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Doppel-Orkan rollt auf Deutschland zu: DWD warnt – und am Wochenende droht schon der nächste Sturm

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Eine gefährliche Orkan-Serie wütet über Deutschland und Europa. Die Zahl der Toten steigt auf 13 an, darunter zwei Deutsche.

Update vom 04. November 2023, 09.23 Uhr: Der Herbst zeigt sich europaweit von seiner stürmischen Seite. In Italien starben bei einem historischen Unwetter sechs Menschen und auch in Deutschland herrscht noch immer Sturm-Gefahr. Laut dem Deutschen Wetterdienst DWD kann es am Nachmittag zu teils schweren Sturmböen in Teilen Deutschlands kommen. Vor allem auf dem Brocken im Harz kann noch zu Orkanböen kommen.

Doppel-Orkan rollt auf Deutschland zu: Am Wochenende droht schon der nächste Sturm

Update vom 3. November, 19.38 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch das Orkan-Tief Ciarán ist auf 16 gestiegen. In der norditalienischen Region Toskana starben laut Behörden mindestens sechs Menschen, während vor der Küste Portugals drei Menschen beim Kentern ihres Segelbootes am Freitag ertranken. Weitere Todesfälle wurden zuvor schon aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Belgien gemeldet. Der Sturm und starke Regenfälle verursachten ein Chaos im Flug- und Bahnverkehr.

Das Sturm-Tief traf in der Nacht zum Donnerstag auf das europäische Festland und fegte dann mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und starkem Regen über Teile Westeuropas hinweg.

Am Wochenende droht schon der nächste Sturm

Update vom 3. November, 15.25 Uhr: Während sich der Orkan Ciarán allmählich legt, kündigt sich bereits das nächste Tief an. Der Orkan Fred hat sich ebenfalls über dem Atlantik gebildet und rollt aktuell auf Europa zu, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag (3. November). Am Samstag sollen in der Westhälfte Deutschlands dichte Wolken aufziehen. „Am Sonntag wird dann auch die Osthälfte von dichten Wolken und Regen erfasst“, erklärt Meteorologin Jacqueline Kernn.

Die Temperaturen bleiben derweil weiterhin mild. Die Höchstwerte liegen laut Kernn meist im zweistelligen Bereich und die Nächte bleiben frostfrei. Es weht allerdings ein frischer, teils stürmischer Wind. „Die Winterjacke braucht man noch nicht, aber Gummistiefel und Regenjacke sind treue Begleiter“, sagte Kernn.

Starke Windböen auf dem Brocken
Auch in Deutschland waren die Ausläufer des Sturms zu spüren. Zwei Deutsche Frauen kamen zu Tode. © Dpa/Matthias Bein

Die Zahl der Toten nach der Orkan-Serie über Deutschland steigt auf 13

Update vom 3. November, 12.13 Uhr: Die Zahl der Toten ist europaweit mittlerweile auf 13 angestiegen. Unter den Opfern befinden sich auch zwei Deutsche. Im belgischen Gent starb am Donnerstag (2. November) eine 64-jährige Frau aus Deutschland, die dort zu Besuch war. Wie Tag 24 berichtete, wurde die Frau bei einem Spaziergang im Zitadellenpark durch einen herabfallenden Ast getötet. In Niedersachsen kam am selben Tag eine 46-Jährige durch einen umgestürzten Baum zu Tode.

Update vom 3. November, 11.25 Uhr: Während der Sturm Ciarán aktuell seine vollen Auswirkungen in Italien zeigt, beginnen anderswo bereits die Aufräumarbeiten. So waren in Frankreich am Morgen noch mehr als eine halbe Million Haushalte ohne Strom. Auch der Bahnverkehr steht vor allem im Norden des Landes weiterhin still. Die Schäden des Unwetters werden vom Versicherungsexperten Risk Weather bei der Zeitung „Le Parisien“ auf 370 bis 480 Millionen Euro geschätzt. In Belgien normalisiert sich die Lage ebenfalls wieder. Züge sollen weitgehend wieder fahren. Einige Verspätungen, sowie Ausfälle können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Mehr als tausend Einsätze wurden wegen des Sturms verzeichnet, hauptsächlich aufgrund von umgestürzten Bäumen.

Orkan wütet über Europa: Sturmböen bis 120 km/h in Spanien – 800 Menschen evakuiert

In Spanien, in der Nähe des Dorfes Montichelvo südlich von Valencia, ist unterdessen ein Waldbrand ausgebrochen. Angefacht wurde dieser von den starken Winden des Sturms Ciarán. Circa 800 Menschen wurden aus ihren Häusern evakuiert, bereits bis zu 1400 Hektar Land sind verbrannt. Durch die starken Böen sind die Löscharbeiten deutlich erschwert. Die Sturmböen von bis zu 120 km/h machen es unmöglich, Hubschrauber oder Löschflugzeuge einzusetzen.

Update vom 3. November, 07.09 Uhr: Sturmtief Ciarán sorgt weiter für Chaos in Europa. Auf der Insel Jersey spricht man vom schlimmsten Sturm seit 1987, berichtet die britische News-Website The Independent. Viele Häuser wurden beschädigt, mehrere Menschen mussten in Hotels untergebracht werden. Mehr als 100.000 Haushalte sind demnach ohne Strom. Eine Frau berichtet von Hagelkörnern „größer als Golfbälle“, die ihre Fenster zerstört hätten. Wie der nationale britische Wetterdienst auf X (früher Twitter) berichtet, hat der Sturm den geringsten Meeresspiegeldruck in England seit 1916 und in Wales seit 2010, im November verursacht.

Weiterhin sind dutzende Flutwarnungen in England aktiv, einige englische Kinder werden wohl erst ab Montag die Schule wieder besuchen. Auch Italien spürt die Auswirkungen des Sturmtiefs bereits. So zieht Ciarán südwärts durch das Land. Unwetter-Warnungen bestehen unter anderem für Venedig und Neapel. In Deutschland warnt der DWD vor schweren Sturmböen auf dem Brocken sowie Sturmböen an der Nordsee, im Thüringer Wald und in der Rhön. Stellenweise kann es Windböen im Nordwesten, Westen und in der Mitte Deutschlands geben. Am Alpenrand warnt der DWD vor Dauerregen, oberhalb der 1000-Meter-Grenze gibt es leichten Schneefall.

Gefährlicher Orkan: Ein umstürzender Baum erschlägt eine Frau am Rammelsberg

Update vom 2. November, 18.27 Uhr: Bei dem Sturmtief Ciarán sind nach aktuellem Stand insgesamt sieben Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Todesfälle wurden durch stürzende Bäume und Äste verursacht: In Niedersachsen starb eine 46-jährige Frau, in Belgien wurden ein fünfjähriges Kind und eine Frau getötet. Zudem wurden zwei Todesopfer aus Frankreich gemeldet sowie jeweils ein Todesopfer aus Spanien und den Niederlanden.

Update vom 2. November, 13.29 Uhr: Am Rammelsberg wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen, bestätigt der Kreisfeuerwehrverband Goslar auf Anfrage von IPPEN.MEDIA. Das Unglück ereignete sich gegen 10.30 Uhr. Ihre kleinen Kinder und ihr Ehemann wurden Zeugen.

Mit so starkem Wind hatte in der Region niemand gerechnet, erklärt ein Sprecher des Feuerwehrverbands. Der Sturm sei so auch nicht angesagt gewesen. Dann wütete er kurz, aber heftig. Etwa eine Stunde lang blies der Wind mit bis zu 111 km/h. Mittlerweile ist es in der Umgebung von Goslar schon wieder vorbei.

Orkan-Serie trifft Europa: DWD mit Sturm-Warnung für Deutschland - Hier wird es jetzt gefährlich

Update vom 2. November, 12.45 Uhr: Besonders in Frankreich und Teilen Großbritanniens schlägt das Orkan-Tief mit voller Wucht zu. Ein Lastwagenfahrer starb, als sein Fahrzeug von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Etwa 1,2 Millionen Haushalte waren ohne Strom. Mehr als 1300 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Feuerwehren rückten zu rund 1900 Einsätzen aus. Zehntausende Menschen waren außerdem vom Mobilfunknetz abgeschnitten. Auf der britischen Insel Jersey wurden der Polizei zufolge Windgeschwindigkeiten von bis zu 164 Stundenkilometern gemessen. „Bitte bleiben Sie drinnen. Es ist sehr gefährlich da draußen“, so eine Mitteilung der Jersey Police. Wie der Wetter-Experte Björn Alexander gegenüber Ntv sagte, erreichen die Wellen in Küstenregionen eine Höhe von bis zu 20 Metern.

In Deutschland werden am Donnerstag  Sturmböen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde erwartet. An der Nordsee seien insbesondere Ostfriesland und Helgoland betroffen. An der Ostsee soll es mehrheitlich bei Starkwind bleiben, aber von Flensburg bis Fehmarn und auf Rügen sei mit stärkeren Windböen zu rechnen. Bereits am Donnerstagmorgen beeinträchtigten erste umgestürzte Bäume den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Wetter-Warnung für Deutschland: Welche Regionen vom Sturm betroffen sind

Update vom 2. November, 11.21 Uhr: Der DWD warnt am Donnerstag vor markantem Wetter. Ausläufer des Sturms „Ciarán“ werden vor allem den Westen des Landes und die Nordküste treffen. Folgende Bundesländer sind betroffen (Stand: 2. November, 11.11 Uhr):

Besonders in höheren Lagen, vor allem auf dem Brocken, ist mit schweren Orkanböen zu rechnen. Das Portal donnerwetter.de informiert, dass es am Donnerstagmorgen bereits in Teilen Nordrhein-Westfalens Böen um die 100 km/h gab. Bäume sind abgeknickt und Äste auf Fahrbahnen und Gehwegen gestürzt, wie auf Bildern auf X (ehemals Twitter) zu sehen ist. Bis in den Donnerstagnachmittag hinein könne der Sturm noch wüten. Der Osten und Südosten Deutschlands bleibt von dem Sturm eher unberührt. Hier sind starke Regenfälle möglich, insbesondere Dauerregen am Alpenrand.

Sturm-Tief erfasst Europa – Flüge annulliert

Update vom 2. November, 10.15 Uhr: Wegen des sich nähernden Sturmes „Ciarán“ sind in den Niederlanden hunderte Flüge annulliert worden. Das teilte ein Sprecher des Amsterdamer Flughafens Schiphol am Donnerstag mit. Passagiere müssten sich auch auf Verspätungen einstellen. Auch andere Flughäfen meldeten Annullierungen. Wegen der erwarteten heftigen Sturmböen wurde zudem die Schifffahrt von der Nordsee auf die Westerschelde im Südwesten des Landes gestoppt. Auch können einige Fähren zu Wattenmeerinseln nicht fahren.

Der Meteorologische Dienst rief die zweithöchste Alarmstufe Orange aus für die südwestliche Provinz Zeeland und die Regionen an der Nordseeküste. Es wird mit Sturmböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde gerechnet. Einige Schulen blieben vorsorglich geschlossen.

Sturm „Ciarán“ trifft Donnerstag auch auf Deutschland

Update vom 2. November, 6.55 Uhr: Heftige Sturmböen, hohe Sturmwellen und Überschwemmungsgefahr: Medienberichten zufolge, kam es an mehreren Orten Frankreichs in der Nacht zu Stromausfällen und umgestürzten Bäumen. Es kam zu etlichen Feuerwehreinsätzen. Nach den schweren Stürmen in der Nacht über Frankreich und Südengland ist nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auch am Donnerstag (2. November) mit Starkwind und Überflutungen zu rechnen. Der britische Wetterdienst Met Office warnte vor Lebensgefahr durch herumfliegende Trümmerteile und umstürzende Bäume. In Frankreich wurde der Zugverkehr in den Regionen Bretagne, Normandie, Pays de Loire, Hauts de France und Centre Val de Loire für Donnerstag weitgehend eingestellt.

Deutschland soll von dem Sturm auch etwas zu spüren bekommen, allerdings nur abgeschwächt. Der Deutsche Wetterdienst erwartet Sturmböen von bis zu 85 Kilometer pro Stunde vor allem in höheren Lagen und an der Nordseeküste, auf dem Brocken im Harz bis zu 100 Kilometer pro Stunde. Am Vormittag wird der Wind laut der DWD-Prognose zunehmen. An der Nordseeküste und im Westen Deutschlands gelten amtliche Sturmwarnungen.

Extreme Orkanböen: Orkantief Emir (international „Ciarán“) trifft auf England und Frankreich

Erstmeldung von Mittwoch, 1. November: Kassel – Die brisante Wetterlage zeichnet sich schon seit Tagen ab. Jetzt bereiten sich Teile Europas auf Orkan Ciarán – so der internationale Name des Tiefs, hierzulande Emir genannt – vor. Wetterexperten erwarten Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h und 10-Meter-Wellen.

Der heftige Sturm trifft besonders den Westen Europas – mit Schwerpunkt über dem Westen Frankreichs, besonders die Bretagne und dem Ärmelkanal. In Deutschland sind ab Donnerstag (2. November) abgeschwächte Ausläufer besonders im Nordsee-Raum zu erwarten. Mehrere Fährverbindungen im Ärmelkanal wurden bereits gestrichen. Die Fährgesellschaft Condor sagte ihre Passagier- und Frachtverbindungen zwischen den Kanalinseln und Großbritannien für Mittwoch und Donnerstag ab. Das Fähr-Unternehmen DFDS cancelte außerdem Fahrten zwischen dem französischen Dieppe und dem englischen Newhaven.

Rekord-Sturm rollt auf Europa zu: Britischer Wetterdienst warnt vor herumfliegenden Trümmerteilen

Der britische Wetterdienst Met Office warnt vor herumfliegenden Trümmerteilen, Schäden an Gebäuden und Überflutungen. Auch Zugverbindungen könnten unterbrochen sein, sowie Straßen gesperrt. Besonders die Küstengebiete im Südwesten und Südosten Englands sind demnach betroffen. Auf den Kanalinseln werden Windböen von bis 152 km/h erwartet. Am späten Mittwochnachmittag gab es 29 Hochwasserwarnungen für England, Schottland und Wales. In Teilen Nordirlands kam es laut dem Mirror bereits zu Überschwemmungen.

Voraussichtlich trifft Orkan Ciarán Mittwochabend (1. November) mit seiner vollen Wucht Großbritannien. Die schwersten Böen erwartet der britische Wetterdienst am Donnerstag zwischen 3 und 11 Uhr. Eine Regenwarnung wurde unter anderem für Ostengland, London, den Südosten, den Südwesten und Wales ab 18 Uhr am Mittwoch herausgegeben.

Frankreich rüstet sich für Rekord-Sturm mit Böen bis 170 km/h – Alarmstufe Rot im Norden

Sturmtief Ciaràn soll auch Frankreich am Mittwochabend (1. November) gegen 20 Uhr treffen. Vor extremem Wind, starkem Wellengang und Regen warnt der französische Wetterdienst Météo-France. Auf der Plattform X teilt Météo-France eine neue Karte mit seiner Vorhersage.

Windspitzen von 150 bis 170 km/h könnten an der Küste in der Bretagne bei Finistère, Côtes-d‘Armor und Manche erreicht werden. Auf dem offenen Meer sind Böen bis 200 km/h laut Wetterexperten von wetter.de nicht auszuschließen.

Trifft ein Jahrhundertsturm Frankreich?

An der französischen Atlantikküste haben mehrere Gemeinden in der Gironde beschlossen, ihre Strände zu schließen, berichtet franceblue.fr.

Ob Sturmtief Emir (international Ciarán) bisherige Rekorde bricht, bleibt abzuwarten. Laut dem französischen TV Sender BFMTV sei Ciarán nicht mit Sturm Lothar im Dezember 1999 vergleichbar. Lothar durchquerte damals ganz Frankreich mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h. Nach den Prognosen dürfte Ciarán zu den 40 größten Stürmen seit 1980 zählen. Und am Samstag soll schon das nächste Orkantief auf die Atlantikküste Frankreichs treffen. (ml)

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