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Rätselhafter Baum-Vandalismus in Niedersachsen: Vorsätzliche Schädigungen im Dorf „leider regelmäßig“

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Jens Meyer vom Grünflächenamt der Stadt Wolfenbüttel und Ortsbürgermeister Marc Angerstein.
Jens Meyer vom Grünflächenamt der Stadt Wolfenbüttel und Ortsbürgermeister Marc Angerstein begutachten den Schaden an dem Spitzahorn. © Marc Angerstein

Unbekannte haben in einem niedersächsischen Dorf einen Baum so schwer verletzt, dass er gefällt werden muss. Das ist nicht der erste Fall dieser Art.

Wolfenbüttel – Wer hat es im niedersächsischen Fümmelse auf Bäume abgesehen? Schon wieder wurde in dem rund 3.000 Einwohner großen Ortsteil der Stadt Wolfenbüttel ein Baum geschändet.

Dieses Mal wurde ein knapp 50 Jahre alter Spitzahorn von Unbekannten vorsätzlich so schwer beschädigt, dass er im kommenden Winter gefällt werden muss. Darüber berichtet regionalHeute.de.

Baum in Fümmelse stirbt: Mehrere Tausend Euro Schaden nach Vandalismus

Kerngesund sei der Spitzahorn gewesen, bis er im Bereich des Stammfußes mit einem Beil oder einer Axt so schwer beschädigt wurde, dass der Wasser- und Nährstofftransport gestört wurde. Der Baum ist sichtbar geschwächt. „Das langsame Sterben ist schon an der Baumkrone sichtbar“, sagt Jens Meyer vom Grünflächenamt der Stadt Wolfenbüttel. Er hatte die vorsätzliche massive Gewalteinwirkung unter den Bodendeckern entdeckt.

Da der oder die Täter auch große Teile der Baumrinde entfernt haben, könnten Infektionen und Schädlinge in den Baum eindringen und ihn zusätzlich schwächen. „Solch ein vorsätzlicher Vandalismus ist nicht hinzunehmen, zumal dem Steuerzahler ein Schaden von mehreren tausend Euro entsteht. Deshalb ziehe ich auch erneut in Erwägung, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen“, sagt Ortsbürgermeister Marc Angerstein und kündigt bereits an, dass an selber Stelle ein neuer Baum gepflanzt werden wird.

Nicht der erste Fall: Immer wieder werden Bäume in Fümmelse beschädigt

„Vorsätzliche Baumschändungen oder Beschädigungen an Bäumen gibt es in Fümmelse leider regelmäßig“, beklagt der Ortsbürgermeister. Für großes Aufsehen hatte bereits vor zwei Jahren das mutwillige großflächige Abschälen der Baumrinde einer jungen Esche am südlichen Ortsrand von Fümmelse gesorgt. Der Baum starb daraufhin, musste seinerzeit ebenfalls entnommen und für mehrere tausend Euro ersetzt werden.

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