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Alec Baldwin nach Todesschüssen vor Gericht: Welche Strafe dem US-Schauspieler jetzt droht

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Der Hollywood-Schauspieler Alec Baldwin muss sich vor Gericht verantworten. Am Set seines Films „Rust“ kam im Jahr 2021 eine Kamerafrau ums Leben.

Santa Fe – Bereits vor fast drei Jahren ist es am Set von „Rust“ zu den tödlichen Schüssen auf eine Kamerafrau gekommen. Das Gericht stellt sich ab dieser Woche die Frage, ob es sich dabei lediglich um einen unglücklichen Unfall oder doch fahrlässige Tötung handelte. Alec Baldwin droht sogar eine Haftstrafe.

Alec Baldwin vor Gericht – dem Schauspieler droht bei Schuldspruch eine Haft

Am 21. Oktober 2021 ereignete sich auf dem „Rust“-Filmset ein tödliches Drama. Alec Baldwin, der in einer Szene einen Revolver zog, feuerte laut Anklage in Richtung Kamera. Statt der erwarteten Platzpatronen war scharfe Munition in der Waffe geladen. Die abgefeuerte Kugel traf die Kamerafrau Halyna Hutchins, die daraufhin verstarb. Der Regisseur Joel Souza, der sich hinter Hutchins befand, wurde ebenfalls getroffen und an der Schulter verletzt.

Der Schauspieler Alec Baldwin muss sich ab dieser Woche vor Gericht verantworten – am Set seines Films „Rust“ war es zu Todesschüssen gekommen.
Der Schauspieler Alec Baldwin muss sich ab dieser Woche vor Gericht verantworten – am Set seines Films „Rust“ war es zu Todesschüssen gekommen. © picture alliance/dpa/Invision via AP | Evan Agostini

Halyna Hutchins‘ Tod führte dazu, dass Alec Baldwin sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten muss. Am Dienstag, dem 9. Juli 2024, beginnt der Prozess gegen ihn im Bezirksgericht von Santa Fe. Über Baldwins Schuld werden schließlich zwölf Geschworene entscheiden. Sollte er die Höchststrafe erhalten, könnte ihm eine Haftstrafe von bis zu 18 Monaten drohen. Kürzlich hatte eine Richterin die Entscheidung getroffen, dass das Verfahren stattfinden wird, was bei Baldwins Verteidigung für Unmut sorgte.

Alec Baldwin beteuert nach Todesschüssen weiterhin seine Unschuld

Baldwins Verteidigungsteam unternahm wiederholte Versuche, den Prozess zu verhindern. Sämtliche Anträge zur Einstellung des Verfahrens wurden jedoch zurückgewiesen. In einer letzten Argumentation behauptete die Verteidigung, die Waffe sei durch das FBI beschädigt worden, doch auch dies änderte nichts am bevorstehenden Prozessbeginn. Das Verfahren, das voraussichtlich zwei Wochen dauern wird, steht aufgrund Baldwins Berühmtheit stark im Fokus der Medien und wird live übertragen.

Bereits im Frühling stand Hannah Gutierrez-Reed, die Waffenmeisterin am „Rust“-Set, in Santa Fe vor Gericht. Sie trug die Verantwortung für die Waffensicherheit bei den Dreharbeiten. Während der Ermittlungen wurden sechs echte Patronen am Set gefunden, was zu ihrer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung führte. Sie erhielt eine Haftstrafe von 18 Monaten. Ähnliches könnte nun Alec Baldwin widerfahren. Ihm wird vorgeworfen, als Hauptdarsteller und Produzent die Sicherheitsvorkehrungen missachtet zu haben.

Alec Baldwin beteuerte seit dem tödlichen Vorfall immer wieder seine Unschuld. „Ich habe den Abzug nicht betätigt“, sagte er wenige Wochen nach den Ereignissen. Er könne sich nicht erklären, wie scharfe Munition in die Waffe gelangt sei. Experten für Schusswaffen kamen in ihren Untersuchungen jedoch zu dem Schluss, dass der Abzug der Waffe gedrückt worden sein muss, um den Schuss abzufeuern. Trotz dieser Feststellung plädiert Baldwins Verteidigung weiterhin auf „nicht schuldig“ und setzt auf einen Freispruch. (rd/dpa)

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