Deutschland drohen Sturm und Überschwemmungen – Wetter-Experte warnt: „Da braut sich was zusammen“
Ungemütlich und fies. So könnte man die derzeitige Wetterlage kurz zusammenfassen. Und es wird eher noch schlimmer, so Wetterexperten. In den nächsten Tagen könnte sich richtig etwas zusammenbrauen.
Kassel – Nach dem heißen Spätsommer mit dem wärmsten September seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen und Temperatur-Rekorden noch im Oktober folgte der harte Schönwetter-Kater beim Oktober-Herbsteinbruch.
Dauerregen, eine verheerende Sturmflut und frische Temperaturen prägten die letzten beiden Wochen. Fans des goldenen Herbsts müssen jetzt ganz stark sein, denn es wird noch fieser, so wetter.net-Experte Dominik Jung.

Wetter-Experte warnt: „Da braut sich was zusammen“ – Sturm und Überschwemmungen drohen
„Nass, nass, nass und windig, windig, windig“, fasst Diplom-Meteorologe und Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net die Prognosen zusammen. Gegenüber IPPEN.MEDIA konkretisiert Jung: „Volle Lotte Westwetterlage und das ohne Ende bis weit in den November. Es werde „mild, nass und windig, mit Potenzial für den ein oder anderen Sturm!“. Bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter seien stellenweise möglich.
Westwetterlage bis zum „Abwinken“: Sturm, Hochwasser und bis zu 200 Liter Regen möglich
Es bleibt also bei einer relativ typischen Wetterlage für den Herbst. Ein früher Wintergruß mit Schnee sei nicht in Sicht: „Die nächsten fünf Tage bleiben konstant wechselhaft, mild, nass und windig bis stürmisch … klassisches Westwetter!“, so der Meteorologe. Die Höchstwerte: um 10 bis 17 Grad, „Sonntag und Montag auch mal im Südwesten bis 18 Grad oder 19 Grad“.
So wird das Wetter der nächsten Tage:
- Samstag, 28. Oktober: Örtlich etwas Regen. Südlich der Donau mehr Sonne und trocken.
- Höchsttemperaturen: zwischen 10 Grad an der Ostsee und 18 Grad im Breisgau.
- Sonntag, 29. Oktober: Südlich der Donau freundlich und trocken, sonst wechselnd bis stark bewölkt mit schauerartigem Regen und Gewittern.
- Höchsttemperaturen: zwischen 13 Grad an der Nordsee bis 21 Grad im Süden. Sturmböen im Bergland und an der See, in den Alpen Föhnsturm.
- Montag, 30. Oktober: Vom Alpenrand bis zur Lausitz meist trocken. Ansonsten stark bewölkt im Südwesten länger anhaltender Regen. Im Norden und Westen Schauer und vereinzelte Gewitter.
- Höchsttemperaturen: zwischen 13 Grad im Norden und 21 Grad im Südosten. Stürmische Böen im Bergland und an der See, in den Alpen Föhnsturm.
- Dienstag, 31. Oktober: Regen im Osten und Süden, kurze Gewitter im Norden.
- Höchsttemperaturen: zwischen 11 und 16 Grad. Starke Böen an der See und im Bergland.
- Mittwoch, 1. November: Regenwolken mit Schauern, nur wenige Auflockerungen. Im Süden etwas freundlicher, im Südosten größtenteils trocken.
- Höchsttemperaturen: 10 Grad im äußersten Norden, bis zu 16 Grad im Süden. An der Nordsee steife Böen, im höheren Bergland stürmische Böen.
- Donnerstag, 2. November: Im Westen und Norden stark bewölkt, zeitweise Regen. Nach Süden vermehrt Sonne.
- Höchsttemperaturen: zwischen 11 Grad ganz im Norden und 17 Grad am Oberrhein. Im Bergland und an der Nordsee teilweise stürmisch.
Wetterlage mit Potenzial für gefährliches Randtief und schwere Stürme
„Bei so einer Wetterlage kann sich schnell auch mal ein gefährliches Randtief bilden und dann für einen schweren Sturm bei uns sorgen“, warnt Jung. Zudem werde es zeitweise „richtig mild bei Tageswerten nahe der 20-Grad-Marke“. Nachtfrost sei erstmal ebenfalls kein Thema mehr.
Was bringt der Dezember? Wetterexperte wagt erste Prognosen
Bis weit in den November hinein bleibt uns die nasse, windige und zunehmend stürmische Westwetterlage erhalten. Dominik Jung wagt auch einen ersten Blick auf den Dezember, den ersten meteorologischen Monat des Winters. Er könnte temperaturtechnisch in der Tendenz ähnlich ausfallen wie der Oktober und der November, meint der Wetterexperte.
„Das heißt, es wird ein bis zwei Grad wärmer als nach dem neuen Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020.“ Kälte und Schnee bis in tiefe Lagen könnten zwar nicht ausgeschlossen werden, aber der gesamte Monat wird wohl wieder mal eher ein sehr milder, warmer Dezember werden, wie die vergangenen Jahre. (Ulrike Hagen)
