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Tropensturm verwüstet Kanaren: Rekordregen, Erdrutsche, 642 Flüge ausgefallen

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Von: Martina Lippl

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Tropensturm auf den Kanaren: Regenmassen überfluten Straßen in Las Palmas de Gran Canaria
Tropenstrum „Hermine“ fegt über die Kanarischen Inseln hinweg. © Europa Press/dpa

Auf den Kanarischen Inseln sind wegen eines Tropensturms mehr als 642 Flüge gestrichen worden. Der Flughafen auf Teneriffa ist am stärksten betroffen.

Las Palmas De Gran Canaria – Der Tropensturm „Hermine“ hält die Kanarischen Inseln (Spanien) seit Samstag in Atem. Die spanischen Behörden versetzten die gesamte Inselgruppe in Alarmbereitschaft. Wegen starker Regenfälle und heftiger Windböen waren Starts und Landungen unmöglich. Hunderte Passagiere sitzen an den Flughäfen der Inseln im Atlantik fest.

Kanarische Inseln: Tropensturm wütetet auf beliebten Urlaubsinseln – Teneriffa besonders betroffen

Seit dem Wochenende mussten mehr als 640 Flüge gestrichen worden, teilte der spanische Flughafenbetreiber Aena am Montag mit, wie die Nachrichtenagentur afp berichtet. Demnach wurden bis Montagmittag insgesamt 642 Flüge zu oder von den Urlaubsinseln im Atlantik gegenüber der marokkanischen Küste gestrichen, weitere rund 60 Flüge wurden umgeleitet.

Die meisten Annullierungen gab es am Sonntag, am Montag folgten 102 weitere Flugstreichungen. Vor allem Teneriffa war betroffen. Auf der Insel gab es die meisten Ausfälle.

Tropensturm auf den Kanaren: Kanarische Inseln: Tropensturm „Hermine“ sorgte auf den Urlaubsinseln für heftige Unwetter.
Kanarische Inseln: Tropensturm „Hermine“ sorgte auf den Urlaubsinseln für heftige Unwetter. © Europa Press/dpa

Heftige Unwetter auf Kanarischen Inseln – Tropensturm „Hermine“ sorgt für Rekordregen nach langer Dürre

Auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera, La Palma und El Hierro sind jeweils Niederschläge von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter niedergegangen. Auf der Insel La Palma wurden nach Angaben der Behörden bis zu 220 Liter pro Quadratmeter binnen 24 Stunden gemessen. Es sind Rekordregenfälle für den Monat September.

Dort und auch auf den größeren Inseln Gran Canaria und Teneriffa kam es vereinzelt zu Stromausfällen, Erdrutschen und vollgelaufenen Kellern. Auch Bäume stürzten um. Insgesamt 1.500 Unwetter-Einsätze wurden verzeichnet, berichtet die spanische Zeitung El Pais. Menschen kamen nach vorliegenden Berichten nicht zu Schaden.

Für Montag sagte der spanische Wetterdienst weniger starke Regenfälle als am Wochenende voraus, allerdings werden weiter „starke Niederschläge“ insbesondere im Westen der Inseln erwartet. Gran Canaria sei weiterhin in Alarmbereitschaft, teilt der Katastrophenschutz der Kanarischen Inseln mit. Für Lanzarote und Fuerteventura ist am Montagmittag eine Vorabwarnung aktiv. Gegen Mitternacht sollen die Niederschläge jedoch nachlassen. Die Schulen seien am Dienstag wieder auf allen Inseln geöffnet, heißt es weiter.

Während Tropensturm „Hermine“ sich abschwächt, gewinnt „Ian“ über dem Atlantik immer mehr an Stärke. Der Hurrikan nimmt Kurs auf den US-Bundesstaat Florida. (ml/dpa/afp)

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