So beobachten Sie den Perseiden-Schauer heute am besten
Der Höhepunkt des Perseiden-Sternschnuppenstroms ist erreicht. Hier erfahren Sie, wie Sie die Sternschnuppen um den 12. August herum optimal beobachten können.
Update vom 13. August, 10.21 Uhr: Sie hatten sich angedeutet – und die Natur hat geliefert. Nachdem vergangenes Jahr die Sicht auf die Perseiden vielerorts bedeckt gewesen ist, hielt das Tropenwetter, was es versprochen hatte und brachte vergangene Nacht einen klaren Himmel über Deutschland.
Dadurch gab es nicht nur etliche Sternschnuppen des Meteorschauers zu bestaunen, sondern mit etwas Glück ein doppeltes Himmelsspektakel. Auch die äußerst seltenen Polarlichter zeigte sich in der Nacht von Montag (12. August) auf Dienstag wieder forsch über Deutschland.

Bis zu 30 Sternschnuppen konnten bei perfekten Bedingungen während des Perseiden-Höhepunkts Montagnacht beobachtete werden. Durchschnittlich zeigte sich also alle zwei Minuten ein Meteorschauer, wie Forscher Carolin Liefke vom Haus der Astronomie gegenüber IPPEN.MEDIA sagte.
Wer noch Wünsche mit dem Universum offen hat, dem sei gesagt: Auch in den kommenden Nächten sind noch Sichtungen möglich. Einige Dutzend Sternschnuppen können in der Nacht auf Mittwoch über den Himmel flitzen, wie Marco Ludwig von der Sternwarte Neumünster dem NDR sagte.
Meteorstrom über Deutschland: Experte verrät, wie man den Perseiden-Höhepunkt am besten beobachtet
Erstmeldung vom 12. August, 16.53 Uhr: Frankfurt – Die Perseiden sind der beliebteste Sternschnuppen-Strom des Jahres, was daran liegt, dass sie jährlich auf den August fallen und bei schönem Sommerwetter beobachtet werden können. Im Jahr 2024 liegt das Sternschnuppen-Maximum für Beobachtende in Europa allerdings ungünstig: Es fällt auf die Nachmittags- und Abendstunden des 12. August – wenn der Himmel auf jeden Fall noch zu hell ist, um Sternschnuppen zu sehen. Da stellt sich die Frage, wann man die Perseiden im Jahr 2024 am besten beobachten kann.
Der Experte Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) rät gegenüber fr.de von IPPEN.MEDIA zur Beobachtung „während der zweiten Nachthälfte“. Das hat einen Grund: „Der Mond geht erst gegen 23 Uhr unter“, so Pilz. „Der Radiant, also die Stelle, von der die Perseiden kommen, steht zum Ende der Nacht am höchsten.“
| Name: | Perseiden |
|---|---|
| Typ: | periodischer Sternschnuppen-Strom |
| Aktivitätszeitraum: | 17. Juli bis 24. August |
| Maximum: | um den 12. August herum (2024: Nachmittag des 12.8.) |
| Sternschnuppen pro Stunde: | 100 (bei perfekten Bedingungen) |
| beste Beobachtungszeit 2024: | frühe Morgenstunden des 12. und 13. August 2024, Abend des 12. August 2024 |
| Spitzname: | Laurentiustränen |
Perseiden heute beobachten: So sehen Sie 20 bis 30 Sternschnuppen pro Stunde
Generell empfiehlt es sich, möglichst nah am Perseiden-Maximum nach den Sternschnuppen Ausschau zu halten. Das wären im Jahr 2024 die Nacht vom 12. auf den 13. August sowie der frühe Morgen des 13. August. Je später in der Nacht man den Blick zum Himmel richtet, desto besser stehen die Chancen, viele Sternschnuppen zu sehen. In der Theorie sind während des Perseiden-Maximums bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich.
Dieser Wert geht jedoch von perfekten Beobachtungsbedingungen aus, die nur sehr selten erreicht werden. Der Sternexperte Pilz gibt daher auch eine realistischere Schätzung ab: „Von einem dunklen Standort aus kann man 20 bis 30 Meteore je Stunde erwarten.“ Auch das ist ein guter Wert – schließlich bedeutet es, dass man alle zwei bis drei Minuten eine Sternschnuppe über den Himmel flitzen sehen würde.
Sternschnuppennacht im August: Perseiden heute beobachten
Doch wie beobachtet man Sternschnuppen am besten? Grundsätzlich gilt, dass man für eine „Sternschnuppennacht“ einen Beobachtungsplatz suchen sollte, der zwei Bedingungen erfüllen muss: Der Himmel sollte möglichst dunkel sein, außerdem sollte man einen guten Rundumblick an den Himmel haben. Denn die Sternschnuppen können überall am dunklen Himmel auftauchen. Verfolgt man ihre Leuchtspur dann zurück, scheinen sie aus dem Sternbild Perseus – dem Radianten – auszuströmen.

Dieses Sternbild geht mit dem Sonnenuntergang im Nordosten auf und wandert im Laufe der Nacht immer weiter am Himmel nach oben. Seine höchste sichtbare Position am Himmel erreicht es vor der Morgendämmerung. Die Perseiden sind jedoch am gesamten Himmel zu sehen – man muss das Sternbild nicht am Himmel finden, um Sternschnuppen zu entdecken.
Beobachtungstipps für die Sternschnuppennacht: Dunkeladaption der Augen
Um bei der Jagd nach Sternschnuppen länger durchzuhalten, empfiehlt es sich, eine bequeme Position einzunehmen – beispielsweise auf einem Liegestuhl oder einer Decke, da man so einen guten Blick zum Himmel hat. Warme Kleidung und warme Getränke sind ebenfalls ratsam – selbst auf die wärmsten Sommertage können kühle Sommernächte folgen.
Wer es mit der Suche nach Sternschnuppen ernst meint, sollte außerdem eine große Portion Geduld dabei haben. Die benötigt man nämlich, um Sternschnuppen zu sehen. Zudem sollte man nicht vergessen, dass sich das menschliche Auge erst an die Dunkelheit gewöhnen muss. Nach etwa 20 Minuten ist die Dunkeladaption abgeschlossen und das Auge sieht mehr – allerdings darf man es dann auch nicht mehr blenden und sollte auch auf ein helles Handy- oder Kameradisplay verzichten. Dann steht der Sternschnuppennacht nichts mehr im Wege. (tab)

