell behoben werden. Der für den Verkehr in der Innenstadt so wichtige Tunnel ist wieder freigegeben.
Massiver Andrang beim Public-Viewing: Schlossplatz in Stuttgart komplett überfüllt
Update, 17:46 Uhr: Nur knapp 20 Minuten vor dem Anpfiff der Partie Deutschland gegen Ungarn in Stuttgart warten noch viele Menschen an den Eingängen zum Public-Viewing auf dem Schlossplatz auf Einlass. Auf Anfrage von BW24 schätzte die Polizei die Anzahl der Menschen auf rund 20.000, eine Zahl, die ein Beamter auch unserem Reporter vor Ort genannt hatte. Der Einlass zum Public-Viewing liegt nicht in der Hand der Polizei Stuttgart, die Pressestelle geht aber davon aus, dass basierend auf den vielen Menschen vor dem Gelände nicht alle bis zum Anpfiff der Partie Einlass finden werden.
Teilnehmer des deutschen Fanwalks beschädigen Tunnel – B14 bleibt gesperrt
Update, 16:19 Uhr: Wie die Polizei Stuttgart auf X meldet, haben Teilnehmer des deutschen Fanwalks die Technik des Schwanenplatztunnels auf der B14 „stark demoliert“. Der Tunnel muss deshalb weiterhin gesperrt bleiben, was erhebliche Einschränkungen im Verkehr nach sich ziehen dürfte. In den Kommentaren unter dem Beitrag der Polizei zeigen die User kein Verständnis für die Randalierer. „RIP an alle Autofahrer, die heim wollen“, schreibt ein Nutzer, ein anderer befürchtet „Verkehrschaos“.
Wie der SWR in Bezug auf die Integrierte Verkehrsleitstelle Stuttgart berichtet, sollte der Cityring ursprünglich von 13 bis 18 Uhr dicht gemacht werden. Eine vollständige Sperrung wird für die B14/Cannstatter Straße, die am Schlossgarten entlangführt, erwartet. Ebenso wird die B10, die am Neckar entlangführt, in Richtung Innenstadt gesperrt. Dies betrifft sowohl den Abschnitt von der Wilhelma-Seite (Neckartalstraße) als auch den Abschnitt, der aus Richtung Esslingen (Uferstraße) kommt.
Die König-Karls-Brücke wird nur in Fahrtrichtung Bad Cannstatt für den Autoverkehr gesperrt. Die Wolframstraße, die unter den Hauptbahnhofgleisen und durch den Schlossgarten führt, wird ebenfalls in Richtung B14 gesperrt.
Fanwalks der Deutschen und Ungarn enden unentschieden
Update, 15.50 Uhr: Zwischen 4000 und 5000 Teilnehmer hatte die Polizei bei dem um 14 Uhr gestarteten Fanwalk der Ungarn zur Arena Stuttgart gezählt. Damit endet das erste Duell des Tages unentschieden, denn die Polizei nannte unserer Redaktion genau die gleiche Teilnehmerzahl für den deutschen Fanmarsch, der sich mittlerweile kurz vor dem Stadion befindet. Bei den deutschen Fans ist die Stimmung gut, bislang wurden keine Zwischenfälle gemeldet.
„Totenstille“ bei den ungarischen Fans
Update, 15.30 Uhr: Der ungarische Fanmarsch zur Arena Stuttgart ist am Stadion angekommen und insgesamt friedlich verlaufen. Die Stimmung während der letzten 20 Minuten des Marschs zur Arena hat allerdings deutlich nachgelassen, nachdem sich Mitglieder der extrem rechten und gewaltbereiten Hooligan-Gruppierung „Carpathian Brigade“ dem Walk anschlossen. Unser Reporter berichtete von „Totenstille“ und einem deutlich erhöhten Polizeiaufkommen.
Ungarischer Fanwalk: Etwa 50 Mitglieder der „Carpathian Brigade“ schließen sich kurz vor dem Stadion an

Update, 14.40 Uhr: Die Stimmung bei den ungarischen Fans ist ausgelassen, grüner Rauch zieht durch die Luft und es knallt immer wieder in der Menge, wenn Feuerwerkskörper gezündet werden. Größere Zwischenfälle sind bislang jedoch ausgeblieben. Bereits in Bad Cannstatt und damit unweit des Stadions haben sich nun allerdings etwa 50 Mitglieder der Hooligan-Gruppe „Carpathian Brigade“ vor den Fanzug gesetzt. Die Stimmung ist seitdem weniger ausgelassen als zuvor, dennoch bleibt es weiterhin ruhig.
Ungarische Fans haben ihren Fanwalk von der Stuttgarter Inennstadt zum Stadion begonnen
Update, 14 Uhr: Die ungarischen Fans haben ihren Fanwalk in Richtung Arena Stuttgart begonnen. Zuvor hatten sie sich im Mittleren Schlossgarten versammelt, wo sie sich auf den Marsch einstimmten. Die Polizei schätzt die Anzahl der Teilnehmer des Fanwalks auf Nachfrage von BW24 auf bis zu 5000. Da sich gegen 14.30 Uhr auch der deutsche Fantross auf einer ähnlichen Route wie die Ungarn in Richtung Stadion bewegen wird, ist die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften unterwegs, um ein Zusammentreffen der beiden Fanlager zu verhindern.
Feuerwehreinsatz wegen Brandmeldealarm in der Stuttgart Arena
Update, 19. Juni, 12.13 Uhr: Kurze Aufregung zur Mittagszeit: Die Feuerwehr Stuttgart meldete kurz nach 12 Uhr einen Einsatz im Stuttgarter Stadion. Es sei ein Brandmeldealarm ausgelöst worden, hieß es in einem Tweet, der aber gleichzeitig Entwarnung gab: Es gebe „keine Beeinträchtigungen für das bevorstehende Spiel #GERHUN. Es handelt sich um einen Täuschungsalarm.“ Angebrannte Speisen hätten den Alarm ausgelöst, erklärt Feuerwehr-Sprecher Daniel Anand gegenüber IPPEN.MEDIA, vermutlich Würstchen. „Es waren noch keine Fans im Stadion.“ Man habe den Einsatz aber publik gemacht, nachdem ein Löschzug beim Stadion vorgefahren ist. Um aufzuklären und zu zeigen: Es handelte sich um falschen Alarm.
Deutschland-Ungarn: Bundestrainer Nagelsmann setzt auf „außergewöhnliche“ Stimmung in Stuttgart
Update, 19:15 Uhr: Bundestrainer Julian Nagelsmann hofft bei der Partie gegen Ungarn in Stuttgart (Mittwoch, 18 Uhr) auf noch mehr Euphorie als beim Turnierauftakt gegen Schottland. „Ich war ‚ganz zufrieden‘ mit der Atmosphäre“, erklärte der 36-Jährige laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Allerdings merkte er an: „Die latente Skepsis, wie das Spiel so läuft, hat man manchmal gespürt.“
Der Bundestrainer räumte ein, dass es ihm generell schwerfalle, während der vollen 90 Minuten Spielzeit die Stimmung zu beurteilen. Sein Fokus liege auf dem Spiel und er befinde sich im sogenannten Tunnel. Er vermutete, dass auch die Fans eine gewisse Anpassungszeit an die Heim-EM benötigen könnten. „Die Mannschaft muss sich an das Turnier rantasten - wie die Fanszene auch“, erklärte er. „Jetzt versuchen wir, den zweiten Schritt zu gehen – in Leistung, Performance und Punkten. Und in der Atmo genauso.“
Nagelsmann erinnerte sich an seine Besuche in Stuttgart während der vergangenen Bundesliga-Saison. „Da war es immer außergewöhnlich“, sagte er. Er ist sich sicher, dass viele VfB-Fans auch die deutsche Nationalmannschaft unterstützen.
Hochrisikospiel Deutschland-Ungarn in Stuttgart: Polizei mit Großaufgebot im Einsatz
Update, 15:45 Uhr: Mit über 2.500 Polizisten sichert die Polizei das zweite Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn in Stuttgart ab, welches als Hochrisikospiel eingestuft wurde. Die Polizei hat angekündigt, die verschiedenen Fan-Gruppen auf dem Weg zum Stadion und in dessen Umgebung konsequent voneinander zu trennen, wie das Polizeipräsidium Stuttgart auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Es bestehe „ein hohes Gefährdungspotenzial von Auseinandersetzungen“, die Polizei werde jegliche Störungen „robust und niederschwellig“ unterbinden. Die Partie (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) wurde aufgrund gewaltbereiter ungarischer Fans sowohl von der Polizei als auch von der Europäischen Fußball-Union UEFA als Hochrisikospiel klassifiziert. „Darauf bereiten wir uns natürlich besonders vor“, erklärte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) gegenüber dem SWR. Man rechnet mit etwa 15.000 bis 20.000 ungarischen Fans in Stuttgart.
Im Rahmen der EM 2021 trafen Deutschland und Ungarn ebenfalls in der Gruppenphase aufeinander (2:2). Dabei zeigten als radikal geltende ungarische Fans unter anderem homophobe Banner. Im ersten Spiel des ungarischen Teams um Mittelfeld-Star Dominik Szoboszlai gegen die Schweiz (1:3) in Köln am Samstag verlief jedoch alles friedlich.
Unwetterwarnung: Mehrere Städte setzen Public-Viewing aus – so ist die Lage in Stuttgart
Update, 15:04 Uhr: Am heutigen Dienstag, 18. Juni, trifft die Türkei bei der EM 2024 in Dortmund auf Georgien (18:00 Uhr). Die Host-City selbst sowie das nahe Düsseldorf werden nach übereinstimmenden Medienberichten das zentrale Public-Viewing aufgrund der akuten Unwetterwarnung für Nordrhein-Westfalen aussetzen. In einer Eilmeldung erklärte zudem auch die Bundeshauptstadt Berlin, dass die Fan-Zonen aufgrund einer „amtlichen Unwetterwarnung“ am heutigen Dienstag geschlossen bleiben und die Fans, die bereits vor Ort sind, bis 16 Uhr vom Gelände geleitet werden.
Die derzeitige Unwetterwarnung gilt vorrangig für die Mitte des Landes; das Medienteam der Host City Stuttgart weist in einer Medienmitteilung ausdrücklich daraufhin, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den heutigen Spieltag keine Unwetterwarnung herausgegeben hat und die Fan-Zonen demnach wie gewohnt geöffnet sein werden. Demnach werden die Partien zwischen der Türkei und Georgien (18 Uhr) sowie Portugal und Tschechien (21 Uhr) auf dem Schlossplatz zu sehen sein.
Nach früheren Wetterberichten soll das Unwetterpotenzial am Mittwoch, 19. Juni, weiter in den Süden ziehen und konkret örtlich auch Baden-Württemberg betreffen. In unserem aktuellen Wetterbericht heißt es jedoch, dass die Gewitter am Mittwoch auch bereits wieder abgezogen sein könnten. Auf BW24-Anfrage hatte ein Sprecher der Stuttgarter Polizei erklärt, dass es für eine konkrete Aussage zu der Wetterlage am Spieltag der deutschen Nationalmannschaft in Stuttgart noch zu früh sein und man im Laufe des Mittwoch-Vormittags nähere Informationen liefern könne.
Deutschland gegen Ungarn: Fanwalk zum Stadion
Update, 11:06 Uhr: Vor der Partie bei der EM 2024 gibt es jeweils einen Fanwalk der Deutschen sowie einen der Ungarn. Der Treff für die deutschen Anhänger ist im Stadtgarten bei der Universität, dort hatten vor dem ersten EM-Spiel in Stuttgart am Sonntag (16. Juni) zwischen Dänemark und Slowenien (1:1) bereits die Dänen gefeiert. Vom Stadtgarten aus startet der Fanzug über die Cannstatter Straße in Richtung Stadion. Dieser wird angeführt von einem Fanclub-Bus. Für Musik sorgt derweil Nationalmannschafts-DJ Teddy-O, der bereits während der WM 2014 mit dem deutschen Team in Brasilien unterwegs war.
Für die Ungarn, die ihren Treff am Mittleren Schlossgarten haben, beginnt der Marsch ebenfalls über die Cannstatter Straße schon um 14 Uhr.
Zwischen Vorfreude und Sorge vor Deutschland gegen Ungarn
Erstmeldung vom 18. Juni, 10:30 Uhr: Stuttgart - Die Begegnung Deutschland gegen Ungarn in Stuttgart wird mit gemischten Gefühlen erwartet. Einerseits herrscht pure Vorfreude, dass die DFB-Elf eines ihrer Heimspiele in der baden-württembergischen Landeshauptstadt austrägt. Andererseits fürchtet die Polizei um die Präsenz ungarischer Hooligans. Vor allem geht es dabei um die als nationalistisch und extrem rechts bekannte Gruppierung „Carpathian Brigade“, die gewaltbereit auftritt.

„Mehr als 5000 Störer, das wird eine Herausforderung für die Polizei werden“, kündigte Ralf Kusterer, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, gegenüber dem SWR an. Demnach sei von Hooligans in den sozialen Netzwerken ein „Schauspiel“ angekündigt worden. Bereits bei der EM 2021 fielen einige von ihnen äußerst negativ auf, zeigten unter anderem den Hitlergruß und skandierten homophobe Parolen. Monatelang arbeiteten die Stadt und Polizei an einem Sicherheitskonzept für das Hochrisikospiel.

