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Nach schweren Unwettern in der Schweiz: Drei deutsche Urlauberinnen bei Erdrutsch getötet

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Bei einem Erdrutsch in der Schweiz sind drei Menschen ums Leben gekommen. In den letzten Tagen hatte es schwere Unwetter gegeben.

Cevio – Vor allem im südlichen Kanton Tessin kam es in der Nacht auf Sonntag (30. Juni) zu starken Gewittern. Wie die Polizei mitteilte, kam es dort zu einem Erdrutsch in Fontana im Maggiatal, bei dem im Laufe der Aufräumarbeiten Leichen zum Vorschein kamen.

Unwetter führen zu Erdrutsch in der Schweiz: drei Menschen sterben

Bereits am Montag (1. Juli) wurden drei Leichen in dem betroffenen Gebiet geborgen. Nach einer weiteren Person wird noch immer gesucht. Bei den drei toten Personen soll es sich nach Angaben um deutsche Urlauberinnen im Alter von 73 und 76 Jahren handeln. Wie die Polizei berichtete, stammen alle aus Baden-Württemberg. Von einem Sprecher vor Ort hieß es, dass sich wohl mindestens zwei der drei Frauen kannten.

Bei schweren Unwettern in der Schweiz sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen – fünf werden noch vermisst.
Bei schweren Unwettern in der Schweiz sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen – fünf werden noch vermisst. © picture alliance/dpa/KEYSTONE | Michael Buholzer

Da von den Häusern im betroffenen Gebiet nur Schuttberge übrig geblieben waren, konnte die genaue Situation der drei Frauen aber noch nicht rekonstruiert werden. Ein weiterer Mann wurde wenig später leblos im Kanton Wallis gefunden. Die Polizei teilte mit, dass dieser wohl nicht mit den Wassermassen gerechnet habe und im Schlaf überrascht worden sei. Im Walliser Binntal gilt zudem noch eine weitere Person vermisst, die Rettungsarbeiten werden durch das schlechte Wetter erschwert.

Vier weitere Personen werden nach schweren Unwettern noch immer vermisst

Nur zwei Tage nach den schweren Unglücken in einigen Teilen der Schweiz meldete sich die Polizei erneut. Vier weitere Personen werden nach Angaben vermisst. Die Meldungen gingen am Montagabend bei der Polizei ein. Die Kantonspolizei Tessin gab an, dass es sich um zwei Männer sowie zwei Frauen handeln soll. Zuletzt wurden sie in der beliebten Urlauberregion bei Prato Sornico und Fontana im oberen Maggiatal gesehen, die Identitäten wurden nicht bekannt gegeben.

Insgesamt gelten im Maggiatal damit noch fünf Personen als vermisst. Die Polizei kann bis dato nicht ausschließen, dass sie das gleiche Schicksal wie die drei getöteten Frauen ereilt hat. Im Maggiatal nahm das Unwetter zeitweise eine solche Wucht, dass eine 57 Meter lange Brücke bei Visletto eingestürzt war – sie konnte den Wassermassen nicht standhalten. Einige Gebiete oberhalb sind für die Rettungskräfte deshalb nur schwer oder gar nicht erreichbar. Auch bei Lawinen-Unglücken kommt es immer wieder zu Todesopfern. (rd/dpa)

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