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Wabennest im Pavillon gefunden – Mann sorgt sich vor „eingeschleppten“ Insekten

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Dr. Mark Benecke ist bekannt dafür, Tiere präzise zu bestimmen. Auf Facebook teilt er ein Bild eines Wabennestes. Um welches Tier handelt es sich diesmal?

Kassel – Mal wieder sieht sich der forensische Biologe Dr. Mark Benecke, der sich bestens in der Tierwelt auskennt, mit einem Fall konfrontiert. Denn ein Mann hat ein Wabennest gefunden und hat Angst, dass dieses zusammen mit seinem Pavillon aus China angekommen ist. Menschen, die einen ungewöhnlichen tierischen Fund machen und nicht wissen, worum es sich handelt, können den Biologen um Rat fragen. Auf Facebook teilt er seine Zusendungen und lässt die Nutzer in den Kommentaren fleißig spekulieren.

Mann sorgt sich um Waben-Fund: Wurde etwas „eingeschleppt“?

Am 19. Mai berichtete Dr. Mark Benecke auf Facebook über die Nachricht eines Mannes. Dieser hatte beim Öffnen der Seitenteile seines Pavillons ein Wabennest entdeckt. Er beschrieb das Nest als fest und bemerkte zusätzlich kleine lebende Maden darin. Der Pavillon war drei Wochen zuvor aus China angekommen. Der Mann äußerte die Sorge, „dass da etwas eingeschleppt wurde.“ In den Facebook-Kommentaren wurde wild spekuliert, um welches Tier es sich dabei handeln könnte.

Wabennest in Pavillon gefunden: Facebook-User geben Tipps – Diskussion bricht aus

Einige User warnen den Mann eindringlich und empfehlen, alles sorgfältig zu verpacken und „damit zum Veterinäramt“ zu gehen. Diese drastische Maßnahme begründen sie mit der Verbreitung der Asiatischen Hornisse in Deutschland. Laut dem Naturschutzbund (NABU) breitet sich die aus Südostasien stammende Vespa velutina tatsächlich in Europa aus. Auch in der Nähe des Rheins hat sie sich in Deutschland bereits angesiedelt. Der NABU rät dazu, Sichtungen zu melden, um die Ausbreitung der Art zu verfolgen und zu beobachten. Allerdings sei sie nicht gefährlicher als eine Wespe.

Doch der Nutzer ist mit seinem Rat nicht allein. Ein weiterer Kommentar empfiehlt: „Verbrennen und gut aufpassen, dass nichts zurückbleibt.“ Eine andere Nutzerin warnt jedoch davor. Sie weist darauf hin, dass „heimische Bienen, Hummeln, Wespen stehen unter Naturschutz. Einfach mal verbrennen ist nicht nur uncool, sondern gegebenenfalls ein Straftatbestand, der auch noch richtig teuer zu stehen kommt“, appelliert sie.

Ist Wabennetz „völlig harmlos“? – Facebook-Nutzer spekulieren

Einige Nutzer vermuten hinter dem Nest Wildbienen oder andere heimische Insekten. „Und ja, die können sich auch in Verpackungen breitmachen. Da reicht ein kleines Loch“, schreibt ein User. Eine andere Nutzerin hat eine weitere Theorie: „Könnte von einer Lehmwespe sein. Völlig harmlos und hier heimisch.“ Zudem raten einige Nutzer dazu, sich an das Veterinäramt oder einen Bienenzüchter zu wenden, wenn man unsicher ist, worum es sich handelt.

In den USA wurde jedoch tatsächlich eine Spinnenart eingeschleppt. Die Joro-Spinne kam vermutlich durch den internationalen Handel aus Asien nach Amerika und verbreitet sich dort nun rasant.

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