Chinas erste Mars Mission
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Ein Raumfahrzeug der Volksrepublik China sucht auf dem Mars nach Spuren mikrobiellen Lebens.

Wissenschaft

Elite-Professor glaubt, dass Leben auf dem Mars aus NASA-Laboren stammen könnte

Während aktuell auf dem Mars der NASA-Rover „Perserverance“ und Chinas ferngesteuertes Landfahrzeug „Zhurong“ nach Anzeichen für Leben suchen, gibt auf Erden der Professor einer amerikanischen Elite-Universität zu bedenken, dass auf dem Roten Planeten entdecktes mikrobielles Leben nicht zwingend marsianischen Ursprungs sein muss.

New York - Christopher Mason, Professor für Biophysik an der renommierten Cornell University in New York, hält es für möglich, das Weltraumfahrer irdische Bakterien unbeabsichtigt mit auf ihre Reisen ins All nehmen. Trotz intensiver Reinigungsprozesse ihrer Ausrüstung und der Montage von Raumfahrzeugen in mit speziellen Luftfiltern ausgestatteten und sterilisierten Räumen.

In einem ausführlichen Artikel für die BBC schreibt Mason, dass es „fast unmöglich“ sei, „mit einem Raumschiff auf null Biomasse zu kommen.“ „Mikroben sind seit Milliarden von Jahren auf der Erde und sie sind überall. Sie sind in uns, auf unseren Körpern und überall um uns herum. Einige können sich sogar in den saubersten Räumen einnisten und vermehren.“

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 20.05.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Spuren von Leben auf dem Mars könnten ursprünglich von der Erde stammen

In zwei aktuellen Studien, an denen Mason beteiligt war, untersuchten die Forscher, wie einige Organismen den Reinigungsprozess und auch die Reise zum Mars* überleben könnten und wie schnell mikrobielle Arten im Weltraum wachsen können. „Es stellt sich heraus, dass saubere Räume als natürlicher Selektionsprozess für die widerstandsfähigsten Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Viren) dienen könnten, die dann eine größere Chance haben, eine Reise zum Mars zu überleben“, schrieb er.

Sobald diese Mikroben auf dem Mars eintreffen, passiert das, was Wissensschafler als “Vorwärts-Kontamination” bezeichnen. Der Begriff bezeichnet den Vorgang, wenn irdische Lebensformen auf andere Himmelskörper gelangen - absichtlich und unabsichtlich - und diese kontaminieren. Mason warnte, dass die Mikroben „Chaos anrichten” können, wenn sie in einem neuen Ökosystem ankommen. Dies gilt es zu verhindern, weshalb bei Raumfahrtprogrammen ein großer Sterilisationsaufwand betrieben wird.

Demnach müssen etwaige Spuren von mikrobakteriellen Leben, die schon auf Mars entdeckt wurden, nicht zwingend auch marsianischen Ursprungs sein. Die NASA* sagte, sie habe zusätzliche Vorkehrungen getroffen, um sicherzustellen, dass alle vom Mars zurückgegebenen Proben sicher aufbewahrt werden. Wissenschaftler sind sich jedoch bewusst, dass Tests durchgeführt werden müssen, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse nicht irdischen Ursprungs sind. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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