Annulierte Flüge sind auf dem Flughafen in Stuttgart auf der Anzeigetafel zu sehen.
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Starkregen und Orkanböen sorgen in West-und Südeuropa gerade für Verkehrschaos - vielerorts sind die Flughäfen geschlossen. (Symbolbild)

Alarmstufe Rot

Horror-Sturm in Europas Urlaubsparadies: Flughafen stundenlang dicht - „schlimmstes Unwetter aller Zeiten“

Während sich in Deutschland der Herbst endlich von seiner freundlichen Seite zeigt, wüten in Süd- und Westeuropa jetzt heftige Stürme: Orkanböen und Starkregen suchen beliebte Urlaubsorte heim.

  • Ein Herbststurm wütet erneut über Süd- und Westeuropa.
  • Heftige Orkanböen und Starkregen bringen den Verkehr zum Erliegen.
  • Auf beliebten Urlaubsinseln in Griechenland und Spanien mussten Flughäfen schließen.

Athen - Seit einigen Tagen hält in Deutschland endlich wieder der goldene Herbst Einzug: Bunte Blätter und warme Sonnenstrahlen sorgen hier für herbstliche Stimmung, während andere Länder in Europa mit teils heftigen Unwettern zu kämpfen haben. Das Tief Imka bläst auf seiner Vorderseite zwar einen heißen Schwall Saharaluft nach Mitteleuropa, beschert dem Westen und Süden Europas aber stellenweise ergiebige Regenfälle und heftige Stürme. In den beliebten Urlaubsländern Frankreich, Spanien und Griechenland wurden deshalb bereits zu Beginn der Woche Unwetterwarnungen* herausgegeben.

Kreta: Herbststurm löst Verkehrschaos aus

Besonders auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta herrscht noch immer Alarmstufe Rot. Dort haben schwere Regenfälle und Starkwind am Dienstag den Verkehr auf der beliebten Urlaubsinsel lahmgelegt: Der größte Flughafen in Iraklion war für über vier Stunden geschlossen und der Flugverkehr stand aufgrund der heftigen Unwetter für viele Reisende still. In den beliebten Touristenregionen Alikarnassos und Malia kam es zu Überschwemmungen, weshalb zahlreiche Straßen gesperrt werden mussten. Auch auf den Inselgruppen Kykladen, Odekanes und Rhodos kam es zu Unwettern.

Örtliche Medien berichteten indes auch von Hagel in den Bergen Kretas. Auf den Straßen lag eine bis zu 50 Zentimeter dicke Hagelschicht. Zahlreiche Häuser und Autos, sowie Hotels und Standbars wurden durch den heftigen Hagelschlag stark beschädigt. Wie Wetter.de meldet, berichten Hoteliers vor Ort „vom schlimmsten Unwetter aller Zeiten“.

Die Unwetterfront traf auch die Kanarischen Insel hart: Niederschlagswerte von bis zu 54 Litern pro Quadratmeter und Sturmböen* mit einer Geschwindigkeit von mehr als 150 Stundenkilometern fegten über die spanischen Inseln hinweg.

Spanien kämpft mit Starkregen, Erdrutschen und Orkanböen

Die Folge: Erdlawinen begruben Stromleitungen und Straßen unter sich. Die starken Regenfälle, der Schutt und der Schlamm verursachten so ein wahres Verkehrschaos, indem sie am Mittwochmorgen zahlreiche kleine Wasserläufe in reißende Flüsse verwandelten. Auf Twitter berichtet auch der Wetterdienst von Teneriffa davon. Die Regierung sah sich dazu veranlasst, einen Notfallplan einzuleiten und einige Straßen gesperrt zu lassen, um niemanden zu Schaden kommen zu lassen. Auf den Inseln La Palma, El Hierro und Teneriffa mussten folglich auch zahlreiche Flüge annulliert werden.

Auch am westeuropäischen Festland wüteten starke Regenfälle und Orkanböen. An der andalusischen Atlantikküste fegten Winde mit einer Geschwindigkeit von über 120 Stundenkilometern hinweg. An der Grenze zwischen Frankreich und Spanien, vor allem in den Pyrenäen kam es am Mittwoch zu Unwettern, wo ähnlich gewaltige Windstärken* gemessen wurden. Wie das Meteorologische Amt jetzt mitteilte, soll der Herbststurm aber am Donnerstag endlich etwas nachlassen. (cos) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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