Hitze-Sommer 2021

Hitze-Gefahr für Hunde und Katzen: Das hilft Ihren Vierbeinern

Für unsere Vierbeiner kann die Hitze im Sommer schnell gefährlich werden. Wie kann der Sommer für Hunde und Katzen angenehm gestaltet werden?

Der Sommer ist da und laut den Prognosen der Wetter-Experten soll es dieses Jahr einen echten Hitze-Sommer geben*. Aber nicht nur für uns Menschen sind die hohen Temperaturen im Sommer manchmal regelrecht unangenehm, sondern auch für Tiere. Zudem kann Hitze für unsere Vierbeiner ganz schnell gefährlich werden. *echo24.de verrät, worauf Sie im Sommer achten sollten und wie der Hitze-Sommer für Ihre Vierbeiner möglichst angenehm gestaltet werden kann.

Laut der Organisation Vier Pfoten müssen Hundehalter vor allem zwei Grundsätze beachten: Hunde müssen im Sommer immer Zugang zu ihrem Wassernapf haben und ein schattiger Rückzugsort ist wichtig, sei es im Keller oder in der Küche, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Auch im Garten oder auf dem Balkon sollte Schatten gemacht werden. Hunde schwitzen nicht wie wir Menschen, es besteht daher schneller die Gefahr, dass sie überhitzen. Dasselbe gilt auch für Katzen.

Welche Wassermenge für Hunde und Katzen täglich angemessen ist, hängt von der Rasse ab. Fest steht: Wenn der Hund oder die Katze hauptsächlich Trockenfutter bekommen, sollte er noch mehr trinken. Denn im Gegensatz zu Nassfutter wird hierbei keine Flüssigkeit aufgenommen. Grundsätzlich sollte einfach jederzeit genügend Wasser zur Verfügung stehen, sodass sich die Tiere selbst bedienen können.

Gefährliche Hitze für Hunde und Katzen: Das sollte im Sommer beachtet werden

Katzen, die Freigänger sind, sollten bei hohen Temperaturen am besten tagsüber drinnen behalten werden und erst abends oder nachts herausgelassen werden, wenn die Sonne nicht mehr scheint und es etwas abgekühlt ist. Dasselbe gilt für das Gassigehen mit dem Hund: Im Sommer ist die beste Zeit zum Spazierengehen frühmorgens oder abends. Vor allem überhitzter Asphalt kann bei Hunden und Katzen zu Brandblasen oder geschwollener Haut führen.

Um zu überprüfen, ob der Asphalt zu heiß ist, empfiehlt Vier Pfoten, die Sieben-Sekunden-Regel anzuwenden: Hierbei sollen Hundebesitzer sieben Sekunden lang ihren Handrücken auf den Asphalt legen. Ist dieser zu heiß für die Hand des Menschen, dann ist die Hitze auch für den Hund zu hoch. Wenn es gar nicht anders geht, dann ist ein Spaziergang tagsüber auf dem Gras oder einer Wiese eine Option.

Hitze-Sommer mit Haustieren: So verschaffen SIe Vierbeinern eine Abkühlung

Zusätzlich können sogenannte Kühlmatten, deren Gel kühler ist als die Umgebung, bei den Vierbeinern für die nötige Erfrischung sorgen. Denn besonders älteren Hunden fällt es im Sommer schwerer, die eigene Körpertemperatur ausreichend zu regulieren. Wer einen Garten hat, kann seinem Hund auch ein kleines Planschbecken hinstellen. Wenn Ihr Hund bei einem Spaziergang sich gerne selbst eine Abkühlung in einem See, Bach oder Fluss sucht, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das kühle Nass aufgrund von Strömungen nicht zu einer tödlichen Gefahr wird.

Im Falle einer Überhitzung bieten sich feuchte Wickel an, um die Gliedmaßen runterzukühlen. Dafür einfach ein dünnes Handtuch oder ein Küchentuch mit Wasser befeuchten und auf das Fell legen. Wichtig: Auf keinen Fall eiskaltes Wasser über den Hund schütten, denn das kann laut Tierschutzbund zu einem Kreislaufkollaps führen. Dasselbe gilt übrigens auch bei einem Sprung im See. Katzen sind in diesem Punkt ja sowieso eher selten Fan von Wasser, eine Kühlmatte sollte aber auch von Katzen angenommen werden.

Auch Hunde freuen sich im Sommer über eine Abkühlung. (Symbolbild)

Auch eine Art Hundeeis kann eine schmackhafte Abkühlung sein. Der Tierschutzbund rät beispielsweise, Quark mit Obst zu mischen und einzufrieren. Sogenannte Kong, Hundespielzeuge mit Hohlraum sind dabei nützlich. Weil der Hund den Quark nur nach und nach aus dem Kong schlecken kann, wird verhindert, dass die eiskalte Erfrischung als Eisklumpen im Hundemagen landet.

Gefährliche Hitze für Hunde und Katzen: Todesfalle Auto

Eine tödliche Gefahr im Sommer, vor der nicht oft genug gewarnt werden kann, ist das Auto. Nicht nur ein Auto in der prallen Sonne kann für Hunde im Innenraum gefährlich werden – auch im Schatten stehende Fahrzeuge sind als Aufenthaltsort für die Vierbeiner ungeeignet. Die Sonneneinstrahlung kann sich innerhalb kurzer Zeit ändern, sodass das Fahrzeug direkt der Sonne ausgesetzt wird, warnt das Institut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Düsseldorf.

Schon bei 20 Grad Außentemperatur würden nach etwa einer Stunde im Inneren des Wagens lebensbedrohliche 46 Grad gemessen. Sind es draußen 24 Grad, steigt die Temperatur drinnen auf 40 Grad – aber schon nach nur etwa 30 Minuten. Und bei 30 Grad im Freien wird es im Auto bereits nach rund 15 Minuten 40 Grad heiß oder noch wärmer.

Immer wieder würden Hundehalter vergessen, dass sie ihren Liebling auf diese Weise ungewollt in akute Lebensgefahr bringen, warnt Institutsleiter Klaus Meyer. Extreme Temperaturen führten beim Hund sehr schnell zu einem Hitzschlag. Es drohten Erbrechen, Atemnot und Kreislaufversagen.

Das Institut rät deshalb dazu, Hunde an heißen Tagen lieber zu Hause zu lassen oder einer zuverlässigen Person anzuvertrauen. Wer ein Tier in Not im Auto bemerkt, sollte umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren – um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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