Besonderes Himmelsphänomen

Seltene Planeten-Konstellation nach 18 Jahren wieder sichtbar – wann kann man sie beobachten?

Im Juni lässt sich am Himmel ein seltenes Ereignis betrachten. Fünf Planeten – Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn – reihen sich hintereinander auf. Vor 18 Jahren war das zuletzt der Fall.

München - Seit sich die Menschen für Sonne, Mond und Sterne interessieren, beobachten sie auch verschiedene Spektakel an den Himmelskörpern. Im Juni dieses Jahres erwarten die Sterngucker ein besonderes Ereignis, das sich nur selten abspielt. So werden fünf Planeten in einer Reihe stehen und einen eindrucksvollen Anblick liefern. Erst in 19 Jahren wird sich dies wieder auf gleiche Weise ereignen.

Planeten-Reihe sichtbar: Höhepunkt des Himmelsspektakels am Freitagmorgen

Die Zeitschrift Sky & Telescope ist die größte ihrer Art in den USA, Amateurastronomen informieren sich hier über die aktuellen Geschehnisse der Raumfahrt sowie des Sonnensystems. Wie das Magazin aufklärt, bietet sich schon Anfang Juni eine wahre Aufführung am Himmel, die sich über den gesamten Monat fortsetzt. Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn ordnen sich in einer Reihe an.

Am Freitag, den 24. Juni, gipfelt das Phänomen in einer perfekten Anordnung der fünf Planeten, da die Himmelskörper jeden Tag etwas näher aneinander rücken. Somit ergibt sich am Freitagmorgen eine Formation, die einer Perlenkette gleicht. Zudem sorgt eine abnehmende Mondsichel zwischen Mars und Venus dafür, dass die Konstellation noch besser zu sehen sein wird. Das berichtet das bgr.com, ein Portal für wissenschaftlich-technologische News.

Himmelsspektakel erstmals seit 18 Jahren zu sehen – nächstes Phänomen erst 2041

Die Planeten-Parade wird nur zu einem bestimmten Zeitpunkt besonders gut zu sehen sein. Am Freitag in den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne noch nicht zu hoch am Himmel steht, werden Hobby-Astronomen auf der Lauer sein. Eine Stunde vor Sonnenaufgang ist die optimale Zeit, um sich das Ereignis anzusehen, später könnten die Sonnenstrahlen bestimmte Planeten, wie etwa den Merkur, nur stark beleuchten. Auch die anderen Planeten sollten dann nicht mehr allzu gut zu erkennen sein.

Blick in die Tiefen des Universums – So sieht „Hubble“ das Weltall

Der Blasennebel (NGC 7635) im Sternbild Kassiopeia ist ein Emissionsnebel in etwa 7100 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Seine Blasen-Form entsteht durch den Sternwind eines Sterns, der gerade große Mengen an Gas ausstößt. Die Gase stoßen auf eine riesige Molekülwolke, die sich in dieser Region befindet – eine Stoßwelle entsteht, die die äußere Hülle der Gasblase bildet.
Dieses Aufnahme des „Hubble“-Weltraumteleskops zeigt den offenen Sternhaufen Trumpler 14 (auch Collinder 230) im Sternbild „Kiel des Schiffs“. Der Sternhaufen befindet sich etwa 9000 Lichtjahre entfernt im Carinanebel. Er ist einer der jüngeren Sternhaufen der Milchstraße und nur etwa 300.000 bis 500.000 Jahre alt. Trumpler 14 beherbert etwa 2000 junge Sterne, unter anderem einen der hellsten Sterne der Milchstraße.
Die „Säulen der Schöpfung“ sind eines der berühmtesten „Hubble“-Bilder überhaupt. Hier blickt das Nasa-Weltraumteleskop auf eine kleine Region des Adler-Nebels (M16), es handelt sich um ein Sternenentstehungsgebiet etwa 6500 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Die Spiralgalaxie M83 (südliche Feuerradgalaxie) ist ein beliebtes Ziel für Amateurastronomen. Sie befindet sich 15 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Wasserschlange und ist am Himmel auf der südlichen Erdhalbkugel eine der hellsten Spiralgalaxien. In der „Hubble“-Aufnahme sind tausende Sternenhaufen, hunderttausende einzelne Sterne und Überbleibsel von Sternentoden (Supernovae) zu sehen.
Blick in die Tiefen des Universums – So sieht „Hubble“ das Weltall

Anordnen werden sich die Planeten in der Reihenfolge: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, also von Osten nach Süden. Doch wieso ist diese Formation derart speziell? Seit 2004 wurde kein vergleichbares Phänomen mehr beobachtet, Astronomie-affine Personen sollten die Gelegenheit also nutzen. Bis zur nächsten Planeten-Anreihung werden die Himmelsbeobachter dann einige Jahre warten müssen, denn wie Sky & Telescope berichtet, bietet sich die nächste Gelegenheit erst wieder im März 2041. (ajr)

Rubriklistenbild: © Panthermedia/imago-images

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