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Dieses millionenschwere Pferd stammt aus einer kleinen Gemeinde bei Heidenheim

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Reiterin Jana Wargers Pferd Limbridge Aachen CHIO
Jana Wargers blieb im Sattel von Limbridge beim Nationenpreis des CHIO in Aachen zweimal fehlerfrei. © dpa/Uwe Anspach

Zu den großen Turnieren der Welt schaffen es nur wenige Pferde. Vor allem die Olympischen Spiele, Weltmeisterschaften und der CHIO in Aachen bleiben für viele ein Traum. Ein Holsteiner-Wallach aus einer kleinen Gemeinde bei Heidenheim hat es dagegen geschafft und tritt unter seiner Reiterin auf den größten Springturnieren der Welt an. 

Beim internationalen Pferdesport-Turnier in Aachen, dem CHIO, gibt sich die Weltelite der Reiter ein Stelldichein. Wer sich beim prestigeträchtigen Weltfest des Pferdesports behauptet, sichert sich jede Menge Anerkennung.

Zum wiederholten Male mit dabei war ein Wallach aus einem Stadtteil Heidenheims. Mit einem Stockmaß von 1,66 Meter ist der braune Holsteiner-Wallach zwar nicht besonders groß, dennoch zählt er zu den besten Springpferden der Welt. Unter seiner Reiterin Jana Wargers überzeugte Limbridge beim CHIO in Aachen mit zwei fehlerfreien Runden im Nationenpreis einmal mehr auf ganzer Linie. 

Vorsitzender des Heidenheimer Pferdezuchtvereins bewies glückliches Händchen

Ein überaus glückliches Händchen bei der Zucht des Top-Pferdes bewies Ralf Pawlowski aus der kleinen Gemeinde Oggenhausen bei Heidenheim. Nach der Geburt des Fohlens seiner ersten Stute hatte den Unternehmer das Zucht-Fieber gepackt. Besonders begeistert war er von den Holsteinern, da diese, wie er sagt, eine absolute Weltklassegenetik unter den Springpferden haben. 

Mehrfach wurde dem Unternehmer Limbridges Mutter, die Holsteiner Stute Ulla XV von Cambridge, zum Kauf angeboten. Zur Deckung entschied Pawlowski sich dennoch für den Holsteiner-Hengst Limbus.

Christoph Kaufmann, der einen Ausbildungs- und Verkaufsstall bei Jettingen-Scheppach führt, zeigte früh Interesse an dem ungeborenen Fohlen und kaufte Limbridge einen Tag nach seiner Geburt. Ein Glücksgriff, denn der Holsteiner zeigte bereits als junges Springpferd große Erfolge bei den Bundeschampionaten und platzierte sich auch auf internationalen Turnieren.

Millionen-Pferd gehörte bereits Steve Jobs Tochter

Sein Weg führte den jungen Hengst auf die belgische Ashford-Farm, auf der er vom Bundestrainer der niederländischen Springreiter, Jos Lansink, entdeckt wurde. Danach kam der Holsteiner in prominente Hände: Zwischenzeitlich wurde er von Eve Jobs, Tochter des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs, geritten.

Allerdings kam Limbridge, der mittlerweile einen Marktwert von drei Millionen Euro hat, während der Corona-Pandemie zurück auf die Ashford Farm. Seit dem Jahr 2021 bilden er und die deutsche Reiterin Jana Wargers ein Team und sind überaus erfolgreich.

Nach ihrem grandiosen Abschneiden beim CHIO in Aachen wurde Jana Wargers von Bundestrainer Otto Becker nachträglich als Ersatzreiterin für die Olympischen Spiele in Paris nominiert – aber nicht mit Limbridge, sondern ihrem zweiten Spitzen-Pferd Dorette. Somit muss Limbridge noch auf seinen großen Auftritt bei Olympischen Spielen warten.

Übrigens: Wir haben bereits in einer Übersicht zehn Fakten über Heidenheim an der Brenz zusammengestellt, die jeder kennen sollte.

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