Wanderer-Wahnsinn auf dem höchsten Berg des Landes – Schild zeigt, was sogenannte „Bergsteiger“ versuchen
Wanderer kommen auf die skurrilsten Ideen, zumindest die, die welche sein wollen. Deswegen entstehen skurrile Schilder in beliebten Bergsteigergebieten.
Rysy – Für viele Menschen bedeutet die Ferienzeit nicht nur, am Strand zu entspannen oder im Pool zu chillen, sondern auch aktiv zu werden und Wandertouren zu unternehmen. Allerdings haben die Corona-Pandemie und die aufkommende Generation von E-Bikern der Natur gelegentlich mehr geschadet als genutzt. Die Zahl der Menschen, die schlecht ausgerüstet oder unvorbereitet in die Berge oder in idyllische Landschaften strömen, nimmt stetig zu. Wanderer in Flip-Flops, Laufschuhen, sogar barfuß oder mit ungeeigneten Schuhen wie Stöckelschuhen können für Aufsehen sorgen - oder für skurrile Hinweise. Wie auf dem höchsten Berg unseres Nachbarlandes.
Bergsteigen auf Polens höchsten Punkt – und dann ein Schild entdecken, welches den Kopf schütteln lässt
Der Rysy in Polen, der an der Grenze zur Slowakei liegt, ist bei Wanderern und Bergsteigern sehr beliebt und gilt als höchster Punkt des Landes. Vielleicht kennen einige Deutsche den Berg auch unter dem Namen Meeraugspitze. Mit einer Höhe von 2500 Metern in Polen und sogar 2501 Metern in der Slowakei, ist er ein sehr begehrter Gipfel unter Wanderern und Touristen. Seine Panoramawege und die relativ einfache Begehung machen ihn attraktiv. (Leichte Wanderungen im Flachland für Sie gefällig? Hier eine Übersicht).
Ein Nutzer des sozialen Netzwerks X (früher Twitter) hat sich auf den Gipfel des Rysy gewagt und dabei ein Foto geteilt, das kaum zu glauben ist. Zwei Bilder zeigen den Mann auf dem höchsten Punkt, aber eines hat er auch im Tal aufgenommen, wo ein Schild mit durchgestrichenen Stöckelschuhen zu sehen ist. Ein anderer Nutzer teilte das Foto mit dem Kommentar: „Jedes Schild hat seine Geschichte“.
Auch in Bayern muss die Bergwacht immer wieder ausrücken, manchmal um schlecht ausgerüstete Personen zu retten, die sich selbst als „Wanderer“ oder „Bergsteiger“ bezeichnen. Ebenso der Wintersportausflug sorgt immer wieder für skurrile Nachrichten. Vor einem Ausflug in die Berge sollte man sich über den Schwierigkeitsgrad und die benötigte Ausrüstung informieren. Es gibt überall Möglichkeiten, seine Ausdauer und sein Schuhwerk bei leicht zu bewältigenden Touren zu testen, bevor man versucht, die höchsten Gipfel in Stöckelschuhen zu erklimmen.
Andere Wanderer erzählen von ähnlichen Erfahrungen im Allgäu – Ausrüstung oft das Problem
Unter dem Repost des Nutzers, der das Schild nicht glauben kann, kommentiert ein anderer: „Ich war heute auch wieder überrascht, wie viele Menschen in Sneaker und Sandalen hoch auf den Grünten sind. Klar, der ist nicht super technisch. Nur war ich froh, dass ich heute meine Wanderstiefel anhatte. Hier und da auch ein bisschen Geröll.“ Der Grünten im Oberallgäu, auch bekannt als „Wächter des Allgäus“, liegt nordöstlich von Sonthofen. Immer wieder müssen gerettete Bergsteiger hohe Summen für ihre Fehler zahlen.

Der Nutzer, der die ursprünglichen Fotos gemacht hat, war jedoch gut ausgerüstet. Mit Wanderrucksack und knöchelhohen Bergschuhen konnte er die Tour absolvieren. Leider war sie auch etwas überlaufen. Er antwortete auf den Kommentar eines anderen Nutzers mit den Worten: „Trotzdem schöne Tour“, kommentierte aber auch sein geteiltes Stöckelschuh-Foto: „Wer es bis dahin in Stöckelschuhen geschafft hat ....“ und beschrieb ebenso skurrile Szenen: „Beeindruckend, die Asymmetrie: einerseits der Großteil in halbhohen Schuhen und andererseits enorm viele mit Helm. Erstaunlich auch, dass der Großteil auf allen Vieren abstieg, statt den Schwerpunkt über die Füße zu bringen“. Szenen, die sich in den Bergen wohl weiterhin abspielen werden, wie die eines Paares in den Dolomiten, die mit Baby auf dem Arm ungesichert unterwegs waren. (ank)

