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Nach dem Tod von Luise: Wüst besucht Freudenberg - „Zieht einem den Boden unter den Füßen weg“

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Von: Kathrin Reikowski

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Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, trägt sich in das Kondolenzbuch ein. Das zwölfjährige Mädchen Luise wurde am 11. März 2023 mit zahlreichen Messerstichen getötet.
Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, trägt sich in das Kondolenzbuch ein. Das zwölfjährige Mädchen Luise wurde am 11. März 2023 mit zahlreichen Messerstichen getötet. © Christoph Reichwein/dpa

Eine Woche nach dem Tod von Luise aus Freudenberg hat sich NRW Ministerpräsident Henrik Wüst (CDU) vor Ort in ein Kondolenzbuch eingetragen.

Freudenberg -  Die Kirche in Freudenberg ist seit einer Woche fast dauerhaft geöffnet, um Menschen zu ermöglichen, dort still zu trauern und zu beten.  Nach dem Tod der 12-jährigen Luise hatten zwei Mädchen aus dem Ort die Tötung bei der Polizei gestanden. Seither befindet sich die kleine Stadt im Siegerland im Ausnahmezustand: An der Schule fand kaum Unterricht statt, die Bewohnerinnen und Bewohner stehen unter Schock und trauern.

Am kommenden Mittwoch soll nun eine Gedenkfeier für das Mädchen stattfinden. Alle, die teilnehmen möchten, seien in die Aula der Esther-Bejarano-Gesamtschule eingeladen, heißt es in einer am Samstag in der Siegener Zeitung veröffentlichten Traueranzeige. Die Kirchengemeinde kündigte an, im Rahmen eines regulären Gottesdienstes an diesem Sonntag „unserer Fassungslosigkeit über den Tod von Luise einen besonderen Raum zu geben.“

Wüst über Luise aus Freudenberg: „Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg“

Am Samstag kam NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach Freudenstadt. Er ging in die Kirche und trug sich in ein dort ausliegendes Kondolenzbuch ein. „Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg“, hatte Wüst unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls getwittert, seiner Bestürzung Ausdruck verliehen.

Der NRW-Regierungschef schien sich etwas länger in Freudenberg aufgehalten zu haben. Nach dpa-Informationen sprach er demnach auch kurz mit vier Seelsorgerinnen und Seelsorgern und bedankte sich für ihren Einsatz.

Luise aus Freudenberg: Das ist bisher bekannt über Luise und die mutmaßlichen Täterinnen

Zwei 12 und 13 Jahre alte Mädchen hatten die Gewalttat gestanden. Mit mehreren Messerstichen sollen sie Luise in der vergangenen Woche nach bisher bekanntgegebenen Erkenntnissen am Samstag (11. März) in einem abgelegenen Wald an der Grenze von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen getötet haben. In der Traueranzeige ist bei Luises Lebensdaten der „12.03.2023“ als Todestag angegeben.

Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich in dem Fall mit Informationen zum Hintergrund, zu den mutmaßlichen Täterinnen und möglichen Motiven sehr bedeckt und verweisen auf den Persönlichkeitsschutz. Die Mädchen sind wegen ihres Kindesalters noch nicht schuldfähig und können nicht vor Gericht gestellt werden. Die Ermittler warnten zugleich vor Spekulationen vor allem in den sozialen Medien, „die sich nicht mit dem aktuellen Stand der Ermittlungen decken“, und baten, sich daran nicht zu beteiligen. Die tatverdächtigen Mädchen haben Freudenberg nach Angaben des Kreises Siegen-Wittgenstein inzwischen gemeinsam mit ihren Familien verlassen. Sie seien dabei außerhalb des häuslichen Umfeldes untergebracht. (dpa/kat)

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